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Urs Lüthi erhält Arnold-Bode-Preis

10.12.2009
Der Schweizer Künstler Urs Lüthi erhält am Freitag, den 11. Dezember 2009, den mit 10 000 Euro dotierten Arnold-Bode-Preis.

Der Preis ist nach dem documenta-Gründer Arnold Bode benannt und wird seit 1980 von der Arnold-Bode-Stiftung vergeben. Die feierliche Verleihung findet im Kasseler Kunstverein statt, in dem auch am selben Abend die Preisträgerausstellung mit dem Titel "SPAZIO UMANO" eröffnet wird.

Urs Lüthi wurde in der Schweiz geboren, seit 1994 lehrt er als Professor für Bildende Kunst an der Kunsthochschule Kassel. Lüthi beteiligte sich an zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen, unter anderem nahm er an der documenta-Ausstellung in Kassel teil. Im Jahr 2001 vertrat er die Schweiz auf der Biennale in Venedig. Jüngst waren in Luzern und in Hamburg umfangreiche Retrospektiven seines Schaffens zu sehen.

Stets steht die ironische Selbstinszenierung im Mittelpunkt seiner Kunst. Urs Lüthi hat es verstanden, seine Autobiographie, sein Ich und seinen Körper zu einem einzigen und kohärenten Kunstwerk zu erheben. Die androgyne Fotoserie "The Numbergirl" machte ihn Anfang der siebziger Jahre früh berühmt, seitdem spielt er mit der eigenen Selbstdarstellung und arbeitet an der ironischen Ikonographie des Selbst. Lüthi greift dabei auf die unterschiedlichsten Medien zurück - Fotografie, Bildhauerei, Malerei, Installation - und überrascht durch seine Vielseitigkeit. Mittels seines Rollenspiels reflektiert er die Position des Künstlers in der Gesellschaft aber auch das Geschlechterverhältnis.

In der Begründung Jury heißt es: „Das Kuratorium würdigt mit der Preisvergabe die konsequente Haltung eines Künstlers, der unter der Parole „Art is the better life“ unbeirrt das Unmögliche versucht: den polaren Gegensatz von Kunst und Leben zu überbrücken.“ Mitglieder der Jury des Arnold-Bode-Preises sind unter anderem die Leiterin der Documenta 13, Carolyn Christov-Bakargiev, und der ehemalige stellvertretende Chefredakteur des Kunstmagazins art, Alfred Nemeczek. Preisträger waren in der Vergangenheit Künstlerpersönlichkeiten wie Gerhard Richter oder Rebecca Horn.

Preisverleihung/Eröffnung: Freitag, 11.12.2009, 19 Uhr
Ausstellungsdauer: 12.-27.12.2009
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag, 11 bis 18 Uhr

Kasseler Kunstverein e.V.
Fridericianum
Friedrichsplatz 18
34117 Kassel

Nadja Schulze | Universität Kassel
Weitere Informationen:
http://www.kunsthochschule-kassel.de

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