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Titelverteidigung gelungen - Team der TU Darmstadt gewinnt zum zweiten Mal den Energiewettbewerb Solar Decathlon

16.10.2009
Das Team der Technischen Universität Darmstadt hat beim internationalen Wettbewerb Solar Decathlon 2009 um das energieeffizienteste und attraktivste Haus den ersten Platz errungen. Damit hat es nach dem Sieg 2007 den Titel erfolgreich verteidigt. Der Wettbewerb um das beste Solarhaus wird vom US-Department of Energy veranstaltet und findet alle zwei Jahre auf der National Mall in Washington D.C. statt.

Das Team um Architektur-Professor Manfred Hegger setzte sich im Wettbewerb als einziges deutsches Team gegen 19 andere Teams vor allem aus den USA, aber auch Kanada und Spanien durch. Auf Platz zwei folgt die University of Illinois, den dritten Platz errang das Team California.

Die beiden Professoren Manfred Hegger (Fachbereich Architektur) und Thomas Hartkopf (Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnologie), sowie acht Lehrkräfte und 24 Studierende hatten in monatelanger Planungs- und Bauzeit ein Gebäude entwickelt, das höchsten architektonischen, atmosphärischen und energetischen Ansprüchen gerecht wird. Ein erster Platz in "Behaglichkeit", ein zweiter Platz in "Warmes Wasser" sowie zwei dritte Plätze in "Architektur" und "Lichtkonzept" dokumentieren die Leistung. Ausschlaggebend war letzten Endes das überragende Ergebnis in der Disziplin "Energie", bei der die gewonnene und über den Verbrauch des Hauses hinausgehende Energie gemessen wurde.

"Ich freue mich sehr über das wiederholte tolle Ergebnis. Im Namen des Präsidiums beglückwünsche ich das Team, das mit außerordentlichem Engagement und viel Freude diesen ersten Platz überhaupt möglich gemacht hat", so TU-Präsident Prof. Hans Jürgen Prömel in einer ersten Stellungnahme. "Das Abschneiden beim Solar Decathlon unterstreicht unseren Anspruch, in den Zukunftsfeldern Energie sowie Bauen und Wohnen international führend zu sein."

Hochdämmende Außenwände, geregelte Lüftung und Wärmerückgewinnung, verbesserte Energiebereitstellung durch eine Wärmepumpe, Photovoltaikpanels an der gesamten Außenhülle, sowie ein Einraumkonzept, das großzügige Raumgestaltung auf relativ kleiner Grundfläche ermöglicht, prägen den monolithisch wirkenden Bau, der laut einem Bericht der New York Times mit seinem Stromertrag und seiner schwarzen Hülle aus Photovoltaikpanels zwischenzeitlich bedrohliche Assoziationen bei den Wettbewerbern auslöste.

Der Solar Decathlon ist ein vom amerikanischen Energieministerium ausgeschriebener internationaler Wettbewerb mit dem Ziel, ein energieautarkes Gebäude für das Wohnen im Jahre 2015 zu entwerfen. In diesem "solaren Zehnkampf" treten 20 studentische Teams aus nordamerikanischen Universitäten sowie aus Madrid und Darmstadt gegeneinander an. Die Häuser der 20 teilnehmenden Universitäten werden im Original auf der National Mall in Washington D.C. in unmittelbarer Nähe zum Weißen Haus gebaut und werden dort in zehn Disziplinen miteinander verglichen: Architektur, Marktfähigkeit, technologische Umsetzung, Lichtkonzept, Kommunikation, thermische Behaglichkeit, warmes Wasser, technische Ausstattung, Home Entertainment und Energie.

Einige Disziplinen wurden durch eine Jury beurteilt, andere mit zum Teil täglichen Tests ermittelt. So mussten die Teams zweimal täglich 15 Gallonen (56,8 l) heißes Wasser (110°F/ 43,3°C) in weniger als 10 Minuten liefern. In allen Disziplinen wurden Punkte vergeben, die sich am Schluss zur Gesamtsumme addierten.

Das Siegerteam des Solar Decathlon 2007 von der TU Darmstadt hatte nach dem Wettbewerb in den USA auch den Hessischen Holzbaupreis 2008, den Bauweltpreis 2009 in der Kategorie Prototypen sowie den studentischen Sonderpreis des DETAIL Preises 2009 gewonnen.

Ansprechpartnerin des Architekten-Teams in Washington DC:
Dipl.-Ing. Caroline Fafflok, mobil 001 - 3474 6323 94
Dipl.-Ing. Martin Zeumer, mobil 0179 - 74 89 746

Jörg Feuck | idw
Weitere Informationen:
http://www.solardecathlon.tu-darmstadt.de/
http://www.tu-darmstadt.de/vorbeischauen/aktuell/solardecathlon_09/

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