Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Studenten als Ideenlieferanten für Airbus

24.10.2008
"Fly Your Ideas"-Kampagne: 30.000 Euro Preisgeld für Gewinner

Um die Zukunft der Luftfahrt grüner zu machen, hat der größte europäische Hersteller Airbus eine neue Ideenkampagne gestartet. Unter dem Titel "Fly Your Ideas" sind jetzt College- und Universitätsstudenten im Master- oder PhD-Studiengang aller Disziplinen dazu aufgerufen, Konzepte für die Zukunft der Luftfahrt zu präsentieren.

Erlaubt sind dabei sowohl Ideen über neue Materialien als auch Prozesse, Produkte, Flugzeug-Innenraumgestaltung, logistische Ansatzpunkte und operative Lösungen. Der Hauptgewinn beträgt 30.000 Euro. Der Gewinner wird bei der Le Bourget Airshow im Juni 2009 präsentiert.

"Der Fly Your Ideas-Wettbewerb gibt den Studenten die Möglichkeit mit Airbus zu arbeiten. Zusammen können wir frische und innovative Ideen teilen und damit die Zukunft der Luftfahrt gestalten", so Tom Enders, Präsident und CEO von Airbus. Der erste Preis, der nach verschiedenen vorhergehenden Zwischenrunden ausgewählt wird, wird an denjenigen vergeben, dessen Ideen das größte Potenzial für Verbesserungen hat.

"Als ökologisch orientiertes Unternehmen nimmt Airbus durch seine Förderung und Bereitstellung verantwortungsvoller Lösungen eine führende Position ein," meint Patrick Gavin, Executive Vice President Engineering und Schirmherr des Wettbewerbs. "Fly Your Ideas" ziele darauf ab, neue Sichtweisen und Ideen bereits in den frühen Phasen der langfristigen technologischen Entwicklungsarbeit zu berücksichtigen. "Wir setzen uns für die Entwicklung neuer Technologien ein, um sicherzustellen, dass der Luftverkehr eine ökologisch effiziente Transportform bleibt und wirtschaftlichen Nutzen mit immer geringeren Umweltfolgen bringt."

Erst Anfang des Jahres haben Airbus und andere große Luftfahrtindustrieunternehmer Europas gemeinsam mit der EU die Clean-Sky-Initiative ins Leben gerufen. Zu dessen Zielen gehören zum Beispiel die Verringerung der CO2-Emissionen sowie der Stickoxide um je 40 Prozent.

Neue Technologien sollen die Flugzeuge der Zukunft außerdem um 20 Dezibel leiser machen. Dass das ein schwieriges Unterfangen ist, bestätigt der Experte Andreas Geisler von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG gegenüber pressetext. Mit vielen Technologien sei man an bereits die Grenzen gestoßen. "Konkret geht es um eine komplette Überarbeitung der Bereiche Rumpf, Flügel und Triebwerke", erklärt der Experte. Man könne davon ausgehen, dass das Flugzeug der Zukunft nicht so aussehen werde, wie Flugzeuge heute aussehen. "Um diese Schritte einzuleiten, wurde die Initiative ins Leben gerufen."

Wenn eine neue Flugzeug-Generation entwickelt wird, könne man davon ausgehen, dass ein neues Flugzeug um rund 15 Prozent weniger Treibstoff verbraucht als das Vorgängermodell. "Boeing berichtet sogar davon, dass der Dreamliner 787 um 20 Prozent weniger Kerosin verbraucht als die Generation Boeing 767."

Technische Probleme haben die Produktion des Dreamliners, der zu großen Teilen aus Verbundstoffen besteht, bisher verzögert. Das Dreamliner-Pendant aus dem Hause Airbus - der A350 - dessen Launch mehrmals verzögert wurde, hat bereits mehrfache große technische Änderungen hinter sich. Im Juli 2006 wurde eine grundsätzlich überarbeitete Version bei der Luftfahrtmesse in Farnborough vorgestellt worden.

Er erhielt die Bezeichnung A350 XWB und sollte eine vollständige Neuentwicklung sein, womit die ursprünglichen A350-Planungen fast vollständig verworfen wurden. Die Daten des mittelgroßen (270 bis 300 Sitzplätze) Langstreckenjets klingen viel versprechend: Er soll um 25 Prozent effektiver als die B777 und pro Sitz um zwei Prozent treibstoffsparender als der Dreamliner sein. Erstflug für die erste Version ist 2013/14 geplant.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.airbus-fyi.com
http://www.cleansky.eu
http://www.ffg.at

Weitere Berichte zu: A350 Airbus Boeing Dreamliner Fly Your Ideas Gewinner Ideenkampagne Ideenlieferanten Luftfahrt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Forschungspreis „Transformative Wissenschaft 2018“ ausgelobt
16.02.2018 | Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH

nachricht Preis der DPG für superpräzisen 3-D-Laserdruck aus Karlsruhe
14.02.2018 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Im Focus: In best circles: First integrated circuit from self-assembled polymer

For the first time, a team of researchers at the Max-Planck Institute (MPI) for Polymer Research in Mainz, Germany, has succeeded in making an integrated circuit (IC) from just a monolayer of a semiconducting polymer via a bottom-up, self-assembly approach.

In the self-assembly process, the semiconducting polymer arranges itself into an ordered monolayer in a transistor. The transistors are binary switches used...

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Im Focus: Quantenbits per Licht übertragen

Physiker aus Princeton, Konstanz und Maryland koppeln Quantenbits und Licht

Der Quantencomputer rückt näher: Neue Forschungsergebnisse zeigen das Potenzial von Licht als Medium, um Informationen zwischen sogenannten Quantenbits...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

Aachener Optiktage: Expertenwissen in zwei Konferenzen für die Glas- und Kunststoffoptikfertigung

19.02.2018 | Veranstaltungen

Konferenz "Die Mobilität von morgen gestalten"

19.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Highlight der Halbleiter-Forschung

20.02.2018 | Physik Astronomie

Wie verbessert man die Nahtqualität lasergeschweißter Textilien?

20.02.2018 | Materialwissenschaften

Der Bluthochdruckschalter in der Nebenniere

20.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics