Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

UKE-Forscher erhält Deutschen Krebspreis

26.02.2010
Der Krebsforscher Prof. Dr. Klaus Pantel vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) wird am Samstag, 27. Februar 2010, auf dem Deutschen Krebskongress in Berlin mit dem Deutschen Krebspreis ausgezeichnet, einem der renommiertesten Preise der Krebsforschung in Deutschland.

Prof. Pantel, so die Jury in ihrer Begründung, erlangt "als international führender Wissenschaftler auf dem Gebiet der zirkulierenden Tumorzellen sowie der biologischen Relevanz isolierter Tumorzellen im Knochenmark höchste Anerkennung". Zu den bisher mit dem Deutschen Krebspreis Ausgezeichneten gehört der spätere Nobelpreisträger Prof. Dr. Harald zur Hausen.

Prof. Pantel hat sich unter anderem wegweisend mit der Frage beschäftigt, warum viele Krebspatienten, die jahrelang ohne ein erneutes Auftreten der Krankheit gelebt hatten, wieder einen Rückfall erlitten. Seine Forschungen wiesen nach, dass dafür schlafende Tumorzellen vor allem im Knochenmark verantwortlich sind, die einige Zeit vom Körper der Patienten in Schach gehalten werden können (zum Beispiel durch das Immunsystem), dann aber von Neuem aktiv werden. Diese Erkenntnisse sind Grundlagen für eine bessere Diagnostik und neue Therapien, die gezielt die Entstehung von Metastasen verhindern.

"Ich freue mich sehr über diese enorme Wertschätzung meiner Forschungsleistung. Eine solche Auszeichnung ist eine große Ehre. Als Forscher und Arzt ist für mich der enge Bezug der Forschung zur Behandlung von Krebspatienten eine besondere Motivation", sagt Prof. Dr. Klaus Pantel, Direktor des Instituts für Tumorbiologie des UKE. Dieser Brückenschlag von der Laborbank zum Krankenbett habe auch bei der Preisvergabe eine entscheidende Rolle gespielt.

"Das UKE bietet mir für diese patientennahe Forschung sehr gute Arbeitsbedingungen", so Prof. Pantel. "Es freut uns sehr, dass Prof. Pantel diese renommierte Auszeichnung erhält. Klaus Pantel ist ein großartiger Wissenschaftler und Arzt. Dass ein UKE-Wissenschaftler diese Auszeichnung erhält zeigt auch, dass das Hamburger Uniklinikum ihm die Voraussetzungen bietet, die er für seine herausragende Arbeit braucht", sagt Prof. Dr. Jörg F. Debatin, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKE.

"Prof. Pantel steht für Spitzenforschung mit hoher Relevanz für die Behandlung von Krebspatienten. Seine Forschung genießt auch international hohe Anerkennung. Das zeigt auch diese Auszeichnung. Wir gratulieren Prof. Pantel herzlich zu dieser renommierten Auszeichnung", sagt Prof. Dr. Dr. Uwe Koch-Gromus, Dekan der Medizinischen Fakultät des UKE.

Prof. Pantel hat in Köln Biologie und Humanmedizin studiert, arbeitete dann von der DFG mit einem Postgraduiertenstipendium gefördert in den USA und hat sich in München im Fach Immunologie habilitiert. Im Jahr 1999 erhielt er eine Professur für Molekulare Genetik in der Gynäkologie des UKE. Anfang 2002 wurde er als Professor für Tumorbiologie zum Direktor des damals neu gegründeten Instituts für Tumorbiologie ernannt. Prof. Pantel ist ebenso Gründungsmitglied des neuen Universitären Comprehensive Cancer Center Hamburg (UCCH).

Der Deutsche Krebspreis ist mit 7 500 Euro dotiert.

Maren Puttfarcken | idw
Weitere Informationen:
http://www.uke.uni-hamburg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus
23.02.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Eine Milliarde Euro für die Hochschulmedizin
17.02.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2017

23.02.2017 | Veranstaltungen

Wie werden wir gesund alt? - Alternsforscher tagen auf interdisziplinärem Symposium in Magdeburg

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus

23.02.2017 | Förderungen Preise

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Planeten außerhalb unseres Sonnensystems: Bayreuther Forscher dringen tief ins Weltall vor

23.02.2017 | Physik Astronomie