Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Verbundprojekt 4C4Learn: spezielles Kompetenzmanagement für kleine und mittlere Unternehmen

23.05.2014

Alles ist im Wandel: Märkte, Technologien und demografische Strukturen. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) müssen auf diese Veränderungen langfristig und flexibel reagieren können. Damit KMU ihre Ressourcen effektiv einsetzen, helfen Forscher vom Institut für Arbeitswissenschaft (IAW) an der Ruhr-Universität ihnen, neue Ansätze für ihr Personalmanagement umzusetzen. Das gesamte Verbundprojekt 4C4Learn erhält dafür 1,18 Mio. Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Den Reifegrad diagnostizieren

Sich stets erneuernde Technologien, der demografische Wandel und schnelle Veränderungen der Märkte erfordern eine Methode, um Kompetenzen in Unternehmen strategisch zu managen. Dazu werden die Fähigkeiten der Mitarbeiter in Kompetenzmodellen dargestellt. Diese helfen den Unternehmen bei ihren Personalentscheidungen.

„Um die genannten Wandlungsprozesse zu unterstützen, eignet sich ein betriebliches Kompetenzmanagement“, so Prof. Dr. Uta Wilkens vom IAW, Konsortialführerin des Projektes. Dieses Management erlernen die KMU mit dem Unternehmenscoaching der Arbeitswissenschaftler. Ganz neu ist dabei eine Reifegraddiagnostik. Diese misst die personellen, finanziellen und technologischen Möglichkeiten, die das Unternehmen hat, um das Können der Mitarbeiter zu managen. Auf der Basis des Reifegrads entwickeln die KMU dann ihre Kompetenzmodelle.

Unternehmenscoaching als Hilfe zur Selbsthilfe

„Wo KMU früher oftmals nicht über Kompetenzanalysen und vereinzelte Entwicklungsmaßnahmen hinauskamen, können sie aufgrund der Reifegraddiagnostik das auf sie zugeschnitte Management erfolgreich umsetzen“, erklärt Nicole Sprafke, die Koordinatorin des Projektes. Ziel von 4C4Learn ist es, Tools zu entwickeln, die KMU später selbstständig einsetzen können.

Dazu gehören ein Diagnosetool zur Bestimmung des Reifegrades („Selbstcheck Reifegrad“), Vorlagen für reifegradspezifische Kompetenzmodelle sowie eine Softwarelösung für das Management der Modelle. Tipps bekommen die kleinen und mittleren Unternehmen in einem Implementierungshandbuch von und für Praktiker, das die Schritte für den jeweiligen Reifegrad beschreibt, und in einem Methodenhandbuch, das Erfahrungen der an 4C4Learn beteiligten Unternehmen und Wissenschaftler beinhaltet.

Gemeinsam Lernen im Projekt-Netzwerk

Projektpartner der Wissenschaftler vom IAW sind das Center for Performance Research & Analytics (CEPRA) der Uni Augsburg, die Heinrich Huhn GmbH & Co. KG, die Katholische Hospitalvereinigung Ostwestfalen gem. GmbH (KHO) und die Reifenhäuser REICOFIL GmbH & Co. KG. Mit diesen und weiteren acht regionalen und überregionalen Unternehmen (u.a. der Umweltservice Bochum GmbH, die BKK vor Ort, die Siemens AG und die Volkswagen AG AutoUni), den Arbeitgeberverbänden Ruhr/Westfalen und weiteren Wissenschaftlern arbeiten die RUB-Forscher in einem Netzwerk.

Dabei lernen sie voneinander und ergänzen sich in ihren Erfahrungen. Das Projekt „Kompetenzorientiertes Unternehmenscoaching für ein nachhaltiges Kompetenzmanagement in KMU (4C4Learn)“ gehört zum BMBF-Förderprogramm "Arbeiten - Lernen - Kompetenzen entwickeln. Innovationsfähigkeit in einer modernen Arbeitswelt" und läuft bis Februar 2017.

Im Juni 2014 geht die Website des Verbundprojekts online: www.4c4learn.de.

Weitere Informationen
Nicole Sprafke, Institut für Arbeitswissenschaft, Ruhr-Universität Bochum, Universitätsstr. 150, 44801 Bochum, Tel. 0234/32-26110
E-Mail: Nicole.Sprafke@rub.de

Tabea Steinhauer | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht »Die Oberfläche 2018« – Fünf Nominierungen gehen in die Endrunde
18.05.2018 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

nachricht DFG fördert Entwicklung innovativer Forschungssoftware an der Universität Bremen
17.05.2018 | Universität Bremen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

Passt eine ultrakalte Wolke aus zehntausenden Rubidium-Atomen in ein einzelnes Riesenatom? Forscherinnen und Forschern am 5. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ist dies erstmals gelungen. Sie zeigten einen ganz neuen Ansatz, die Wechselwirkung von geladenen Kernen mit neutralen Atomen bei weitaus niedrigeren Temperaturen zu untersuchen, als es bisher möglich war. Dies könnte einen wichtigen Schritt darstellen, um in Zukunft quantenmechanische Effekte in der Atom-Ion Wechselwirkung zu studieren. Das renommierte Fachjournal Physical Review Letters und das populärwissenschaftliche Begleitjournal Physics berichteten darüber.*)

In dem Experiment regten die Forscherinnen und Forscher ein Elektron eines einzelnen Atoms in einem Bose-Einstein-Kondensat mit Laserstrahlen in einen riesigen...

Im Focus: Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren

Die Leber durchlaufen vier komplex verwobene Gefäßsysteme. Die chirurgische Entfernung von Tumoren ist daher oft eine schwierige Aufgabe. Das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS hat Algorithmen entwickelt, die die Bilddaten von Patienten analysieren und chirurgische Risiken berechnen. Leberkrebsoperationen werden damit besser planbar und sicherer.

Jährlich erkranken weltweit 750.000 Menschen neu an Leberkrebs, viele weitere entwickeln Lebermetastasen aufgrund anderer Krebserkrankungen. Ein chirurgischer...

Im Focus: Positronen leuchten besser

Leuchtstoffe werden schon lange benutzt, im Alltag zum Beispiel im Bildschirm von Fernsehgeräten oder in PC-Monitoren, in der Wissenschaft zum Untersuchen von Plasmen, Teilchen- oder Antiteilchenstrahlen. Gleich ob Teilchen oder Antiteilchen – treffen sie auf einen Leuchtstoff auf, regen sie ihn zum Lumineszieren an. Unbekannt war jedoch bisher, dass die Lichtausbeute mit Elektronen wesentlich niedriger ist als mit Positronen, ihren Antiteilchen. Dies hat Dr. Eve Stenson im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald jetzt beim Vorbereiten von Experimenten mit Materie-Antimaterie-Plasmen entdeckt.

„Wäre Antimaterie nicht so schwierig herzustellen, könnte man auf eine Ära hochleuchtender Niederspannungs-Displays hoffen, in der die Leuchtschirme nicht von...

Im Focus: Erklärung für rätselhafte Quantenoszillationen gefunden

Sogenannte Quanten-Vielteilchen-„Scars“ lassen Quantensysteme länger außerhalb des Gleichgewichtszustandes verweilen. Studie wurde in Nature Physics veröffentlicht

Forschern der Harvard Universität und des MIT war es vor kurzem gelungen, eine Rekordzahl von 53 Atomen einzufangen und ihren Quantenzustand einzeln zu...

Im Focus: Explanation for puzzling quantum oscillations has been found

So-called quantum many-body scars allow quantum systems to stay out of equilibrium much longer, explaining experiment | Study published in Nature Physics

Recently, researchers from Harvard and MIT succeeded in trapping a record 53 atoms and individually controlling their quantum state, realizing what is called a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

Visual-Computing an Bord der MS Wissenschaft

17.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

18.05.2018 | Physik Astronomie

Countdown für Kilogramm, Kelvin und Co.

18.05.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics