Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Verleihung der Balzan Preise 2012 in Rom

14.11.2012
Preisträger aus vier Fachgebieten erhalten je 750.000 Schweizer Franken (ca. EUR 620.000). Die Preisträger müssen die Hälfte des Preisgeldes für die Finanzierung von Forschungsprojekten verwenden.

Der italienische Staatspräsident Giorgio Napolitano überreichte in Rom die diesjährigen Balzan Preise. Im Palazzo del Quirinale wurden die Preise in einer feierlichen Zeremonie überreicht an:

David Charles Baulcombe (Grossbritannien), University of Cambridge, für Epigenetik Roland Dworkin (USA), New York University, für Theorie und Philosophie des Rechts Kurt Lambeck (Australien), Australian National University, für Wissenschaften der festen Erde, unter besonderer Berücksichtigung interdisziplinärer Forschungsbeiträge Reinhard Strohm (Deutschland), University of Oxford, für Musikwissenschaft

Die Verleihungszeremonie fand in Anwesenheit der zwei Präsidenten der Internationalen Balzan Stiftung "Preis", Bruno Bottai, und "Fonds", Achille Casanova, statt. In feierlichem Rahmen hielten alle Preisträger nach Vorstellung durch den Präsidenten des Preiskomitees, Salvatore Veca, eine kurze Ansprache, mit der sie ihre Annahme der Auszeichnung und ihren Dank ausdrückten.

Aufbauend auf der Tradition des Schauplatzwechsels der Veranstaltung aufgrund der schweizerisch-italienischen Doppel-Nationalität der Internationalen Balzan Stiftung, findet die Preisverleihung im November abwechselnd in Rom und Bern statt. In Rom erfolgt die Preisverleihung in Anwesenheit des italienischen Staatspräsidenten und in Bern in Anwesenheit eines Mitgliedes des Bundesrates, üblicherweise des Vorstehers des Eidgenössischen Departements des Innern.

David Charles Baulcombe erhielt den Balzan Preis 2012 für Epigenetik "für seine grundlegenden Beiträge zum Verständnis der Epigenetik und ihrer Rolle in der Entwicklung von Zellen und Geweben unter normalen und belastenden Bedingungen".
In Theorie und Philosophie des Rechts wurde Ronald Dworkin geehrt "für seine wesentlichen Beiträge zur Rechtswissenschaft, welche sich durch profunde Analyse, nachhaltige und originelle Forschung und Klarheit in der Darlegung seiner Rechtsfolgerungen auszeichnen, die sich in produktiver Wechselwirkung mit politischen und ethischen Theorien sowie der Rechtspraxis befinden".

Der Balzan Preis 2012 für Wissenschaften der festen Erde, unter besonderer Berücksichtigung interdisziplinärer Forschungsbeiträge, wurde an Kurt Lambeck überreicht "für seinen außerordentlichen Beitrag zum Verständnis des Zusammenhangs zwischen der post-glazialen Landhebung und der Veränderung der Meeresspiegel.

Seine Erkenntnisse haben die Klimaforschung radikal verändert".
Der Preis für Musikwissenschaft wurde an Reinhard Strohm vergeben "für seine weitreichenden Forschungen zur europäischen Musikgeschichte und deren Einbettung in die kultur- und sozialhistorische Entwicklung vom ausgehenden Mittelalter bis in die Jetztzeit, sowie für die detaillierten Darstellungen der repräsentativen Vokalmusik insbesondere der alten flämischen musica sacra und der Opern von Vivaldi, Händel und Richard Wagner".

Jeder der vier Preise 2012 der Internationalen Balzan Stiftung ist mit 750.000 Schweizer Franken (ca. EUR 620.000) dotiert. Diese Preissumme reiht die Balzan Preise weltweit unter die größten Preise in den Bereichen Wissenschaft und Kultur. Jeder der Preisträger ist aufgefordert, die Hälfte des Preisgeldes zur Förderung von Forschungsprojekten junger Wissenschaftler in dem jeweiligen Wissenschaftsgebiet zu verwenden.

Sowohl die Gewinner als auch die Preisgebiete, deren Auswahl alljährlich in den Bereichen Geistes-, Sozialwissenschaften und Kunst, sowie Physik, Mathematik, Naturwissenschaften und Medizin erfolgt, werden durch das Preisverleihungskomitee festgelegt. Dieses ist ein Organ der Internationalen Balzan Stiftung "Preis", dem Salvatore Veca vorsteht, und das aus 20 führenden Akademikern aus 10 europäischen Ländern besteht.

Morgen Donnerstag, 15. November, wird das Interdisziplinäre Forum der Balzan Preisträger im Palazzo Corsini der Accademia Nazionale dei Lincei durchgeführt. Es werden auch frühere Balzan Preisträger, Mitglieder des Balzan Preisverleihungskomitees und der Accademia Nazionale dei Lincei daran teilnehmen.

Die Internationale Balzan Stiftung wurde im Jahr 1957 gegründet und hat ihre Sitze in zwei Städten. Die Internationale Balzan Stiftung "Preis" in Mailand, unter dem Vorsitz des Botschafters Bruno Bottai, bestimmt durch das Preisverleihungskomitee die Fachbereiche und wählt die Kandidaten aus. Die Internationale Balzan Stiftung "Fonds" in Zürich, unter dem Vorsitz von Achille Casanova, verwaltet den Nachlass von Eugenio Balzan, mit dem Zweck, der Internationalen Balzan Stiftung "Preis" die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung zu stellen.

Hier können Sie Informationen und Fotografien der Preisträger downloaden: www.balzan.org - bzw. bei folgenden Medienkontakten beziehen:

Deutschland und Österreich
Till C. Jelitto
PR&D - Wien
T +43 1 505 70 44
jelitto@prd.at
deutsche und französische Schweiz
Kathrin Ott
Balzan Stiftung "Fonds" - Zürich
T +41 44 201 48 22
balzan@balzan.ch

Dr. Katharina Schnell | PR&D
Weitere Informationen:
http://www.balzan.org

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Sechs innovative Projekte sind im Rennen um den begehrten European Health Award 2017
17.08.2017 | European Health Forum Gastein

nachricht ERC-Grants: Fünf neue Projekte an der LMU
11.08.2017 | Ludwig-Maximilians-Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

„Wolkenmacher“: Wie Unternehmen Vertrauen aufbauen

18.08.2017 | Unternehmensmeldung

Beschichtung lässt Muscheln abrutschen

18.08.2017 | Materialwissenschaften

Fettleber produziert Eiweiße, die andere Organe schädigen können

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie