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Verleihung des Körber-Preises 2010 an Jiøí Friml

02.09.2010
Die Erkenntnisse des Molekularbiologen und Biochemikers gelten als Meilenstein in der biologischen Grundlagenforschung. Preisverleihung am 7. September im Hamburger Rathaus.

Am Dienstag, 7. September, um 11.30 Uhr überreicht die Körber-Stiftung im Großen Festsaal des Hamburger Rathauses den mit 750.000 Euro dotierten Körber-Preis für die Europäische Wissenschaft 2010 an Jiøí Friml. Hamburgs Erster Bürgermeister Christoph Ahlhaus wird die geladenen Gäste begrüßen. Den Preisträger und sein Forschungsprojekt präsentiert Ranga Yogeshwar.

Im Mittelpunkt der Forschungen des tschechischen Molekularbiologen und Biochemikers Jiøí Friml steht das Wachstumshormon Auxin. Dessen Verteilung reguliert, wo bei einer Pflanze oben und unten ist, wie stark sie in welche Richtung wächst und wo welche "Organe" angelegt werden. Diese Erkenntnisse gelten als Meilenstein zum Verständnis zahlreicher physiologischer Prozesse in der Pflanze. Aber auch für die agrar-wissenschaftliche und medizinische Forschung sind diese Ergebnisse von herausragender Bedeutung.

Jiøí Friml ist seit 2007 Professor für Pflanzen-Systembiologie an der belgischen Universität Gent. Der heute 37jährige ging 1997 ans Kölner Max-Planck-Institut für Züchtungsforschung und promovierte 2000 an der Universität Köln im Fach Biologie. 2001 wechselte er an das Zentrum für Molekularbiologie der Pflanzen an der Universität Tübingen. Dort leitete er eine Forschungsgruppe und promovierte erneut an der Universität Brünn im Fach Biochemie. Jiøí Friml gehört zu den Top-Fünf der meist zitierten Pflanzenwissenschaftler Europas.

Seine Forschungsarbeit stellt Jiøí Friml am 6. September 2010, 16 Uhr, im Hauptgebäude der Universität Hamburg im Rahmen einer University Lecture zum Thema "Auxin – How cells make a plant" vor.

Der Körber-Preis wird 2010 zum 26. Mal vergeben – mit ihm werden jährlich herausragende und in Europa tätige Wissenschaftler für zukunftsträchtige Forschungsarbeiten ausgezeichnet. Prämiert werden exzellente und innovative Forschungsansätze mit hohem Anwendungspotenzial auf dem Weg zur Weltgeltung. Mit Spitzenwissenschaftlern aus ganz Europa besetzte Auswahlgremien suchen nach geeigneten Preisträgerkandidaten, über die ein Kuratorium entscheidet.

Kirsten Elvers | idw
Weitere Informationen:
http://www.koerber-preis.de

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