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Transatlantisches Netzwerk zur Gefäßmedizin in Millionenhöhe gefördert

10.06.2013
Engere Vernetzung: MHH leitet Netzwerk zwischen der EU und den USA / Leducq Stiftung fördert es mit sechs Millionen US-Dollar

Professor Dr. Dr. Thomas Thum, Direktor des Instituts für Molekulare und Translationale Therapiestrategien (IMTTS) der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), erhält gemeinsam mit Partnern aus Europa und den USA von der französischen Leducq Stiftung sechs Millionen US-Dollar (rund fünf Millionen Euro) für das „Transatlantische Netzwerk Micro-RNA basierter therapeutischer Strategien für Gefäßerkrankungen“ (MIRVAD).

Ziel der Wissenschaftler ist es, für Herz-Kreislauf-Erkrankungen neue Diagnosemöglichkeiten und Therapien zu entwickeln, die auf MicroRNAs basieren. So soll beispielsweise die Situation von Herzinfarkt-Patienten und von Rauchern mit Durchblutungsstörungen in den Beinen verbessert werden.

„Ich bin sehr glücklich, diese Förderung zu erhalten, da sie eine der größten und ehrenvollsten ist, die es in der Herzforschung gibt“, sagt Professor Thum, der für die Finanzen des gesamten Netzwerkes verantwortlich ist und die Zusammenarbeit der europäischen Partner koordiniert.
Am Netzwerk sind die MHH und drei Partner aus Frankfurt, Bristol und London beteiligt sowie vier nordamerikanische Teams aus Yale und Worcester. Die MHH erhält für ihre Forschungen rund eine Million Euro. MIRVAD ist eins von vier ausgewählten Netzwerken. Beworben hatten sich 130 – mit insgesamt rund 600 Universitäten.

Die internationale Forschergruppe wird Diagnostik und Therapie für Gefäßkrankheiten entwickeln, die auf MicroRNAs basieren. Das sind kurze Ribonukleinsäure-Ketten, die zumeist ein ganzes Netz von Genen regulieren und so die Entwicklung, Vermehrung und Funktion von Zellen steuern. Sie sind wichtig, damit sich Blutgefäße bilden, stabilisieren und regulieren können.

Die Wissenschaftler werden sich vor allem um die Bildung, Verkalkung und krankhafte Erweiterung von Blutgefäßen kümmern. „MicroRNA-basierte Diagnostiken und Therapien sollen innerhalb der nächsten fünf Jahre in der Klinik angewendet werden können“, sagt Professor Thum. Sein Institut, das IMTTS, ist an der MHH sowohl in das Integrierte Forschungs- und Behandlungszentrum Transplantation (IFB-Tx) als auch in den Exzellenzcluster REBIRTH (Von Regenerativer Biologie zu Rekonstruktiver Therapie) eingebunden.

Die Fondation Leducq ist eine französische Stiftung, die es sich zum Ziel gesetzt hat, internationale Forschungskooperationen zwischen Europa und den USA zu fördern und so im Bereich der Blutgefäßerkrankungen Wissenschaftsallianzen über Landesgrenzen hinweg zu schmieden.

Weitere Informationen erhalten Sie bei Professor Dr. Dr. Thomas Thum, Direktor des Instituts für Molekulare und Translationale Therapiestrategien (IMTTS), Telefon (0511) 532-5272, Thum.Thomas@mh-hannover.de.

Stefan Zorn | idw
Weitere Informationen:
http://www.mh-hannover.de

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