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Verleihung des Württembergischen Krebspreises 2010 an der Universität Tübingen

04.07.2011
Dres. Carl Maximilian und Carl Manfred Bayer-Stiftung zeichnet Onkologen Tobias Pukrop aus

Der Vorsitzende der Dres. Carl Maximilian und Carl Manfred Bayer-Stiftung, Prof. Dr. Claus Claussen, Abteilung für Radiologische Diagnostik der Universität Tübingen wird am 11. Juli 2011 an der Universität Tübingen zum zweiten Mal den Württembergischen Krebspreis übergeben. Er geht in diesem Jahr in Höhe von 85.000 Euro an den Göttinger Onkologen Dr. med. Tobias Pukrop für sein Projekt „Mikroglia-assistierte Invasion bei der zerebralen Metastasierung“. Der Preis gehört zu den am höchsten dotierten innerhalb der deutschen Krebsforschung.

Zur Preisverleihung am Montag, 11. Juli 2011, ab 15 Uhr im Konferenz-zentrum des CRONA-Klinikums, Hoppe-Seyler-Straße sind die Vertreter der Medien herzlich eingeladen. Den Festvortrag wird Prof. Dr. Klaus Schulze-Osthoff, Geschäftsführender Vorstand des Südwestdeutschen Tumorzentrums, Tübingen zum Thema „Translationale Krebsforschung in Tübingen“ halten.

Tobias Pukrop, geboren 1973 in Ellwangen, absolvierte sein Medizin-studium an der Universität Ulm und ging dann als Assistenzarzt an die Universitätsmedizin Göttingen. Seit 2008 ist er dort Facharzt für Innere Medizin und Hämatologie/Onkologie. Mit seiner Arbeitsgruppe konnte er nachweisen, dass gesunde Immunzellen des Gehirns, sogenannte Mikroglia, bei der Streuung von Tumoren ins Gehirn mitwirken. Hierbei unterstützt die Mikroglia die Tumorzelle nicht nur mit Lockstoffen, sondern schleust die Krebszellen aktiv in das Hirngewebe ein. Dieser fatale Vorgang beschreibt einen neuartigen Mechanismus, wie sich Krebszellen Eintritt in fremde Organe verschaffen können. Eigentlich dient dieser Prozess aber der Abwehr von Gefahrenstoffen. Somit führt ein fehlgeleiteter Abwehrprozess zur Ansiedelung von Krebszellen im Hirngewebe. Mit dem Preisgeld will er nun genauer untersuchen, an welchen Stellen sich der Kontakt zwischen Mikroglia- und Tumorzellen abspielt. Aus den Ergebnissen könnte sich dann ein Ansatzpunkt für eine mögliche Therapie ergeben.

Die Stiftung des Württembergischen Krebspreises trägt den Namen des an Krebs verstorbenen Stifters Dr. Carl Manfred Bayer und seines Vaters Dr. Carl Maximilian Bayer. Beide waren nacheinander mehr als sechzig Jahre in der Nähe von Ravensburg als niedergelassene Landärzte tätig. Sie zeichneten sich durch fachliche Kompetenz und hohe Sensibilität für die Probleme ihrer Patienten und deren Angehörigen aus. Dr. Carl Manfred Bayer studierte Medizin an der Universität Tübingen. Die Preise wurden ausgeschrieben für Wissenschaftler unter 40 Jahren, die auf dem Gebiet der Krebsforschung tätig sein und ihre Forschung in Württemberg durchführen oder gebürtige Württemberger sein sollen.

Kontakt:
Prof. Dr. Claus D. Claussen
Vorsitzender der Dres. Carl Maximilian und Carl Manfred Bayer – Stiftung
Universität Tübingen
Radiologische Klinik, Abteilung für Radiologische Diagnostik
Hoppe-Seyler-Str. 3
72076 Tübingen
Telefon +49 7071 29-82087
claus.claussen@med.uni-tuebingen.de
Universität Tübingen
Hochschulkommunikation
Leiterin Myriam Hönig
Abteilung Presse, Forschungsberichterstattung, Information
Michael Seifert
Telefon +49 7071 29-76789
Telefax +49 7071 29-5566
michael.seifert@uni-tuebingen.de

Michael Seifert | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-tuebingen.de/aktuelles

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