Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Universität Vechta vergibt mit 10.000 Euro dotierten Wissenschaftspreis an Prof. Dr. Vincenzo Pace

23.01.2015

Am Donnerstag, 22. Januar, vergab die Universität Vechta in einem Festakt den vierten Höffmann-Wissenschaftspreis für Interkulturelle Kompetenz. Preisträger ist der Italiener Prof. Dr. Vincenzo Pace von der Universität Padua. Der vom Reiseunternehmer Hans Höffmann gestiftete Preis ist mit 10.000 Euro dotiert, er wird jährlich vergeben. Über 70 Gäste aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik kamen zur festlichen Verleihung in die Räumlichkeiten der Kirche am Campus.

Den Dank an den Sponsor des Preises sprach Universitätspräsidentin Prof‘.in Dr. Marianne Assenmacher gleich zu Beginn der Veranstaltung aus. Als „große Ehre“ bezeichnete sie es, dass die Universität Vechta jährlich einen so hoch dotierten Preis vergeben dürfe und damit „über die regionalen Grenzen hinaus sichtbare Zeichen setze“. Gleichzeitig stelle das Thema eine Verpflichtung für die Universität dar, eine Aufgabe in Forschung, Lehre und Studium.

Als Vorsitzender der Auswahl-Jury sprach Prof. Dr. Egon Spiegel. Er betonte die Relevanz der Interkulturellen Kompetenz, die angesichts jüngster Ereignisse deutlicher denn je sei. Mit seiner „exzellenten wissenschaftlichen Gesamtleistung“ und dem erklärten Ziel, Menschen über alle denkbaren Grenzen hinweg zusammenzubringen, habe Vincenzo Pace die Jury überzeugt, so Spiegel.

Auch der Vorsitzende der Universitätsgesellschaft Vechta, Uwe Bartels, hob in seinem Grußwort die Relevanz der Interkulturellen Kompetenz speziell in heutigen Zeiten hervor. Sie sei eine Schlüsselkompetenz zur Lösung von Konflikten zwischen Religionen und Kulturen. Die Universität Vechta nehme durch den Preis an diesem internationalen Diskurs teil.

Die Laudatio auf den Preisträger hielt Prof‘.in em. Dr. Ursula Boos-Nünning (Universität Duisburg-Essen). Sie thematisierte in ihrer Ansprache die aktuellen Ereignisse in Frankreich und Deutschland und die dahinter liegende veränderte Einstellung zu Religion und Religiösität sowie den Zusammenhang zwischen Religionen und Menschenrechten.

Im Zeitverlauf lasse sich, so Boos-Nünning, ein Rückgang der Akzeptanz von Glaubensvorstellungen und eine Abnahme in der Ausübung religiöser Rituale nachweisen. „Gleichzeitig gibt es vermehrt junge Menschen, denen Religion und ihre Regeln äußerst wichtig sind. Zur Kommunikation und dem friedvollen Miteinander dieser Gruppen braucht es die Interkulturelle Kompetenz und den interreligiösen Dialog – dies hat der Preisträger Pace schon früh erkannt.“

In seiner Dankesrede erläuterte Vincenzo Pace, wie er seine Forschung zum Miteinander verschiedener Religionen interpretiert und wie sich dieser Schwerpunkt entwickelte. Ein starkes religiöses Fundament, zitierte er den Philosoph und Theologen Nikolaus von Kues, sei kein Hinderungsgrund für Weitsicht und Offenheit für andere Glaubensrichtungen.

Auf diese Weise und durch den Dialog miteinander könne man erkennen, dass es das abstrakte „Andere“, vor dem sich weniger offene Menschen fürchten und das zu Konflikten zwischen Religionen führe, nicht gebe. Ein praktisches Beispiel aus seiner Arbeit benannte Pace mit dem Masterstudiengang „Menschenrechte und Demokratisierung“, der genau diese Thematik aufgreife und an dem aktuell 41 europäische Universitäten beteiligt sind.

Sabrina Daubenspeck | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.uni-vechta.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht »Die Oberfläche 2018« – Fünf Nominierungen gehen in die Endrunde
18.05.2018 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

nachricht DFG fördert Entwicklung innovativer Forschungssoftware an der Universität Bremen
17.05.2018 | Universität Bremen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

Passt eine ultrakalte Wolke aus zehntausenden Rubidium-Atomen in ein einzelnes Riesenatom? Forscherinnen und Forschern am 5. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ist dies erstmals gelungen. Sie zeigten einen ganz neuen Ansatz, die Wechselwirkung von geladenen Kernen mit neutralen Atomen bei weitaus niedrigeren Temperaturen zu untersuchen, als es bisher möglich war. Dies könnte einen wichtigen Schritt darstellen, um in Zukunft quantenmechanische Effekte in der Atom-Ion Wechselwirkung zu studieren. Das renommierte Fachjournal Physical Review Letters und das populärwissenschaftliche Begleitjournal Physics berichteten darüber.*)

In dem Experiment regten die Forscherinnen und Forscher ein Elektron eines einzelnen Atoms in einem Bose-Einstein-Kondensat mit Laserstrahlen in einen riesigen...

Im Focus: Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren

Die Leber durchlaufen vier komplex verwobene Gefäßsysteme. Die chirurgische Entfernung von Tumoren ist daher oft eine schwierige Aufgabe. Das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS hat Algorithmen entwickelt, die die Bilddaten von Patienten analysieren und chirurgische Risiken berechnen. Leberkrebsoperationen werden damit besser planbar und sicherer.

Jährlich erkranken weltweit 750.000 Menschen neu an Leberkrebs, viele weitere entwickeln Lebermetastasen aufgrund anderer Krebserkrankungen. Ein chirurgischer...

Im Focus: Positronen leuchten besser

Leuchtstoffe werden schon lange benutzt, im Alltag zum Beispiel im Bildschirm von Fernsehgeräten oder in PC-Monitoren, in der Wissenschaft zum Untersuchen von Plasmen, Teilchen- oder Antiteilchenstrahlen. Gleich ob Teilchen oder Antiteilchen – treffen sie auf einen Leuchtstoff auf, regen sie ihn zum Lumineszieren an. Unbekannt war jedoch bisher, dass die Lichtausbeute mit Elektronen wesentlich niedriger ist als mit Positronen, ihren Antiteilchen. Dies hat Dr. Eve Stenson im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald jetzt beim Vorbereiten von Experimenten mit Materie-Antimaterie-Plasmen entdeckt.

„Wäre Antimaterie nicht so schwierig herzustellen, könnte man auf eine Ära hochleuchtender Niederspannungs-Displays hoffen, in der die Leuchtschirme nicht von...

Im Focus: Erklärung für rätselhafte Quantenoszillationen gefunden

Sogenannte Quanten-Vielteilchen-„Scars“ lassen Quantensysteme länger außerhalb des Gleichgewichtszustandes verweilen. Studie wurde in Nature Physics veröffentlicht

Forschern der Harvard Universität und des MIT war es vor kurzem gelungen, eine Rekordzahl von 53 Atomen einzufangen und ihren Quantenzustand einzeln zu...

Im Focus: Explanation for puzzling quantum oscillations has been found

So-called quantum many-body scars allow quantum systems to stay out of equilibrium much longer, explaining experiment | Study published in Nature Physics

Recently, researchers from Harvard and MIT succeeded in trapping a record 53 atoms and individually controlling their quantum state, realizing what is called a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

Visual-Computing an Bord der MS Wissenschaft

17.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

18.05.2018 | Physik Astronomie

Countdown für Kilogramm, Kelvin und Co.

18.05.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics