Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Tübinger Nachwuchswissenschaftlerin erhält internationalen Lush-Prize

14.11.2013
Unternehmen zeichnet Doktorandin am Werner-Reichardt-Centrum für integrative Neurowissenschaften (CIN) für wissenschaftliche Untersuchungen an menschlicher Netzhaut aus

ie Nachwuchswissenschaftlerin Katja Reinhard ist mit dem „Lush Prize 2013“ ausgezeichnet worden. Das internationale Unternehmen fördert damit in verschiedenen Kategorien wissenschaftliche Untersuchungen mit alternativen Methoden zu Tierversuchen, zum Beispiel in Zellkulturen oder an menschlichem Gewebe.

Katja Reinhard, Doktorandin am Centrum für Integrative Neurowissenschaften (CIN) der Universität Tübingen, wurde in der Kategorie „Junge Forscher“ gestern Abend bei einer Gala in London ausgezeichnet. Das Preisgeld von 12.500 Pfund wird sie für die Verbesserung und Weiterentwicklung ihrer Studie verwenden.

Die Doktorandin erforscht in der Arbeitsgruppe „Retinal Circuits and Optogenetics“ von Dr. Thomas Münch die Netzhaut, also den Teil des Auges, der das Sehen ermöglicht: Die Netzhaut fängt nicht nur wie eine „Kamera“ Bilder ein, sondern bereitet die visuellen Informationen auch für die Weiterleitung ans Gehirn auf. Die Wissenschaftler der CIN-Arbeitsgruppe wollen zum Verständnis dieser Verarbeitungsprozesse beitragen.

Den Preis erhält Katja Reinhard für die Etablierung solcher Versuche an menschlichen Netzhäuten unter der Anwendung modernster wissenschaftlicher Methodik. Im Vergleich zu tierischer Netzhaut ist die menschliche Netzhaut nämlich bislang kaum erforscht. Zudem wollen die Wissenschaftler so neue Behandlungsmethoden gegen Blindheit und andere Sehbehinderungen direkt auf menschlichem Gewebe testen und weiterentwickeln.

Das Gewebe für diese Untersuchungen wird von verstorbenen Hornhautspendern sowie von Patienten gespendet, denen aus medizinischen Gründen ein Auge entfernt werden muss. Dafür hat die Arbeitsgruppe eine enge Zusammenarbeit mit den Ärzten der Universitäts-Augenklinik Tübingen und mit der Hornhautbank Tübingen aufgebaut.

Reinhard ist auch Stipendiatin der Patientenstiftung „PRO RETINA Deutschland“, einer Selbsthilfevereinigung für Menschen, die an einer Netzhautdegeneration erkrankt sind. Die PRO RETINA Stiftung fördert neben medizinischen und naturwissenschaftlichen Promotionen verschiedenste Forschungsprojekte, um die Entwicklung von Therapien auf diesem Gebiet aktiv voranzutreiben. Weitere Förderinstrumente sind die Vergabe zweier renommierter Forschungspreise und als ‚Highlight’ die Etablierung zweier Stiftungsprofessuren an zwei deutschen Universitätskliniken. (www.pro-retina-stiftung.de)

Weltweit sind 285 Millionen Menschen blind oder sehbehindert.

Antje Karbe | idw
Weitere Informationen:
http://www.cin.uni-tuebingen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Innovationen in der Bionik gesucht!
18.01.2018 | VDI Verein Deutscher Ingenieure e. V.

nachricht Fraunhofer HHI erhält AIS Technology Innovation Award 2018 für 3D Human Body Reconstruction
17.01.2018 | Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut, HHI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Open Science auf offener See

19.01.2018 | Geowissenschaften

Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder

19.01.2018 | Informationstechnologie

Elektrische Felder steuern Nano-Maschinen 100.000-mal schneller als herkömmliche Methoden

19.01.2018 | Energie und Elektrotechnik