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„Ultraschall mit Licht“: Weltweit neue universelle OCT-Kamera aus Lübeck mit dem Uni-Gründerpreis 2010 ausgezeichnet

15.06.2010
Die Firma OptoMedical Technologies GmbH wird mit dem Uni-Gründerpreis 2010 der Sparkasse zu Lübeck ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand heute im Rathaus der Hansestadt Lübeck statt. Geschäftsführerin Dr. Eva Lankenau vom Institut für Biomedizinische Optik der Universität zu Lübeck nahm den mit 10.000 Euro dotierten im Rahmen einer Feierstunde entgegen.

Die im Januar 2010 aus dem Universitätsinstitut heraus gegründete Firma entwickelt, fertigt und vertreibt eine universell einsetzbare Kamera für die Optische Kohärenztomographie (OCT). Die OCT, ein noch junges bildgebendes Verfahren in der Medizin, wird auch als „Ultraschall mit Licht“ bezeichnet. Sie gestattet die Darstellung von Gewebestrukturen in einigen Millimetern Tiefe unter der Haut mit bis zu fünf Mikrometern Auslösung. Dabei ist im Gegensatz zum Ultraschall kein Gewebekontakt nötig.

Alleinstellungsmerkmal von OptoMedical Technologies sind lange signalstabile Lichtwellenleiter und die Ermöglichung des intraoperativen Einsatzes der OCT, außerdem die Universalität des Produktes als Zubehör zu diversen etablierten bildgebenden Medizinprodukten. Damit ist die universelle OCT-Kamera zur Zeit ein weltweit neues und einzigartiges Produkt.

Der Uni-Gründerpreis der Sparkasse zu Lübeck wird 2010 zum zweiten Mal vergeben. Gegenstand des Preiswettbewerbes sind erfolgversprechende Existenzgründungsinitiativen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wie auch Studierenden der Universität zu Lübeck, die auf Basis vorgelegter Businesspläne und Bewerberpräsentationen von einer hochkarätigen Jury beurteilt werden.

Die diesjährigen Jurymitglieder hatten unter neun hochwertigen Gründungsprojekten auszuwählen. Wesentlich bei den Projekten ist hervorzuheben, dass diese mehrheitlich an der Schnittstelle von Naturwissenschaft-Technik und medizinischer Anwendung positioniert sind und entsprechend aus interdisziplinären Forschungs- und Entwicklungsvorhaben der Institute und Kliniken der Universität erwachsen sind.

Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse zu Lübeck, Wolfgang Pötschke, sagte anlässlich der Preisverleihung und mit Blick auf die vorgesehene Schließung des Medizinstudiums an der Universität zu Lübeck: „Der Wert des Preises besteht nicht nur aus seiner rein materiellen Komponente von 10.000 Euro. Viel bedeutender ist seine Funktion, der Öffentlichkeit stets aufs Neue bewusst zu machen, dass es mit gutem Erfolg gelingt, den Innovationstransfer aus Forschung und Wissenschaft vor Ort in Arbeitsplätze und Wachstum umzusetzen. Es ist zu befürchten, dass ein rigoroser Sparkurs in dieser Frage deutlich mehr Schaden stiftet, als bei an sich erstrebenswerter Konsolidierungsabsicht am Ende gespart werden kann. Für eine Entscheidung von so großer Bedeutung für die gesamte Wirtschaftsregion sollten wir nicht nur danach fragen, wie viel wir sparen könnten, sondern auch danach, was wir verlieren würden.“

Rüdiger Labahn | idw
Weitere Informationen:
http://ioct.com/

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