Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Uni-DAS-Award für Hans-Georg Metzler - Forscherverband ehrt Pionier der Fahrassistenzforschung

31.03.2011
Hans-Georg Metzler ist der erste Preisträger des Uni-DAS-Awards für herausragende Persönlichkeiten auf dem Gebiet der Fahrassistenzforschung.

Mit dem Preis ehrt der universitäre Forschungsverband Uni-DAS (DAS=Driver Assistance System) den Forscher der Daimler AG für seine langjährigen und erfolgreichen Bemühungen, das Autofahren sicherer zu machen.

Metzler gilt als Pionier der Fahrassistenzforschung und hat in der Forschung von Daimler die Entwicklung zahlreicher Fahrassistenzsysteme angeschoben, die heute in Serie sind. So ist seine frühe Vision des sehenden Fahrzeugs mittlerweile Wirklichkeit geworden. In seiner Laudatio unterstrich der Sprecher von Uni-DAS, Prof. Dr. Hermann Winner von der Technischen Universität Darmstadt, dass gerade in der Anfangszeit des Wirkens von Metzler eine sehr hohe Überzeugungskraft notwendig war, um die damals noch als visionär angesehenen Ziele des assistierten, Unfälle vermeidenden Fahrens zu vertreten.

Der Uni-DAS-Wissenschaftspreis für herausragende Dissertationen wurde Dr. Mirko Mählisch für seine 2010 an der Universität Ulm entstandene Dissertation über „Filtersynthese zur simultanen Minimierung von Existenz-, Assoziations- und Zustandsunsicherheiten in der Fahrzeugumfelderfassung mit heterogenen Sensordaten“ verliehen.

Um das hohe Niveau der universitären Fahrerassistenz-Forschung in Deutschland langfristig zu sichern, hatten führende Wissenschaftler fünf deutscher Universitäten im vergangenen Jahr den Forschungsverband Uni-DAS ins Leben gerufen. Die Mitglieder des gemeinnützigen Vereins arbeiten wissenschaftlich eng zusammen, koordinieren Forschungsanfragen und Forschungsanträge untereinander, treten gemeinschaftlich in Gremien auf und fördern den wissenschaftlichen Nachwuchs. Als Nachfolger von Prof. Winner, der als erster Sprecher von Uni-DAS turnusgemäß ausscheidet, wurde Prof. Dr. Markus Maurer von der TU Braunschweig gewählt. Mauer betonte, dass mit den Wissenschaftspreisen der weltweit führenden Stellung der deutschen Forschung und Entwicklung auf dem Fahrerassistenzgebiet Rechnung getragen wird, aber trotzdem die Plattform auch auf weitere Universitäten im In- und Ausland ausgedehnt werden soll.

Die Uni-DAS-Wissenschaftspreise wurden am Donnerstagabend im Rahmen eines Fahrassistenzsystem-Workshops in Walting (Altmühltal) verliehen. Der Workshop, der bereits seit 2002 regelmäßig stattfindet, wurde in diesem Jahr erstmals durch den Uni-DAS e.V. ausgerichtet. Obwohl mittlerweile viele Fahrerassistenzsysteme das Autofahren sicherer und komfortabler machen, sehen die Experten für die Zukunft weiterhin ein hohes Potential. Insbesondere durch noch bessere Umfeldwahrnehmung, höhere Automatisierung und bessere Mensch-Maschine-Interaktion könne man der Vision vom unfallfreien Fahren noch näher kommen.

Ansprechpartner für die Presse:
Prof. Dr. rer. nat. Hermann Winner
Tel.: 06151/16-3796
E-Mail: winner@fzd.tu-darmstadt.de

Jörg Feuck | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-das.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Gitterdynamiken in ionischen Leitern
18.10.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

nachricht Gewebe mit Hilfe von Stammzellen regenerieren
16.10.2017 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Aufräumen? Nicht ohne Helfer

19.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Biotinte für den Druck gewebeähnlicher Strukturen

19.10.2017 | Materialwissenschaften

Forscher studieren molekulare Konversion auf einer Zeitskala von wenigen Femtosekunden

19.10.2017 | Physik Astronomie