Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Studierende der Hochschule Karlsruhe präsentieren einen selbst konstruierten Rennwagen

25.05.2012
Studierende der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft präsentieren einen selbst konstruierten Rennwagen – erstmals mit Monocoque-Karosserie
Teilnahme an den studentischen Konstruktionswettbewerben der „Formula Student“ auf dem Hockenheimring sowie in Spanien geplant

Nach der erfolgreichen Saison im Vorjahr startete das Team High Speed Karlsruhe im Oktober hoch motiviert in das neue Projekt. Insgesamt 44 Studierende aus Fahrzeugtechnologie, Mechatronik, Maschinenbau, Elektrotechnik, Informatik, Wirtschaftsingenieurwesen und erstmals International Management machten sich daran, einen neuen Rennwagen zu entwickeln und zu bauen.

Nach der Konstruktions- und Fertigungsphase war es dann am gestrigen Donnerstag, 24. Mai 2012, soweit: Das Team High Speed Karlsruhe konnte beim „Rollout“ den neuen Rennwagen erstmals öffentlich präsentieren.
Mit diesem Fahrzeug werden die Studierenden der Hochschule Karlsruhe am Konstruktionswettbewerb „Formula Student Germany“ im kommenden August auf dem Hockenheimring an den Start gehen und gegen andere studentische Teams aus aller Welt antreten. Wie im Vorjahr ist auch wieder eine Teilnahme am internationalen Wettbewerb der Formula Student in Spanien auf der Formel-1-Strecke von Barcelona geplant.

Der Wettbewerb, in Deutschland veranstaltet vom Verein Deutscher Ingenieure (VDI), will Nachwuchsingenieuren die Chance geben, das im Studium Erlernte unter realen Bedingungen umzusetzen und somit Praxiserfahrung zu sammeln.

Die Wettbewerbsaufgabe besteht darin, einen Rennwagen herzustellen, der für eine fiktive Produktion in Kleinserie geeignet ist.

Dafür ist nicht nur die Schnelligkeit des Wagens entscheidend. Bewertet wird das Gesamtkonzept, zu dem auch Beschleunigungs- und Bremsleistung sowie Konstruktion, Handling, Gewicht und die kalkulierten Produktionskosten zählen.

Um ein gutes Ergebnis im Wettbewerb zu erzielen, gilt es für die Studierenden, einen schnellen, wendigen, sicheren, zuverlässigen und innovativen Rennwagen zu entwickeln. Um all diese Ziele zu erreichen, war eine genaue Planung und Koordination des Projektes nötig.

Dies umfasst nicht nur Konstruktion und Bau des Rennwagens, sondern auch Marketing und Finanzplanung. Selbstverständlich sind dabei viele ingenieurspezifische Fähigkeiten gefragt, um die Konzepte der Vorgängermodelle weiterzuentwickeln und zu verbessern.

Erstmals konnte eine selbst tragende Monocoque-Karosserie aus Carbon, also aus Kohlefaserverbundwerkstoff (CFK) entwickelt werden, die für höhere Fahrwerkssteifigkeit und einen tieferen Schwerpunkt sorgt. Für die Gestaltung der CFK-Struktur wurden virtuelle Simulationen genutzt, die zum endgültigen Aufbau der einzelnen Lagen führte. Die Validierung der Simulationen erfolgte durch verschiedene Testreihen.

Ansonsten bleibt das Team High Speed Karlsruhe mit der Entwicklung eines Rennwagens mit Verbrennungsmotor seiner Tradition treu. Erneut kommt ein Motorradmotor mit einem Hubraum von 600 ccm zum Einsatz, der mit über 90 PS für die nötige Antriebskraft sorgt. Durch die ausgiebige Überarbeitung von Ergonomie und Sitzposition konnte der gesamte Rennwagen im Vergleich zum Vorjahr um 50 mm flacher gebaut werden. Dadurch ließen sich auch Schwerpunkt und Bodenfreiheit des Boliden optimieren.

