Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Suche nach neuen Wegen zur Behandlung schwerer Lebererkrankungen

20.12.2012
EU fördert hepatologische Spitzenforschung am Oberrhein mit einer Million Euro.

Die Leberforschung am Oberrhein wird von der Europäischen Union über die nächsten drei Jahre mit einer Million Euro gefördert. Die Mittel für das Projekt „Hepatologische Spitzenforschung am Oberrhein“ stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (Interreg Oberrhein).

Das von der Universitätsklinik Freiburg und der Universität Straßburg unter Beteiligung des Universitätsspitals Basel und anderer Kliniken in der Region getragene Projekt soll die grenzüberschreitende Forschung insbesondere im Bereich der Virushepatitis voranbringen. Mehr als 600 Millionen Menschen sind weltweit mit dem Hepatitis B oder C Virus infiziert; in der Region ist etwa 1% der Bevölkerung betroffen. Bei der Mehrzahl der Patienten entstehen durch die chronische Virushepatitis keine hochgradigen Leberschäden.

Bei etwa 30% der Patienten kommt es im Laufe mehrerer Jahrzehnte jedoch zu einer fortschreitenden Leberzerstörung (Leberzirrhose) bis hin zu einem Lebertumor. Häufig benötigen diese Patienten dann eine Lebertransplantation.

Im Rahmen des aktuellen Projekts sollen neue Strategien zur Impfung gegen Hepatitis C sowie neue Therapien der Hepatitis B, C und bei Lebertumoren entwickelt werden. Damit wird die Grundlagenforschung am Oberrhein gestärkt. Gleichzeitig wird eine optimale Betreuung von Patienten mit Lebererkrankungen am Oberrhein sichergestellt, da zahlreiche gemeinsame Informations- und Fortbildungsveranstaltungen für Patienten, Ärzte und Wissenschaftler angeboten werden.

Die Forschungsteams in Freiburg und Straßburg unter Leitung von Herrn Prof. Dr. Robert Thimme, Leitender Oberarzt in der Abteilung für Gastroenterologie, Hepatologie, Endokrinologie und Infektiologie am Universitätsklinikum Freiburg, und Prof. Dr. Thomas Baumert. Direktor des Instituts für Virologie an der Universität Straßburg, zeichneten sich bereits in der Vergangenheit durch international hochkarätige Forschung im Bereich der Lebererkrankungen aus.

Neben der Förderung durch die Europäische Union wird das Forschungsteam in Freiburg auch durch die deutsche Exzellenzinitiative sowie über das Heisenberg- und das Emmy-Noether Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Zudem besteht über eine DFG-geförderte Forschergruppe eine enge nationale Zusammenarbeit mit der Universität Heidelberg. „Zusätzlich zu dieser bereits bestehenden Unterstützung “, so Prof. Thimme, „bedeutet die jetzt bewilligte Förderung durch die Europäische Union eine wesentliche Stärkung der Spitzenforschung im Bereich von Lebererkrankungen in der Region am Oberrhein.“

Kontakt:
Prof. Dr. Robert Thimme
Abteilung für Gastroenterologie, Hepatologie, Endokrinologie und Infektiologie
Universitätsklinikum Freiburg
Tel.: +49-761-270-32800
Fax:+49-761-270-37250
E-Mail: robert.thimme@uniklinik-freiburg.de

Doreen Winkler | idw
Weitere Informationen:
http://www.uniklinik-freiburg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus
23.02.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Eine Milliarde Euro für die Hochschulmedizin
17.02.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie