Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Südwestmetall-Förderpreis für Psychologin Katrin Claßen

26.04.2013
Auszeichnung für Dissertation zur Technikakzeptanz bei Senioren

Für ihre Dissertation zum Thema Technikakzeptanz bei Senioren ist die Psychologin Dr. Katrin Claßen von der Universität Heidelberg mit dem Südwestmetall-Förderpreis für den wissenschaftlichen Nachwuchs 2013 ausgezeichnet worden.

Katrin Claßen arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung für Psychologische Alternsforschung des Psychologischen Instituts. In ihrer Doktorarbeit untersuchte sie, welcher Zusammenhang zwischen psychologischen Aspekten und der Bewertung von Technik durch Menschen im höheren Lebensalter besteht. Mit dem mit 5.000 Euro dotierten Förderpreis zeichnete der Verband der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg e.V. zehn herausragende Nachwuchswissenschaftler der Landesuniverstäten aus.

Katrin Claßen (Jahrgang 1981) studierte an der Ruperto Carola Psychologie. Nach ihrem Diplom arbeitete sie in der Abteilung für Psychologische Alternsforschung im Projekt BETAGT, in dem neue Technologien von Bewohnern und Mitarbeitern in einer Pflegeeinrichtung bewertet wurden. Im Dezember 2012 wurde sie im Fach Psychologie promoviert. Seit Beginn des Jahres ist Dr. Claßen wissenschaftliche Mitarbeiterin im europäischen Forschungsprojekt INNOVAGE, das sich mit Bewegungsförderung in der Langzeitpflege beschäftigt. Sie absolviert zudem am Zentrum für Psychologische Psychotherapie der Universität Heidelberg eine Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin in kognitiver Verhaltenstherapie.

In ihrer mit „summa cum laude“ bewerteten Dissertation beleuchtete Katrin Claßen den Zusammenhang zwischen psychologischen Faktoren und der Akzeptanz von Technik im fortgeschrittenen Lebensalter. Bei den Teilnehmern der Studie im Alter von 60 bis 99 Jahren zeigten sich Unterschiede zwischen älteren und jüngeren Probanden vor allem in der Frage, wie leicht oder schwer ihnen die Nutzung von Technik fiel, wobei die jüngeren Probanden in diesem Punkt weniger Probleme sahen. „Die Ergebnisse meiner Untersuchungen zeigen, dass die Beziehung Älterer zu Technik nicht so eindimensional ist, wie es das weitläufige Vorurteil, dass Ältere Technik gegenüber generell abgeneigt seien und mit dieser nicht umgehen könnten, vermuten lässt“, erklärt Dr. Claßen.

Mit den Südwestmetall-Förderpreisen zeichnet der Verband der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg jährlich herausragende Arbeiten von Nachwuchswissenschaftlern aus, die für die industrielle Arbeitswelt oder deren sozialpolitische Rahmenbedingungen von Bedeutung sind. Die Preise werden auf Vorschlag der neun Universitäten des Landes Baden-Württemberg vergeben. Die Preisverleihung fand am 25. April an der Universität Freiburg statt.

Hinweis an die Redaktionen:
Digitales Bildmaterial ist über die Pressestelle erhältlich.

Kontakt:
Dr. Katrin Claßen
Psychologisches Institut
Telefon (06221) 54-8153
Katrin.classen@psychologie.uni-heidelberg.de

Marietta Fuhrmann-Koch | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-heidelberg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro
24.03.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro
24.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise