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VDE-Awards 2015 in München verliehen

04.12.2015

Der VDE Südbayern zeichnete in diesem Jahr mit den VDE-Awards 2015 wieder herausragende technisch-wissenschaftliche Leistungen in Südbayern aus.

Die Awards wurden in den Kategorien Wirtschaft, Wissenschaft und Schule vergeben. Zusätzlich wurde der Medienpreis Technik für herausragende publizistische Arbeiten in der Elektrotechnik und Informationstechnik verliehen. Die Preisträger:


Auf dem Bild sehen Sie neben den Preisträgern die Moderatorin Heike Götz, Bayerisches Fernsehen (links), und Frau Prof. Dr.-Ing. Petra Friedrich, Vorsitzende des VDE Südbayern (rechts).

VDE/Stefan Schumacher

Kategorie Wirtschaft
Handwerkerpreis
Daniel Schott
Meisterprüfung: Gesamtplanung der Elektroanlage eines Recyclinghofes einschließlich einer automatischen Zufahrtskontrolle und den entsprechenden Registrierungen. In der Projektarbeit wurden die einzelnen Systeme und Netzversorgungen sowie die Systemsteuerung und Speicherung realisiert. Zum Einsatz kamen sowohl der KNX-Bus als auch die Speicherprogrammierbare Steuerung (SPS).

Start-up
KONUX GmbH, München
B. Sc. Dennis Humhal, B. Sc. Andreas Kunze, B. Sc. Vlad Lata
KONUX ist ein Start-up aus der TUM und ein Förderprojekt der UnternehmerTUM und des Center for Digital Technology and Management (CDTM), das sich zum Ziel gesetzt hat, den Markt der mechanischen Sensoren zu revolutionieren.

Kategorie Wissenschaft
Hochschulabschlussarbeiten
M. Sc. Franz G. Aletsee, Hochschule Augsburg
Masterarbeit: Entwicklung von Algorithmen für monostatische Radarsysteme zur Verfolgung von verteilten Zielen
Solche Radarsysteme werden zur Füllstandmesstechnik eingesetzt. Die Auswertung der Radarsignale gerade bei Schüttgut ist komplex. Der Preisträger hat hier neue Verfahren erprobt, auch in der Praxis. Die Konzeption, den Aufbau und die Inbetriebnahme des Radarsystems auf einem industriellen Futtermittelsilo führte er komplett in Eigenregie durch.

M. Eng. Christian Milz, Hochschule Kempten
Masterarbeit: Simulation of the drive system for an electric vehicle
Der Autor hat das Zusammenspiel von Speicher, Konverter und Motor in einem elektrischen Fahrzeug untersucht und dazu Simulationsmodelle entwickelt, mit Messungen verglichen und erprobt. Das Ergebnis ist ein Simulationssystem für Entwickler von Elektrofahrzeugen und dient zur Optimierung unter realen Bedingungen.

M. Sc. Alexander Paulus, TU München
Masterarbeit: A Comprehensive Error Prediction Model for Near-Field Antenna Measurements
Mehrfachantennen haben bei modernen Mobilfunksystemen eine hohe Bedeutung. Die Messtechnik der Nahfeldmessung ist ein sehr komplexer Prozess und erlaubt nur bedingt die Vorhersage des wirklichen Strahlungsverhaltens. Alexander Paulus erstellt in seiner Masterarbeit ein sehr umfassendes Fehlermodell für sphärische Nahfeldmessungen in einer Absorbermesskammer. Dabei führte er anspruchsvolle theoretische Konzepte aus den Bereichen der elektromagnetischen Feldtheorie, der Messtechnik und der Statistik zusammen und setzte diese konkret um.

M. Sc. Christoph Stöckle, TU München
Masterarbeit: Channel Estimation Using 1-bit Quantization for Massive MIMO Systems
Für den Mobilfunk der fünften Generation sind viele Antennen an den Basisstationen vorgesehen (MIMO: Multiple Input Multiple Output). Ein Problem ist dabei der Aufwand bei den Hochfrequenzkomponenten und hier insbesondere bei Analog-Digital-Wandlern, die für die Auswertung des Funkkanals benötigt werden. Der hohe Stromverbrauch von zahlreichen, vielstufigen AD-Wandlern ist dabei ein wesentliches Thema. Eine Möglichkeit den Stromverbrauch zu reduzieren könnte die 1bit-Quantisierung der Kanalschätzung sein. Der Preisträger hat sich diesem komplexen theoretischen Gebiet gewidmet und zu wesentlichen neuen Erkenntnissen beigetragen.

Wissenschaftliche Arbeit
Dr.-Ing. Veit Kleeberger, TU München
Dissertation: Resilient Cross-Layer Design of Digital Integrated Circuits
Dr. Veit Kleeberger beschäftigt sich in seiner Dissertation mit dem ebenenübergreifenden („CrossLayer“) Entwurf integrierter Schaltungen mit dem Ziel, deren Zuverlässigkeit sicherzustellen. Schwerpunkte sind dabei die Alterung und das intrinsische Rauschen der Schaltungen. Der Preisträger hat existierende, meist viele Jahre alte Modelle überprüft und teilweise große Unterschiede bei den heute verwendeten Technologien festgestellt, die inzwischen bei 16 nm Strukturbreite angekommen sind. Er untersucht in seiner Dissertation neue, bessere Modelle.

Dr. Peter Landsmann, TU München
Dissertation: Sensorless Control of Synchronous Machines by Linear Approximation of
Oversampled Current
Die Arbeit befasst sich mit der Regelung von Synchronmotoren, die immer mehr durch Leistungselektronik angesteuert werden. Die klassischen Verfahren verwenden dafür Sensoren für die Lage des Rotors. Eine einfachere, sensorlose Steuerung ist auch möglich, hat aber bisher gravierende Nachteile. Die vorliegende Arbeit untersucht die sensorlose Regelung von Synchronmaschinen, indem der Strom durch Überabtastung ermittelt und ausgewertet wird.

Dr.-Ing. Martin Schulz, Uni der Bundeswehr München
Dissertation: Der modulare Hochfrequenz Umrichter – Steuerung, Auslegung, Aufbau
Elektromobilität ist das Thema der Dissertation. Zwischen dem Energiespeicher und dem Motor ist die Leistungselektronik ein wesentlicher Bestandteil eines Elektrofahrzeugs. Die Leistungselektronik als Wechselrichter entscheidet ganz wesentlich über die Qualität, Zuverlässigkeit und die Kosten des Antriebsstrangs. Der Autor stellt neue technische Lösungen vor, die den Aufwand an passiven Bauelementen wie Kondensatoren deutlich verringern, den Wirkungsgrad verbessern und die Zuverlässigkeit erhöhen. In einem eigens entworfenen Simulationsprogramm lässt sich in Theorie und Praxis das Verhalten elektrischer Antriebe erproben.

Kategorie Schule
Maria-Ward-Gymnasium Altötting der Maria-Ward-Schulstiftung
Gertrud Bindl (Schulleiterin), Stefan Brandl, Dr. Alexander Spaar, Elisabeth Trösch (Kollegium)
Auszeichnung für das Engagement der Schule im Bereich Naturwissenschaft und Technik. Die Jury hebt besonders die regelmäßige Teilnahme beim Wettbewerb „Jugend forscht“ hervor, bei dem Schüler des Gymnasiums zahlreiche Preise gewonnen haben.

VDE-Medienpreis Technik
Sabrina Landes, Redaktionsleiterin der Zeitschrift „Kultur & Technik“ des Deutschen Museums
Das vierteljährlich erscheinende Magazin deckt das breite technisch-wissenschaftliche Spektrum des Deutschen Museums ab, behandelt aber auch die mit den alten und neuen Techniken verbundenen gesellschaftlichen Fragen.

Annette Lein, Internetredakteurin des Deutschen Museums
Der Internetauftritt ist stets aktuell und informiert umfassend. So bieten z.B. die Angebote für „Kids&Co“ viele interaktive Möglichkeiten zum „Online Entdecken“. Das Online-Archiv informiert mit ausgewählten Dokumenten z. B. über die „72 Meisterwerke des DM“ wie etwa den Benz-Motorwagen.

An die Redaktion: Auf dem Bild sehen Sie neben den Preisträgern die Moderatorin Heike Götz, Bayerisches Fernsehen (links), und Frau Prof. Dr.-Ing. Petra Friedrich, Vorsitzende des VDE Südbayern (rechts).

Über den VDE:
Der VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik und Informationstechnik ist mit 36.000 Mitgliedern (davon 1.300 Unternehmen, 8.000 Studierende, 6.000 Young Professionals) und 1.200 Mitarbeitern einer der großen technisch-wissenschaftlichen Verbände Europas. Der VDE vereint Wissenschaft, Normung und Produktprüfung unter einem Dach. VDE-Tätigkeitsfelder sind der Technikwissenstransfer, die Forschungs- und Nachwuchsförderung in den Schlüsseltechnologien Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik und ihrer Anwendungen. Die Sicherheit in der Elektrotechnik, die Erarbeitung anerkannter Regeln der Technik als nationale und internationale Normen, Prüfung und Zertifizierung von Geräten und Systemen sind weitere Schwerpunkte. Das VDE-Zeichen, das 67 Prozent der Bundesbürger kennen, gilt als Synonym für höchste Sicherheitsstandards. Die Technologiegebiete des VDE: Informationstechnik, Energietechnik, Medizintechnik, Mikroelektronik, Mikrotechnik sowie Automation. Mehr Infos zum VDE unter: www.vde.com

Über den VDE Südbayern:
Der VDE Südbayern ist mit über 3.000 Mitgliedern eine der größten regionalen Vertretungen des VDE. Ingenieure, Wissenschaftler und Studierende sowie Unternehmen und Hochschulen bilden diese Plattform der Elektro- und Informationstechnik.

Weitere Informationen unter www.vde.com

Pressekontakt: Melanie Unseld, Tel. 069 6308461, melanie.unseld@vde.com

Melanie Unseld | VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.

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