Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Tübinger Pharmazeutin erhält PHOENIX Pharmazie Wissenschaftspreis

03.11.2010
Arbeitsgruppe von Gisela Drews wird für Publikation zur Diabetes-Forschung ausgezeichnet

Am heutigen 3. November nimmt Prof. Dr. Gisela Drews vom Pharmazeutischen Institut der Universität Tübingen den mit 10.000 Euro dotierten PHOENIX Pharmazie Wissenschaftspreis für die Disziplin Pharmakologie entgegen.

Die Auszeichnung wird zum 15. Mal im Rahmen einer Feier auf Schloss Atzelsberg bei Erlangen überreicht. Gisela Drews und ihre Arbeitsgruppe erhalten den Preis für eine Publikation im Bereich der Diabetes-Forschung.

Weltweit sind etwa fünf Prozent der Erwachsenen an Diabetes mellitus erkrankt. Der größte Teil der Betroffenen leidet an Typ-2 Diabetes mellitus (T2DM), der häufig mit gravierenden Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Nierenversagen verbunden ist. Als Folge von überhöhter Nährstoffzufuhr kommt es zunächst zu gesteigerter Insulinsekretion aus den beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse, verbunden mit so genanntem oxidativen Stress, der die beta-Zellen schädigt.

Gisela Drews und ihre Arbeitsgruppe konnten in Experimenten mit isolierten beta-Zellen von Mäusen zeigen, dass man mit bestimmten Wirkstoffen diese Zellen vor oxidativem Stress schützen und somit ihre Schädigung vermindern kann. Die Wirkstoffe, die an bestimmten Ionenkanälen angreifen, führen dazu, dass in den so behandelten Zellen antioxidative Enzyme hochreguliert werden, die Oxidantien wie Wasserstoffperoxid und Stickstoffmonoxid abbauen.

Die identifizierten Wirkstoffe werden heute schon zur Therapie von T2DM verwendet. Auch im Mausmodell ist dieser Schutz vor Diabetesentstehung nachzuweisen. In Zukunft wollen Gisela Drews und ihre Kollegen die Signalwege in den beta-Zellen, die diesem Schutz zugrunde liegen, weiter aufklären, um neue Angriffspunkte für pharmazeutische Wirkstoffe zu identifizieren.

Weitere Informationen unter:
Pressemitteilung der Universität Tübingen vom 5. Oktober 2009: http://www.uni-tuebingen.de/aktuelles/pressemitteilungen/archiv/archivfullview-p...
Die Veröffentlichung:
Belinda Gier, Peter Krippeit-Drews, Tatiana Sheiko, Lydia Aguilar-Bryan, Joseph Bryan, Martina Düfer, Gisela Drews: Suppression of KATP channel activity protects murine pancreatic  cells against oxidative stress. Journal of Clinical Investigation, 2009 Nov;119(11):3246-56. doi: 10.1172/JCI38817. Epub 2009 Oct 1.
Kontakt:
Prof. Dr. Gisela Drews
Universität Tübingen
Pharmazeutisches Institut
Pharmakologie, Toxikologie und Klinische Pharmazie
Auf der Morgenstelle 8
D-72076 Tübingen
Telefon: +49 7071 29-72469
Universität Tübingen
Hochschulkommunikation
Leiterin Myriam Hönig
Abteilung Presse, Forschungsberichterstattung, Information
Michael Seifert
Telefon +49 7071 29-76789
Telefax +49 7071 29-5566
http://michael.seifert[at]uni-tuebingen.de

Michael Seifert | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-tuebingen.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus
23.02.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Eine Milliarde Euro für die Hochschulmedizin
17.02.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie