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Trierer Wissenschaftler Dr. Frank Hälsig mit dem 1. Preis der Deutschen Marktforschung ausgezeichnet

18.06.2009
Dr. Frank Hälsig, ehemaliger Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Marketing und Handel der Universität Trier, ist für seine wissenschaftlichen Leistungen mit dem 1. Preis der Deutschen Marktforschung ausgezeichnet worden.

Verliehen wurde ihm die renommierte Ehrung zum "Nachwuchsforscher des Jahres" anlässlich des Jahreskongresses des Berufsverbands Deutscher Markt- und Sozialforscher (BVM) im Internationalen Congress Center Dresden.

Als "herausragend" gewürdigt wurde mit dem Preis seine Dissertation zum Thema "Branchenübergreifende Analyse des Aufbaus einer starken Retail Brand: Verhaltenswissenschaftliche Analyse in fünf Einzelhandelsbranchen unter Anwendung der Mehrgruppenkausalanalyse", die er 2008 erfolgreich abgeschlossen hatte.

In der Arbeit entwickelt und überprüft Hälsig mittels seiner empirischen Studie in fünf Einzelhandelsbranchen ein umfassendes Wirkungsmodell, welches die Einflussfaktoren des Markenwertes eines Handelsunternehmens (Retail Brand Equity) ebenso umfasst wie den Einfluss der Retail Brand auf das Kaufverhalten der Konsumenten. Er zeigt die besondere Relevanz des Services, des Preises und der wahrgenommenen Konsistenz (Fit) der Handelsmarketing-Mix-Elemente sowie unter Berücksichtigung branchenübergreifender Messinvarianzprüfungen, dass die Wirkungsbeziehungen maßgeblich durch branchenspezifische Faktoren bestimmt werden.

"Ich freue mich sehr über den Preis und die damit verbundene Würdigung meiner Arbeit", kommentiert Frank Hälsig die Auszeichnung, "der Preis zeigt auch, dass die Thematik "das Handelsunternehmen als Ganze als Marke (Retail Brand)" zu etablieren, um die Wahrnehmung der Konsumenten und deren Einkaufsstätten- oder Händlerwahl zu beeinflussen und sie langfristig zu binden, eine immer höhere Aufmerksamkeit sowohl in Wissenschaft als auch Praxis erfährt. Dabei ist es wichtig, alle Handelsmarketinginstrumente an einer klaren wettbewerbsstrategischen Positionierung auszurichten und damit eine widerspruchsfreie Retail Brand zu etablieren. Wie in der Arbeit gezeigt wurde, hat die Retail Brand einen bedeutsamen Einfluss auf den Erfolg eines Handelsunternehmens. Daher sollte deren Führung eine Top-Management-Aufgabe innerhalb von Handelsunternehmen darstellen".

Hälsig gewann den ersten Platz in der Kategorie "Nachwuchsforscher des Jahres", neben dem Preis für die "Beste Studie", den "Innovationspreis" und die "Forscherpersönlichkeit des Jahres" eine von insgesamt vier Kategorien, in denen der Preis der Deutschen Marktforschung verliehen wird.

Professor Dr. Bernhard Swoboda, Doktorvater von Frank Hälsig und Inhaber der Professur für Marketing und Handel an der Universität Trier, gratuliert Hälsig zur hohen Auszeichnung: "Ich freue mich sehr über die Vergabe des Preises an Frank Hälsig. Der Preis ist eine der wichtigsten Auszeichnungen im Bereich der Marketingforschung in Deutschland. Die Vergabe an Frank Hälsig ist eine tolle Anerkennung seiner beeindruckenden Forschungsarbeiten. Es freut mich besonders, dass einer meiner Mitarbeiter der ersten Generation der 2002 neueingerichteten Professur für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Marketing und Handel, diesen Preis gewonnen hat".

Der BVM und der Verband der Marktforscher Österreichs (VMÖ) honorieren mit diesem Preis herausragende Leistungen des wissenschaftlichen Nachwuchses und wollen damit auch zur Diskussion zwischen Universitäten und der Praxis in Instituten sowie Unternehmen beitragen. Es werden daher Leistungen gewürdigt, die in besonderem Maße eine gelungene Synthese von anspruchsvoller Methodik und hoher Praxisrelevanz aufweisen.

Der BVM bildet ein Experten-Netzwerk aus betrieblichen, akademischen und Instituts-Marktforschern, selbstständigen Beratern, Feldinstituten und anderen Dienstleistern in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Selbstverständnis des BVM ist es, das Ansehen von Marktforschern und Marktforschung in der Öffentlichkeit zu erhöhen und die Qualifikation von Forschern sowie die Qualität der Forschung zu optimieren.

Heidi Neyses | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-trier.de/

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