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Umweltpreis Niedersachsen 2011 für Osnabrücker Unternehmen

16.02.2011
Anerkennung für Hannoveraner Unternehmen

Die Hanseatic Group Hildesheim verleiht am Samstag, 19. Februar 2011, in Zusammenarbeit mit der Stiftung Universität Hildesheim im Rahmen der Messe „Neue Energie- und Umwelttechnik“ 2011 erstmalig den Preis „Entrepreneurship Umwelt & Innovation Niedersachsen“.

Eingereicht wurden Konzepte, Produkte und Dienstleistungen, die innovative umweltrelevante Vorteile in den Bereichen Energie- und Umwelttechnik aufweisen. Die Beiträge mussten ökonomisch und ökologisch nachhaltig sein.

Der Preis wird von Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander an ein Osnabrücker Unternehmen überreicht. Eine Anerkennung erhält ein Unternehmen aus Hannover.

Die Jury unter Vorsitz von Prof. Dr. Martin Sauerwein, Stiftung Universität Hildesheim, hat unter den eingereichten Beiträgen einen Preisträger und eine Anerkennung ausgewählt.

Preisträger 2011 ist das Start-up-Unternehmen E3/DC GmbH aus Osnabrück. „Dezentrale Energieversorgung ohne Speicherung der Elektrizität ist eine Sackgasse, solange die Energie dafür aus regenerativen Energien gewonnen wird. Eine effiziente Nutzung von Photovoltaik hingegen weist nachhaltig den Weg auch für die Automobilität“, erklärte Dr. Andreas Piepenbrink, Geschäftsführer der E3/DC GmbH. Das Unternehmen erhält für die Entwicklung eines vollständig dezentralen Hauskraftwerkes den Preis.

„Das Osnabrücker Unternehmen hat sich erst jüngst aus dem Geschäftsfeld der E-Mobilität entwickelt. Es bietet erstmals ein innovatives System für ein Strommanagement im privaten Bereich an, dessen technischer Kern ein Stromspeicher auf der Basis von Lithium-Ionen-Batterien und das Energiemanagement ‚darum herum’ ist”, so Prof. Sauerwein. „Ein Hauskraftwerk für maximale solare Eigenstromnutzung“, fügt der Juryvorsitzende hinzu.

Der Batteriespeicher integriert und verbindet dauerhaft die „drei Quellen“ Stromnetz, Solarmodule und Speicher; daher der Unternehmensname E3/DC. Der Speicher soll von Solarmodulen (PV) oder kleinen Windkraftanlagen (KWKA) am Haus „nachhaltig“ und ohne CO2-Emissionen geladen werden und dabei weitgehend den täglichen Strombedarf von 10 kWh bis 12 kWh – auch über Nacht – abdecken. Hierdurch wird ein autarker Betrieb möglich. Das System ist prototypisch evaluiert. Es soll Mitte 2011 auf den Markt kommen und ca. 6.700 Euro kosten. Ein Produkt vergleichbarer Art ist nicht bekannt.

Eine Anerkennung erhält das Hannoveraner Unternehmen Fuchs Energiespartechnik UG für den EnergieTower. „Die Fuchs Energiespartechnik kombiniert ein kleines Blockheizkraftwerk (BHKW) auf der Basis eines bewährten Einzylinder-Verbrennungsmotors, mit einer bekannten Brennertechnologie und einer bekannten Energierückgewinnung nach Brennwerttechnik (Vetter-Prinzip) zu einem EnergieTower. Energiekosteneinsparungen von 60 bis 70% werden realisierbar.“, würdigt Prof. Sauerwein das innovative Produkt, das sich insbesondere für Ein- und Mehrfamilienhäuser eignet. Der EnergieTower ist mit Biogas, Rapsöl oder Biodiesel nachhaltig und bilanziell CO2-neutral zu betreiben; die Leistungsentnahme kann dem Bedarf angepasst werden. Die Kombination BHKW mit integrierten Spitzenlast-Brennwertkesseln ist zurzeit einmalig auf dem Markt.

Der Preis wird von Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander am Samstag, 19. Februar 2011, um 10:00 Uhr zur Eröffnung der Messe „Neue Energie- und Umwelttechnik“ in der halle 39, Schinkelstraße 7, Hildesheim, überreicht.

Isa Lange | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-hildesheim.de
http://www.messe-energie-umwelttechnik.de

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