Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Verleihung des Medizin-Nobelpreises ermutigt deutsche Stammzellforscher

11.10.2012
John Gurdon und Shinya Yamanaka werden für ihre bahnbrechenden Erkenntnisse in der Stammzellforschung mit dem diesjährigen Medizin-Nobelpreis geehrt: Sie haben Wege gefunden, wie sich erwachsene Körperzellen in einen embryonalen Zustand zurückverwandeln lassen.

Auch das Leipziger Unternehmen Vita 34 forscht gemeinsam mit der Medizinischen Hochschule Hannover an den von Yamanaka erstmals beschriebenen induzierten pluripotenten Stammzellen (iPS Zellen), um die Entwicklung neuer Zelltherapien voran zu treiben.

Mit der Verleihung des Nobelpreises wurde vor allem auch das Potenzial gewürdigt, dass in der iPS-Technologie steckt. Den Grundstein legte der Brite Gurdon vor 50 Jahren mit dem ersten gelungenen Zellkerntransfer in eine Eizelle. Yamanaka zeigte 44 Jahre später, dass nur wenige bestimmte Gene ausreichen, um fast jeden Zellkern in einen pluripotenten Zustand zurückzuführen, ohne dass Eizellen oder Embryonen dafür zerstört werden müssten.

Aus den so reprogrammierten iPS Zellen könnten dann praktisch alle Gewebetypen eines menschlichen Körpers entstehen. Entscheidend ist dabei für die Stammzellmediziner, dass die iPS Zellen aus körpereigenen Zellen eines Patienten hergestellt werden können, die im Fall einer Zelltherapie nicht abgestoßen würden.

Doch nicht jede Zelle des Körpers ist für die Rückprogrammierung zu einer iPS Zelle gleich gut geeignet. Vita 34 forscht darum gemeinsam mit der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) an der Vermehrung und Rückprogrammierung von besonders jungen, unbelasteten Zellen - Stammzellen aus dem Nabelschnurblut.

'In einem gemeinsamen Forschungsprojekt mit Prof. Ulrich Martin (MHH) konnten wir bereits bestätigen, dass sich Nabelschnurblutstammzellen effizient und zuverlässig reprogrammieren lassen', erklärt Dr. Rüdiger Alt, Leiter der Abteilung Forschung und Entwicklung bei Vita 34.

'Der Trend geht auf jeden Fall hin zu unbelasteten Startzellen', ergänzt Prof. Ulrich Martin. 'Es gibt ein Risiko, wenn Zellen mit Mutationen reprogrammiert werden, da sich diese Mutationen auch in die iPS Zellen übertragen. Eine wichtige Frage für das iPS-Gebiet ist darum, wie sich das Lebensalter eines Zellspenders und die Art der verwendeten Zellen auf die Qualität der iPS Zellen auswirken. Bei allen vor uns liegenden Aufgaben überwiegt derzeit aber natürlich die große Freude über die Würdigung zweier herausragender Wissenschaftler aus unserem Arbeitsgebiet.'

Er werde mit seinen Kollegen härter arbeiten, um effektive Medikamente und neue Therapien zu entwickeln, wird Yamanaka in einer Stellungnahme der Kyotoer Universität zitiert. Auch Prof. Martin und Dr. Alt werden gemeinsam mit Hochdruck ihre Forschungen vorantreiben, denn schließlich sei die Verleihung des Medizin-Nobelpreises eine Ermutigung für alle Wissenschaftler, die mit iPS-Zellen arbeiten.

Vita 34 wurde 1997 von Ärzten in Leipzig gegründet und ist die älteste und größte private Nabelschnurblutbank in Deutschland. Forschungsschwerpunkte von Vita 34 sind die Alterung, Vermehrung und Rückprogrammierung von Stammzellen sowie die Entwicklung neuer, stammzellbasierter Therapien bei Typ-1-Diabetes, Hirnschädigung und Herzerkrankungen. Weitere Informationen unter www.vita34.de

Herausgeber
Dr. Erich Kunert (Unternehmenssprecher)
Katharina Bott (Pressereferentin)
Vita 34 AG
Deutscher Platz 5a
04103 Leipzig
Telefon 0341/48792-0
Fax 0341/48792-20
E-Mail presse@vita34.de
Fachpresse
Bjorn van der Wijst
Medical Consulting Group
Mörsenbroicher Weg 200
40470 Düsseldorf
Telefon 0211/516045-220
Fax 0211/516045-129
E-Mail bjorn.vanderwijst@medical-consulting.de

| Vita 34 AG
Weitere Informationen:
http://www.vita34.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Red Dot Design Award für die dormakaba 360°City App
09.12.2016 | Kaba GmbH

nachricht Zweimal Gold beim Architects’ Darling Award 2016 für dormakaba
28.11.2016 | Kaba GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Interfacial Superconductivity: Magnetic and superconducting order revealed simultaneously

Researchers from the University of Hamburg in Germany, in collaboration with colleagues from the University of Aarhus in Denmark, have synthesized a new superconducting material by growing a few layers of an antiferromagnetic transition-metal chalcogenide on a bismuth-based topological insulator, both being non-superconducting materials.

While superconductivity and magnetism are generally believed to be mutually exclusive, surprisingly, in this new material, superconducting correlations...

Im Focus: Erforschung von Elementarteilchen in Materialien

Laseranregung von Semimetallen ermöglicht die Erzeugung neuartiger Quasiteilchen in Festkörpersystemen sowie ultraschnelle Schaltung zwischen verschiedenen Zuständen.

Die Untersuchung der Eigenschaften fundamentaler Teilchen in Festkörpersystemen ist ein vielversprechender Ansatz für die Quantenfeldtheorie. Quasiteilchen...

Im Focus: Studying fundamental particles in materials

Laser-driving of semimetals allows creating novel quasiparticle states within condensed matter systems and switching between different states on ultrafast time scales

Studying properties of fundamental particles in condensed matter systems is a promising approach to quantum field theory. Quasiparticles offer the opportunity...

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

Über intelligente IT-Systeme und große Datenberge

17.01.2017 | Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Intelligente Haustechnik hört auf „LISTEN“

17.01.2017 | Architektur Bauwesen

Satellitengestützte Lasermesstechnik gegen den Klimawandel

17.01.2017 | Maschinenbau