Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Stipendienprogramm der Stiftung Darmerkrankungen 2010

25.11.2009
Ausbildungsförderung für mindestens zehn Morbus Crohn-Patienten im
Gesamtwert von 100.000 Euro

„Ich möchte in Zukunft mehr Führungsaufgaben übernehmen. Das Stipendium der Stiftung Darmerkrankungen hat es mir ermöglicht, dass dieser Wunsch bald in Erfüllung gehen kann“, sagt Claudia D. aus Hannover.

Die 25-Jährige ist gelernte Bürokauffrau und hat die Ausbildung dazu im Jahr 2006 mit der Note ‚sehr gut‘ abgeschlossen. Im gleichen Jahr jedoch wurde die Diagnose chronisch entzündliche Darmerkrankung (CED) gestellt. Doch davon ließ sich die ehrgeizige junge Frau nicht entmutigen. Um ihre beruflichen Ziele auch mit CED weiter zu verfolgen, bewarb sie sich im Jahr 2009 erfolgreich um das Stipendienprogramm „Lernen fürs Leben auch mit Colitis ulcerosa“ der Stiftung Darmerkrankungen, mit dem sie sich eine Weiterbildung finanzieren konnte.

Auch im nächsten Jahr stellt die Stiftung Darmerkrankungen im Rahmen des Programms „Lernen fürs Leben auch mit Morbus Crohn“ wieder Stipendien mit einem Gesamtwert von 100.000 Euro zur Verfügung. Es werden mindestens zehn Stipendien vergeben und die individuelle Fördersumme kann dabei maximal 10.000 Euro betragen. Das Stipendienprogramm der Stiftung Darmerkrankungen 2010 wird vom Gesundheitsunternehmen Abbott unterstützt.

„Chronisch entzündliche Darmerkrankungen bedeuten für die häufig jungen Betroffenen Einschränkungen im täglichen Leben, so auch in Schule, Ausbildung, Beruf oder Studium. Doch es gibt viele, die trotz dieser Erkrankungen nicht aufgeben, sondern sich weiter entwickeln möchten. Das verdient große Anerkennung, weshalb wir uns dafür einsetzen, diese Menschen in ihrem Vorhaben zu unterstützen“, sagt Wulff-Erik von Borcke, Geschäftsführer des Gesundheitsunternehmens Abbott.

2010 richtet es sich speziell an Menschen zwischen 18 und 35 Jahren mit der chronisch entzündlichen Darmerkrankung Morbus Crohn. Gefördert werden individuelle, konkrete Aus- und Weiterbildungsvorhaben in allen Bereichen, unabhängig davon, ob sich die Bewerber in der Schul- oder Berufsausbildung, im Studium oder im Beruf befinden. Denn die Stiftung Darmerkrankungen verfolgt nicht nur das Ziel, die CED-Grundlagenforschung dauerhaft zu sichern, sondern auch, junge Menschen mit chronisch entzündlicher Darmerkrankung in ihrer Ausbildung zu fördern.

Die finanzielle Unterstützung soll den Stipendiaten dabei helfen, Ausgaben wie Studiengebühren, Kosten für Kurse und Seminare, Repetitorien oder Lehrmaterial abzudecken. Die Fördersumme kann auch für Auslandsaufenthalte bzw. Auslandssemester zur Weiterqualifizierung oder wohnortferne Aus- und Weiterbildungs¬maßnahmen durch monatliche Stipendien verwendet werden. „Das Fördergeld hat mir eine Weiterbildung zur Bilanzbuchhalterin ermöglicht“, sagt Frau D.. „So kann ich bald mehr Aufgaben im Bereich Controlling und Personalführung übernehmen.“

Wie man ein Stipendium erlangen kann
Interessierte Bewerber werden um ein formloses Anschreiben gebeten, in dem sie ihre Motivation erläutern. Außerdem sollten sie eine Projektskizze erstellen, aus der hervorgeht, wie das Stipendium sie in ihrer Ausbildung voranbringen könnte und wofür die finanzielle Unterstützung benötigt wird. Zu den Bewerbungsunterlagen zählen außerdem ein tabellarischer Lebenslauf und ein ausgefüllter Bewerbungsbogen, der auf der Internetseite www.stiftung-darmerkrankungen.de zum Download bereitsteht. Darüber hinaus ist eine Bescheinigung des behandelnden Facharztes über die Morbus Crohn-Erkrankung erforderlich. Bewerbungsschluss ist der 31. März 2010.

Unter den eingegangenen Bewerbungen wählt ein Kuratorium unter dem Vorsitz von Dietrich Austermann, Minister a.D., die Stipendiaten aus. Die offizielle Übergabe der Stipendien erfolgt dann im Rahmen eines Stiftungsfests im Herbst 2010. Die Stiftung Darmerkrankungen betreut die Stipendiaten während der Programmzeit und fördert deren Kontakt untereinander. So können Erfahrungen ausgetauscht werden und Kontakte zu anderen Betroffenen geknüpft werden, die trotz ihrer chronisch entzündlichen Darmerkrankung ihr Leben in die Hand nehmen. So wie Claudia Anna D.. Ihr Fazit: „Ich kann nur allen Menschen mit Morbus Crohn raten, es einfach zu versuchen und sich zu bewerben. So werden Wünsche wahr.“

Mehr Informationen sowie der Bewerbungsbogen und die Richtlinien zur Vergabe der Stipendien können unter www.stiftung-darmerkrankungen.de heruntergeladen werden.

Über die Stiftung Darmerkrankungen
Die Stiftung Darmerkrankungen wurde 2007 von renommierten, auf chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED) spezialisierten Gastroenterologen und Forschern gegründet. Die Stifter reagierten damit auf spezifische Bedürfnisse von Betroffenen und der Wissenschaft, die ihnen tagtäglich bei der Arbeit begegnen.

Zum einen fördert die Stiftung an Colitis ulcerosa und Morbus Crohn erkrankte, junge Menschen in ihrer Aus- und Weiterbildung. Zum anderen möchte die gemeinnützige Organisation langfristig die Ursachenforschung sowie die Entwicklung innovativer Therapien auf dem Gebiet der CED sichern. Darüber hinaus unterstützt die Stiftung Darmerkrankungen öffentlichkeitswirksame Kampagnen, die das Verständnis und die Kenntnisse zu chronisch entzündlichen Darmentzündungen erhöhen.

Die Stiftungsziele werden derzeit mithilfe der Unterstützung von Großspendern für einzelne Förderprogramme umgesetzt. Um selbstständig Projekte realisieren zu können und dauerhaft handlungsfähig zu sein, ist die Stiftung Darmerkrankungen auf Zustiftungen in größerer Zahl angewiesen, so auch auf Beiträge aus der pharmazeutischen Industrie.

KONTAKT

Stiftung Darmerkrankungen
Lange Reihe 29
20099 Hamburg
E-Mail: info@stiftung-darmerkrankungen.de
AGENTURKONTAKT
Weber Shandwick
Bianca Eichner
Opernplatz 2
60313 Frankfurt
Tel: 069-913043-23, Fax: 069-913043-559
Email: BEichner@webershandwick.com

Bianca Eichner | Weber Shandwick
Weitere Informationen:
http://www.stiftung-darmerkrankungen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro
24.03.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro
24.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kleinstmagnete für zukünftige Datenspeicher

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Chemikern der ETH Zürich hat eine neue Methode entwickelt, um eine Oberfläche mit einzelnen magnetisierbaren Atomen zu bestücken. Interessant ist dies insbesondere für die Entwicklung neuartiger winziger Datenträger.

Die Idee ist faszinierend: Auf kleinstem Platz könnten riesige Datenmengen gespeichert werden, wenn man für eine Informationseinheit (in der binären...

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Herzerkrankungen: Wenn weniger mehr ist

30.03.2017 | Medizin Gesundheit

Flipper auf atomarem Niveau

30.03.2017 | Physik Astronomie

Europaweite Studie zu „Smart Engineering“

30.03.2017 | Studien Analysen