Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Team der Zeppelin Universität gewinnt "Postbank Finance Award"

29.06.2009
Ein studentisches Team der Zeppelin Universität (ZU) um Professor Dr. Marcel Tyrell hat den "Postbank Finance Award", den höchstdotierten deutschen Hochschulpreis, gewonnen. Ausgezeichnet wurden ihre Forschungsarbeiten zum Thema "Lehren aus der Finanzkrise". Der Preis wurde ihnen am Freitag bei einem Festakt in Bonn überreicht.

Riesenfreude deshalb auch bei den frischgebackenen Preisträgern, den ZU-Studierenden Joel Brückel, Johannes Burkhardt, Felix Hildebrandt, Andreas Rapp, Jan Tilly und ihrem Betreuer Prof. Marcel Tyrell, Leiter des Buchanan Instituts für Finanz- und Unternehmerwissenschaften an der ZU. Gewürdigt wurde mit dem Preis ihre Arbeit "Good Money, Bad Money - Ein Vergleich der staatlichen Rettungspakete für den Finanzsektor in der Krise 2008".

Sie vergleichen darin die staatlichen Rettungspakete der USA, Großbritanniens und Deutschlands im Jahr 2008 und wagten eine vorläufige Bewertung auf wissenschaftlicher Grundlage: Die Eigenkapitalspritzen der britischen und der US-Regierung verhinderten das Risiko von Bankenausfällen wirksamer als das deutsche Bürgschafts-Modell. Die USA konnten mit ihren Eingriffen in die Unternehmensführung der Banken die Aktienkurse positiver beeinflussen als Großbritannien, das auch die vollständige Verstaatlichung von Banken praktiziert hat.

"Ein toller Erfolg für die Studierenden", freute sich Marcel Tyrell für das gesamte Team, "man sieht: Wissenschaft zahlt sich aus." Schließlich ist der Preis mit 10 000 Euro dotiert, die je zur Hälfte den Studierenden selbst und dem beteiligten Lehrstuhl zugute kommen. "Dieser Erfolg der Studierenden könnte in Zeiten der Finanzmarktkrise ein Beleg für unseren breiteren Bildungsansatz zwischen Wirtschaft, Kultur und Politik sein", freut sich auch ZU-Präsident Prof. Dr. Stephan A. Jansen, der gleichzeitig persönlicher Berater des Bundesfinanzministers ist, mit dem Team. Und das Team erhielt noch eine weitere Auszeichnung: Es gewann zudem den erstmals in diesem Jahr von der F.A.Z. ausgelobten "Finance Essay Award". Dabei kommt es darauf an, die wissenschaftlichen Ergebnisse knapp und allgemeinverständlich zu präsentieren.

Insgesamt 38 studentische Teams von 26 Universitäten und Fachhochschulen aus Deutschland und Österreich hatten sich in den vergangenen acht Monaten der vom Preisstifter Postbank vorgegebenen Aufgabe gestellt, "Lehren aus der Finanzkrise" zu formulieren. "Die Teams haben zum Teil echte Pionierarbeit geleistet", sagte Stefan Jütte, Vorstand Kredit der Deutschen Postbank AG und Schirmherr des Wettbewerbs bei der Preisverleihung. "In einem wissenschaftlich noch wenig erforschten und zugleich politisch umstrittenen Feld haben sie methodisch gerechtfertigte Erkenntnisse gewonnen, wie künftige Krisen eingedämmt oder zumindest besser bewältigt werden können. Die Studentinnen und Studenten haben bewiesen, dass sie etwas bewegen wollen und dass auch wir von ihnen und von ihrer Kreativität etwas lernen können". Insgesamt wurden mit dem "Postbank Finance Award" drei Preisträger ausgezeichnet - neben der ZU, die den dritten Preis erhielt, auch Teams von der Technischen Universität Darmstadt und Universität Karlsruhe, die sich gemseinsam den ersten Preis mit einem jeweiligen Preisgeld von 30 000 Euro teilten.

Ausgewählt wurden die Preisträger von einer siebenköpfigen Jury aus Wirtschaft, Wissenschaft und Medien. Den Vorsitz hatte Prof. Dr. Dr. h.c. Günter Franke von der Universität Konstanz. Weitere Juroren sind unter anderen Prof. Dr. Horst W. Opaschowski, Zukunftswissenschaftler und Berater für Wirtschaft und Politik, Prof. Dr. Udo Steffens, Präsident und Vorsitzender des Vorstands der Frankfurt School of Finance & Management, und Prof. Dr. Beatrice Weder di Mauro, Universität Mainz; Inhaberin des Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftspolitik und Internationale Makroökonomik an der Universität Mainz sowie Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.

Der "Postbank Finance Award" wird seit 2003 jährlich ausgeschrieben. Zu den bisherigen Preisträgern gehörten so renommierte Universitäten wie die Humboldt-Universität zu Berlin, die Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, die Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und die Universität zu Köln. Ziel ist des Wettbewerbes ist es, unter dem Motto "Zukunft verstehen - Zukunft gestalten" innovative und wissenschaftlich fundierte Antworten auf aktuelle finanzwirtschaftliche Fragen zu fördern. Durch den Award will die Postbank den teilnehmenden Studierenden darüber hinaus Anregung und Hilfestellung für die weitere Studien- und Karriereplanung bieten.

Rainer Böhme | idw
Weitere Informationen:
http://www.zeppelin-university.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Rudolf-Virchow-Preis 2017 – wegweisende Forschung zu einer seltenen Form des Hodgkin-Lymphoms
23.06.2017 | Deutsche Gesellschaft für Pathologie e.V.

nachricht Repairon erhält Finanzierung für die Entwicklung künstlicher Herzmuskelgewebe
23.06.2017 | Deutsches Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften