Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Urbane Wälder TXL – viel Grün für Tegel

12.03.2013
TU-Studenten gewinnen Schinkelpreis für ihre Idee zur Nachnutzung auf dem Flughafen Tegel

Auch wenn es noch ein wenig dauern dürfte, bis der Flughafen Tegel geschlossen wird und Konzepte zu dessen Nachnutzung umgesetzt werden können: Irgendwann wird es soweit sein, und wenn es nach Niklas Mayr und Martin Schmitz geht, wäre Berlin dann um einen Wald reicher.

Sie schlagen vor, den Großteil der Fläche des Flughafens Tegel zu bewalden, damit sich diese Fläche gemeinsam mit dem Tegeler Forst zu einem wichtigen ökologischen und freizeitorientierten Erholungsgebiet Berlins entwickeln kann.

Die beiden Studenten des Faches Landschaftsarchitektur an der TU Berlin wurden für ihren Entwurf „Urbane Wälder TXL“ mit dem mit 2.500 Euro dotierten Schinkelpreis des Architekten- und Ingenieur-Vereins zu Berlin (AIV) in der Fachsparte „Landschaftsarchitektur“ geehrt. Darüber hinaus wurden sie für ihre hervorragende Leistung mit einem Reise-Stipendium der Hans-Joachim-Pysall-Stiftung in Höhe von 2.500 Euro ausgezeichnet, das ihnen einen Italienaufenthalt auf den Spuren Karl-Friedrich Schinkels ermöglicht.

In Erinnerung an Karl-Friedrich Schinkel verleiht der AIV am Geburtstag des Baumeisters, dem 13. März, die Preise. An dem 158. AIV-Schinkel-Wettbewerb zum Thema „Transformation TXL – Vom Flugfeld zum Lebensraum“ beteiligten sich 366 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit 154 Arbeiten. Ausgeschrieben wurde der Wettbewerb in sieben verschiedenen Fachsparten. Der Schinkel-Wettbewerb des AIV zu Berlin wird jährlich seit 1855 ausgeschrieben und ist der größte Ideen- und Förderwettbewerb für junge Planerinnen und Planer und Ingenieurinnen und Ingenieure im deutschsprachigen Raum, die nicht älter als 35 Jahre alt sein dürfen.

Urbane Wälder TXL
Für Niklas Mayr und Martin Schmitz könnten die „Urbanen Wälder“ auf dem Flugfeld Tegel gemeinsam mit den offenen Weiten des Flughafenparks Tempelhof ein einzigartiges Gegensatzpaar bilden, das identitätsstiftend für das Freiraumsystem Berlins sein könnte. Würde man die Ränder des Flugfeldes in Tegel dicht bebauen, könnte das Flugfeld freigehalten werden. „Der Kern des Freiraums wird durch die beiden Landebahnen gebildet. Inmitten der entstehenden Wälder verlaufen die groß dimensionierten Betonflächen und setzen einen starken Kontrast zu der sich ringsum entwickelnden Flora. Natürlichkeit und Urbanität prallen aufeinander und erzeugen auf simplem Weg einen reichen und spannenden Freiraum für Anlieger und Besucher“, heißt es in ihrem Entwurf. Der Reiz der urbanen Wälder liegt in ihrem Entstehen. Neben großen Waldflächen gibt es lockere Haine und breite Schneisen, die dem Großstädter Erholung, Sport und Spiel im Grünen ermöglichen. Aussichtsplattformen und Wetterschutz sollen als Anziehungs- und Orientierungspunkte dienen. Zudem hat der Vorschlag eine stark ökologische Ausrichtung, denn die Wälder können über einen langen Zeitraum die teils stark kontaminierten Böden des Flughafens aufbereiten und zusätzlich als großer CO2-Umwandler dienen.

Bis zum 24. März 2013 können die preisgekrönten Entwürfe in der Universität der Künste im Foyer des Hauptgebäudes, Hardenbergstraße 33 in 10623 Berlin täglich besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen erteilen Ihnen gern: Bettina Klotz, Stabsstelle Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Alumni der TU Berlin, Tel.: 030/314-27650, E-Mail: pressestelle@tu-berlin.de oder Jörg Brause - Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Tel.: 030/24532-125, E-Mail: presse@aiv-berlin.de

Stefanie Terp | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-berlin.de/?id=131619

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Red Dot Design Award für die dormakaba 360°City App
09.12.2016 | Kaba GmbH

nachricht Zweimal Gold beim Architects’ Darling Award 2016 für dormakaba
28.11.2016 | Kaba GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Interfacial Superconductivity: Magnetic and superconducting order revealed simultaneously

Researchers from the University of Hamburg in Germany, in collaboration with colleagues from the University of Aarhus in Denmark, have synthesized a new superconducting material by growing a few layers of an antiferromagnetic transition-metal chalcogenide on a bismuth-based topological insulator, both being non-superconducting materials.

While superconductivity and magnetism are generally believed to be mutually exclusive, surprisingly, in this new material, superconducting correlations...

Im Focus: Erforschung von Elementarteilchen in Materialien

Laseranregung von Semimetallen ermöglicht die Erzeugung neuartiger Quasiteilchen in Festkörpersystemen sowie ultraschnelle Schaltung zwischen verschiedenen Zuständen.

Die Untersuchung der Eigenschaften fundamentaler Teilchen in Festkörpersystemen ist ein vielversprechender Ansatz für die Quantenfeldtheorie. Quasiteilchen...

Im Focus: Studying fundamental particles in materials

Laser-driving of semimetals allows creating novel quasiparticle states within condensed matter systems and switching between different states on ultrafast time scales

Studying properties of fundamental particles in condensed matter systems is a promising approach to quantum field theory. Quasiparticles offer the opportunity...

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Event News

12V, 48V, high-voltage – trends in E/E automotive architecture

10.01.2017 | Event News

2nd Conference on Non-Textual Information on 10 and 11 May 2017 in Hannover

09.01.2017 | Event News

Nothing will happen without batteries making it happen!

05.01.2017 | Event News

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Intelligente Haustechnik hört auf „LISTEN“

17.01.2017 | Architektur Bauwesen

Satellitengestützte Lasermesstechnik gegen den Klimawandel

17.01.2017 | Maschinenbau