Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Verleihung der Rudolf-Diesel-Medaille

22.10.2008
Auszeichnung geht an Menschen mit dem Mut zur Erfindung und unternehmerischem Wagnis

Seit 1952 wird die Dieselmedaille im Gedenken an den Erfinder und Unternehmerpionier Rudolf Diesel verliehen, der in diesem Jahr seinen 150. Geburtstag gefeiert hätte. Aus diesem besonderen Anlass wurde die Auszeichnung in diesem Jahr gleich neun Mal vergeben. "Obwohl Rudolf Diesel eine Persönlichkeit aus dem 19. Jahrhundert ist, hat er seinen Vorbildcharakter bis heute behalten", sagte Prof. Viktor Dulger, Mitglied im Vorstand des D.I.E., in seiner Begrüßungsrede.

"In unserem an Rohstoffen und Bodenschätzen armen Europa sind der Geist und der Erfindungsreichtum unserer Ingenieure unser eigentlicher Reichtum."

Die Dieselmedaille soll feierliche Ehrung und ermutigender Ansporn zugleich sein. Besonders bei jungen Menschen soll der Willen zur Erfindung, der Mut zum Pioniertum und die Bereitschaft zu unternehmerischem Wagnis gefördert werden. Mit der goldenen Diesel-Medaille wurden in diesem Jahr neben den beiden Nobelpreisträgern und den SAP-Gründern, drei Pionieren der globalen Softwareindustrie, auch die Unternehmer Hans A. Häberle, Heinz Leiber, Gerhard Sturm und Bernhard Aloys Wobben geehrt. Sie sind die Preisträger aus der Industrie, deren Ideen und fortdauerndes Engagement für innovative Errungenschaften in den Bereichen Maschinenbau, alternative Energien oder Automobilentwicklung gesorgt haben. Ehrenhalber verliehen wurde die Medaille an Nobelpreisträger Prof. Dr. Gerhard Ertl und Prof. Dr. Dr. h.c. Peter A. Grünberg.

Denn wie Unternehmer sind heute auch Wissenschaftler Teamleiter im Sinne kleiner Unternehmen, die erfolgreich Forschungsergebnisse auf komplexen Gebieten produzieren.

Wie wichtig Erfinder und Erfindungen noch immer für die Wissenschaft und Industrie, aber auch eine erfolgreiche Wirtschaft sind, stellte auch Festredner Abtprimas Dr. Notker Wolf OBS in seiner Rede heraus: "Wir brauchen Persönlichkeiten. Sie sind Schöpfer neuer Ideen und Träger des Fortschritts. Starke und ideenreiche Persönlichkeiten in Wissenschaft und Technik, in Politik und Kunst werden die Motoren einer erfolgreichen und geistreichen Zukunft unseres Landes in einem globalen Umfeld sein."

Über das Deutsche Institut für Erfindungswesen D.I.E. e.V.

Das D.I.E. wurde 1952 gegründet und hat es sich zur Aufgabe gemacht, wissenschaftliche Arbeiten der Naturwissenschaftler und innovative Erfindungen, welche erfolgreich wirtschaftlich umgesetzt wurden, mit der Rudolf-Diesel-Medaille zu ehren. Berühmte Preisträger sind unter anderem Gottlob Bauknecht, Hans Vissmann, Arthur Fischer, Anton Kathrein, Sybill Storz, Walter Sennheiser sowie die Nobelpreisträger Herrmann Staudinger, Jan Enders, Ernst Ruska und Manfred Eigen. Gerade in der gegenwärtigen Zeit kann die Verleihung der Rudolf-Diesel-Medaille ein Zeichen und Ansporn für all die sein, die eine Erfindung entwickelt und realisiert haben und nun den zweiten harten Schritt des Weges, die wirtschaftlichen Umsetzung, gehen wollen. Der Preis soll vor allem junge Erfinder und Unternehmer bestärken, begonnene Wege mutig zu Ende zu gehen.

Martina Heß | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.diesel-medaille.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet
02.12.2016 | Universität zu Lübeck

nachricht Ohne erhöhtes Blutungsrisiko: Schlaganfall innovativ therapieren
02.12.2016 | Universität Duisburg-Essen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie