Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Student der Fachhochschule Lübeck erhielt DECHEMA-Auszeichnung

05.07.2011
Dustin Dinse ist Absolvent des Studiengangs Chemieingenieurwesen der Fachhochschule Lübeck. Er hat sein Studium im Wintersemester 2010/ 2011 abgeschlossen und ist mit seiner Diplomarbeit einer von sieben Studierenden aus dem gesamten Bundesgebiet, die von der DECHEMA mit Preisen der Max-Buchner-Forschungsstiftung für Technische Chemie an Fachhochschulen ausgezeichnet wurden.

Mit diesem Fachhochschulpreis werden jährlich die besten Diplom-, Master- und Bachelorarbeiten der Fachrichtungen Chemietechnik und Biotechnologie an Fachhochschulen und Gesamthochschulen geehrt.

Die DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V. ist eine gemeinnützige Fachgesellschaft, der über 5.500 NaturwissenschaftlerInnen, IngenieurInnen, Firmen, Organisationen und Institute als Mitglieder angehören. Sie verfolgt u.a. das Ziel, Forschung und Entwicklung in Chemischer Technik und Biotechnologie zu fördern und zu begleiten. Die Beurteilungskriterien für die Prämierung der Arbeiten sind die Umsetzung ingenieurwissenschaftlicher Grundlagenkenntnisse in die Praxis, experimentelles Geschick sowie die Interpretation der Ergebnisse.

Dustin Dinse hat seine Abschlussarbeit am Dr. Robert-Murjahn-Institut in Ober-Ramstadt durchgeführt. Darin befasste er sich mit den “Mechanismen der Auswaschung aus Beschichtungsstoffen“.

Algen und Pilze zählen zu den ältesten Lebewesen der Erde, die sich mit geringen Mengen an Nährstoffen und Wasser für ihr Wachstum begnügen. Bei feuchtem Mikroklima besiedeln sie Oberflächen und Fassaden. Die wirkungsvollste Art den mikrobiellen Befall zu verhindern, stellen Fassadenbeschichtungen mit bioziden Wirkstoffen dar. Die Biozide sind lipophil und somit in Wasser schwer löslich. Trotzdem wird bei jedem Niederschlag eine geringe Menge der Biozide aus der Fassade gewaschen. Ziel der Diplomarbeit war es, die grundsätzlichen Vorgänge und Mechanismen der Auswaschung von Bioziden aus Fassadenbeschichtungen mit Modellsubstanzen aufzuklären, um Beschichtungen optimieren zu können.

Dazu wurden in der Arbeit diverse Farbstoffe als Modellsubstanzen im Labor getestet und diese um Freibewitterungsexperimente ergänzt. Mit den gewonnenen Labordaten konnten die Parameter für die Berechnung des Auswaschvorganges angepasst werden. Durch die Ergebnisse der numerischen Simulationen wurde der Einfluss der Diffusionskoeffizienten und Einfluss der Verteilungskoeffizienten aufgezeigt und die Einsatzmöglichkeit der zu Grunde liegenden Modelle nachgewiesen. Die Modellsimulationen ermöglichen es, zukünftig die aufwändigen Messungen durch Berechnungen zu ersetzen.

Besondere Aufmerksamkeit bei der Diplomarbeit verdient die gelungene Kombination von praktischer Messung mit der rechnerischen Auswertung und Umsetzung in die Modellsimulation. Die Erkenntnisse wurden dabei im Hinblick auf Molekülstrukturen und physikalisch-chemische Parameter sinnvoll diskutiert.

Die Arbeit beinhaltet das Potential, erforderliche Beschichtungen schneller und einfacher zu optimieren, damit sie für den Oberflächenschutz so viel Biozide wie nötig, und im Interesse der Umwelt so wenig Biozide wie möglich enthalten. Die in der Diplomarbeit erreichten Ergebnisse und Berechnungen bilden eine wesentliche Grundlage für diese Chance der Beschichtungsoptimierung.

Frank Mindt | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-luebeck.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus
23.02.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Eine Milliarde Euro für die Hochschulmedizin
17.02.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie