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TheoPrax-Preis 2009 für Schwäbisch Gmünder Produktgestalter

02.12.2009
Funktionale Kleidung für den OP

Für ihre neuartigen OP-Mäntel ist das Projektteam um Prof. Matthias Held mit dem TheoPrax-Preis 2009 in der Kategorie "Hochschule" ausgezeichnet worden. Bei diesem bundesweiten, fachübergreifenden Wettbewerb werden herausragende Projektarbeiten mit besonderer gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Relevanz prämiert.

Die von zehn Studierenden im 4. Semester Produktgestaltung durchgeführte Arbeit überzeugt die Jury vor allem auch durch den hohen Nutzen und die Anwendbarkeit. Mittlerweile wurden fünf auf den Ergebnissen basierende internationale Patente angemeldet.

Bei dem von der TheoPrax-Stiftung ausgelobten Preis geht es insbesondere darum, die Lernmotivation und Lernerfolg durch innovative, Theorie und Praxis verbindende Lernmethoden zu fördern. Am nachhaltigsten lässt sich dies in der Konzeption und Umsetzung realer Aufgabenstellungen erzielen, so wie sie bei öffentlichen Einrichtungen, Institutionen oder Wirtschaftsunternehmen tagtäglich anfallen.

Das nun mit dem TheoPrax-Preis 2009 ausgezeichnete Studienprojekt entstand in enger Zusammenarbeit mit der Paul Hartmann AG in Heidenheim, mit der die Hochschule seit längerem erfolgreich an gemeinsamen Projekten arbeitet. Ein Team des Projektpartners um den Marketing-Experten Stefan Häussler stand den Studierenden in allen Konzeptstadien mit fachlichen Informationen zur Seite. Der tiefe Einblick in Marketing- und Vertriebsfragen ermöglichte es ihnen, in größeren unternehmerischen Zusammenhängen zu denken und zu planen. Für die Umsetzung ihres Projekts betrieben die Studierenden intensive Recherchen, Beobachtungen und Untersuchungen in Kliniken, befragten Klinik- und OP-Personal nach den Erfordernissen ihrer Arbeitskleidung und führten anschließende Produkttests durch.

OP-Kleidung wird häufig über Stunden hinweg getragen und sollte daher funktional in Schnitt und Material, resistent gegenüber Flüssigkeiten, gleichzeitig bequem und atmungsaktiv sein. Das Studententeam der HfG Schwäbisch Gmünd entwickelte verschiedene Entwürfe, die sich in punkto Tragekomfort von bislang erhältlicher OP-Kleidung abheben. Die Mäntel sind beispielsweise im Schnitt so gehalten, dass man sie ohne fremde Hilfe ganz leicht anziehen und auch in der Länge und Weite bequem regulieren kann. In der Produktion wie auch in der Logistik der Kliniken bedeutet dies eine klare Kostenersparnis, denn es werden weniger unterschiedliche Größen benötigt.

Der Bereich Life Sciences wird an der HfG Schwäbisch Gmünd seit längerem kontinuierlich ausgebaut. Unter Einsatz gestalterischer Methoden und Strategien beschäftigen sich Studien- oder Abschlussarbeiten mit Themen aus dem medizintechnischen Umfeld, einem Schwerpunkt, den Prof. Matthias Held sehr forciert. Seit 2006 ist er Professor im Studiengang Produktgestaltung an der HfG Schwäbisch Gmünd und Mitglied des 2008 gegründeten Instituts für Angewandte Forschung.

Ingrid Scholz | idw
Weitere Informationen:
http://www.hfg-gmuend.de

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