An die Erfolge im vergangen Jahr, beispielsweise den dritten Platz in Sachen Businessplan in Hockenheim oder den Sieg im Ausdauer-Rennen in Spanien, möchten die Studierenden dieses Jahr anknüpfen und nach Möglichkeit Platzierungen unter den Top 10 erreichen. Nach dem heutigen Rollout des F-106 ist das Team nun in gespannter Vorfreude auf den ersten Wettbewerb im August auf dem Hockenheimring. „Trotz der stressigen Zeit gerade kurz vor der heutigen Präsentation sind wir alle im Team hoch motiviert und stolz auf das Ergebnis langer Arbeit“, so Projektleiter Mathias Kneuker, der im 4. Semester Fahrzeugtechnologie studiert. „Aber gerade in den arbeitsintensivsten Phasen ist das Team immer enger zusammengewachsen. Durch die Projektarbeit gerade mit Studierenden aus verschiedenen Fachrichtungen kann man sehr viel lernen und das im Studium Erlernte, egal ob technisch oder wirtschaftlich, in die Praxis umsetzen.“

Das Projekt gibt Studierenden verschiedenster Fachrichtungen Gelegenheit, ihre eigenen innovativen Ideen umzusetzen. Das Resultat ihrer Anstrengungen ist am vorgestellten Rennwagen gut ablesbar.

„Die Kombination aus hoher Qualität und ausgeprägtem Praxisbezug steht für unser Ausbildungskonzept“, betont Rektor Prof. Dr. Karl-Heinz Meisel, „und der jetzt vorgestellte selbst konstruierte und gebaute Rennwagen ist ein ausgezeichneter Beleg dafür.“

Holger Gust | idw
Weitere Informationen:
http://www.hs-karlsruhe.de/hochschule/aktuelles/presse/rollout-formula-student.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Periimplantitis: BMBF fördert zahnärztliches Verbund-Projekt mit 1,1 Millionen Euro
21.02.2018 | Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

nachricht Eva Luise Köhler Forschungspreis für Seltene Erkrankungen 2018 für Tübinger Neurowissenschaftler
21.02.2018 | Universitätsklinikum Heidelberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorstoß ins Innere der Atome

Mit Hilfe einer neuen Lasertechnologie haben es Physiker vom Labor für Attosekundenphysik der LMU und des MPQ geschafft, Attosekunden-Lichtblitze mit hoher Intensität und Photonenenergie zu produzieren. Damit konnten sie erstmals die Interaktion mehrere Photonen in einem Attosekundenpuls mit Elektronen aus einer inneren atomaren Schale beobachten konnten.

Wer die ultraschnelle Bewegung von Elektronen in inneren atomaren Schalen beobachten möchte, der benötigt ultrakurze und intensive Lichtblitze bei genügend...

Im Focus: Attoseconds break into atomic interior

A newly developed laser technology has enabled physicists in the Laboratory for Attosecond Physics (jointly run by LMU Munich and the Max Planck Institute of Quantum Optics) to generate attosecond bursts of high-energy photons of unprecedented intensity. This has made it possible to observe the interaction of multiple photons in a single such pulse with electrons in the inner orbital shell of an atom.

In order to observe the ultrafast electron motion in the inner shells of atoms with short light pulses, the pulses must not only be ultrashort, but very...

Im Focus: Good vibrations feel the force

Eine Gruppe von Forschern um Andrea Cavalleri am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) in Hamburg hat eine Methode demonstriert, die es erlaubt die interatomaren Kräfte eines Festkörpers detailliert auszumessen. Ihr Artikel Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, nun online in Nature veröffentlich, erläutert, wie Terahertz-Laserpulse die Atome eines Festkörpers zu extrem hohen Auslenkungen treiben können.

Die zeitaufgelöste Messung der sehr unkonventionellen atomaren Bewegungen, die einer Anregung mit extrem starken Lichtpulsen folgen, ermöglichte es der...

Im Focus: Good vibrations feel the force

A group of researchers led by Andrea Cavalleri at the Max Planck Institute for Structure and Dynamics of Matter (MPSD) in Hamburg has demonstrated a new method enabling precise measurements of the interatomic forces that hold crystalline solids together. The paper Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, published online in Nature, explains how a terahertz-frequency laser pulse can drive very large deformations of the crystal.

By measuring the highly unusual atomic trajectories under extreme electromagnetic transients, the MPSD group could reconstruct how rigid the atomic bonds are...

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Von festen Körpern und Philosophen

23.02.2018 | Veranstaltungen

Spannungsfeld Elektromobilität

23.02.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vorstoß ins Innere der Atome

23.02.2018 | Physik Astronomie

Wirt oder Gast? Proteomik gibt neue Aufschlüsse über Reaktion von Rifforganismen auf Umweltstress

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Zellen unterschiedlich auf Stress reagieren

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics