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Stipendien für zwei junge Krebsforscher der RUB: Haut- und Darmtumore verstehen und behandeln

18.11.2010
Förderung der Schäfersnolte-Gedächtnis-Stiftung verliehen

Zwei junge Krebsforscher der Ruhr-Universität können sich über Unterstützung bei ihren Dissertationsprojekten freuen: King Tuo Yip (Biochemie, Betreuer: Prof. Dr. Raphael Stoll) und Swetlana Ladigan (Pathologie, Betreuer: Dr. Alireza Mirmohammadsadegh) wurden bei der diesjährigen FoRUM-Tagung der Medizinischen Fakultät der RUB mit den Stipendien der Schäfersnolte-Gedächtnis-Stiftung ausgezeichnet und erhalten für ein Jahr monatlich 1.200 Euro Förderung. Im Mittelpunkt ihrer Arbeiten stehen detaillierte Untersuchungen zur Entwicklung von Darmkrebs und zur Bildung von Metastasen beim schwarzen Hautkrebs.

Wie Hautkrebs Metastasen bildet

King Tuo Yip, 1985 in Bochum geboren, nimmt das Protein MIA unter die Lupe. Es wird von Hautkrebszellen in großen Mengen freigesetzt und ist im Blut von Patienten mit fortgeschrittenen Melanomen nachweisbar. Studien haben gezeigt, dass das Protein wahrscheinlich dazu beiträgt, dass sich Krebszellen aus dem ursprünglichen Tumor lösen können, woraufhin sie über die Blutbahn an andere Stellen des Körpers gelangen und dort Metastasen bilden. Eine wichtige Rolle spielen dabei bestimmte Bindestellen, die dem Protein eine Interaktion mit anderen Molekülen ermöglichen. Blockaden dieser Bindestellen können die Metastasenbildung eindämmen. King Tuo Yip wird das Protein MIA zusammen mit angedockten Bindungspartnern untersuchen. Er hofft, einerseits zum Verständnis der Metastasenbildung des Hautkrebses beitragen zu können und andererseits mehr Hinweise auf therapeutische Möglichkeiten zu finden.

Entstehung von Darmkrebs untersuchen

Swetlana Ladigan, 1986 in Omsk (Russland) geboren, beschäftigt sich in ihrer Doktorarbeit mit der Entstehung von Darmkrebs. Im Mittelpunkt ihrer Forschung stehen Mikro-RNAs, kleine RNA-Moleküle, die selbst keine Information tragen, aber die Synthese von Proteinen verhindern können und so eine wichtige Rolle bei der Regulation zellulärer Prozesse spielen. Unter anderem werden sie mit der Krebsentwicklung in Verbindung gebracht. Swetlana Ladigan will eine bestimmte MikroRNA – miR-214 – genauer untersuchen und insbesondere ihre Bedeutung bei der Entstehung von Darmkrebs herausfinden. Dazu entwickelt sie ein Zellkulturmodell, basierend auf verschiedenen Krebszelllinien, die miR-214 im Übermaß produzieren.

Weitere Informationen

Dipl.-Biol. Irmgard Borg, FoRUM-Referat der Ruhr-Universität, 44780 Bochum, Tel. 0234/32-25585, forum@rub.de

Redaktion: Meike Drießen

Dr. Josef König | idw
Weitere Informationen:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/

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