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Umweltpreis der Stiftung „Umwelt und Wohnen“ 2010 für Nachwuchswissenschaftlerin der Universität Konstanz

06.05.2010
Umweltschutz und politischer Wandel

Dr. Jale Tosun ist die Trägerin des Umweltpreises der LBS-Stiftung „Umwelt und Wohnen an der Universität Konstanz“ für das Jahr 2010. Die Nachwuchswissenschaftlerin erhält die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung, die jährlich verliehen wird, für ihre mit summa cum laude bewertete Dissertation „Policy and Institutional Change in Emerging Democracies. Which Factors Account for Environmental Policy Making in Eastern Europe and Latin America?”

Darin untersucht Jale Tosun, wie sich der Übergang zu Demokratie und Marktwirtschaft in osteuropäischen und lateinamerikanischen Ländern auf die jeweilige Umweltpolitik ausgewirkt hat. Heinz Panter, Vorstandsvorsitzender der LBS Landesbausparkasse Baden-Württemberg und Vorsitzender des Stiftungsvorstands, sowie Rektor Prof. Ulrich Rüdiger werden den Preis am 11. Mai in Stuttgart überreichen.

„Jale Tosun hat eine Promotion von ausgezeichneter wissenschaftlicher Qualität vorgelegt“, so Christoph Knill, Professor für Vergleichende Policy-Forschung und Verwaltungswissenschaft an der Universität Konstanz sowie Betreuer der ausgezeichneten Doktorarbeit. Jale Tosun hat in 28 osteuropäischen und lateinamerikanischen Ländern anhand von vier verschiedenen umweltpolitischen Maßnahmen nachvollzogen, wie sich die Umweltpolitik während des intensiven politischen und wirtschaftlichen Wandels verändert hat. Dabei stellte sie fest, dass seit 1990 (bis 2007) die Transformationsprozesse in den untersuchten Ländern erhebliche Auswirkungen auf die Umweltpolitik hatten. Den größten Einfluss macht die Politikwissenschaftlerin in der außenwirtschaftlichen Verflechtung mit industrialisierten Staaten fest, die hohe Umweltstandards besitzen. Zumindest auf der Ebene der Rechtssetzung erzeugt die internationale wirtschaftliche Konkurrenzsituation Anreize zur Erhöhung des Regulierungsniveaus, lautet ein Ergebnis. Gleichzeitig konnte Jale Tosun nachweisen, dass die durch strengere Umweltvorschriften entstehenden Kosten teilweise durch eine gering bleibende Rechtsdurchsetzung ausgeglichen werden.

Die Preisträgerin begann 2000 ihr Studium an der Universität Konstanz, zuerst im Fach Sprachwissenschaft, bevor sie in die Verwaltungswissenschaft wechselte. 2006 schloss sie den Diplomstudiengang Verwaltungswissenschaft mit der Note „sehr gut“ ab. Vom Verein der Ehemaligen an der Universität Konstanz erhielt sie den VEUK-Preis für die beste Diplomarbeit ihres Jahrgangs. Ihr anschließendes Promotionsstudium beendete sie 2009 mit der Note „summa cum laude“. Jale Tosun ist seit 2006 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Vergleichende Policy-Forschung und Verwaltungswissenschaft an der Universität Konstanz. Derzeit ist sie Gastwissenschaftlerin an der Rutgers Universität in New Brunswick, USA.

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Die LBS-Stiftung „Umwelt und Wohnen an der Universität Konstanz“ wurde 1985 gegründet. Ihr Zweck ist die Forschungsförderung an der Universität Konstanz auf dem Gebiet des Umweltschutzes. Dabei sollen Erkenntnisse über die Abhängigkeiten von Umwelt und Wohnen durch Gutachten, wissenschaftliche Untersuchungen, Publikationen u. ä. gewonnen und der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden.

Hinweis an die Redaktionen:
Medienvertreter sind herzlich zur Preisverleihung am Dienstag, 11. Mai, 17.30 Uhr eingeladen. Die Veranstaltung findet im Dienstleistungszentrum der LBS in Stuttgart, Jägerstraße 36 statt.
Kontakt:
Julia Wandt
Geschäftsführerin der „Stiftung Umwelt und Wohnen an der Universität Konstanz“
Universitätsstraße 10
78464 Konstanz
Tel.: +49 (0)7531 / 88-5340
E-Mail: julia.wandt@uni-konstanz.de

Julia Wandt | i9dw
Weitere Informationen:
http://www.uni-konstanz.de

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