Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Starke E-Learning-Strategie

24.11.2015

Am eigenen Schreibtisch lernt es sich am besten, vor allem wenn man auf alle wichtigen Materialien – wissenschaftliche Texte, Versuchsvideos oder Vorlesungsmitschnitte – problemlos online zugreifen kann. Für ihren umfassenden Strategieprozess im Bereich E-Learning ist die Universität Duisburg-Essen (UDE) jetzt mit dem Arbeitgeberpreis für Bildung 2015 ausgezeichnet worden. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung wird von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) vergeben.

In diesem Jahr steht er unter dem Motto „Anforderungen des digitalen Zeitalters – Konzepte für ein zukunftsfähiges Lernen“. Gesucht wurden beispielhafte Konzepte von der frühkindlichen Bildung bis in die Hochschule, die gezielt und nachhaltig das Interesse und die Kompetenzen für das Lernen mit und über digitale Technik und Technologien fördern. Der Preis wurde jetzt im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel, Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel und dessen französischen Amtskollegen Emmanuel Macron verliehen.


(v.l.): Ulrich Weber (Deutsche Bahn), Nina Kluge (UDE), Dr. Gerhard F. Braun (BDA), Prof. Dr. Isabell van Ackeren (UDE) und Dr. Christian P. Illek (Deutsche Telekom)

BDA

Prof. Dr. Isabell van Ackeren, UDE-Prorektorin für Studium und Lehre: „Wir freuen uns sehr über diesen Preis, denn wir haben einen systematischen Digitalisierungsprozess in der Lehre angestoßen. Ziel ist, bestmöglich auf die vielfältigen Lebenssituationen der Studierenden einzugehen, um sie in ihrem Bildungserfolg optimal begleiten und unterstützen zu können.“ Das ist nicht immer leicht, vor allem wenn die Studierenden zusätzlich noch familiäre und nebenberufliche Verpflichtungen unter einen Hut zu bekommen haben.

Die UDE bietet deshalb auch Fern- und Teilzeitstudiengängen an und verschränkt online- mit Präsenzlernphasen, so dass zeitlich wie örtlich flexiblere Lernumgebungen entstehen. Prof. van Ackeren: „Wir verlagern auch Lehrsequenzen, zum Beispiel über zeitlich flexibel abrufbare Podcast-Angebote, in die Zeit außerhalb der Präsenzveranstaltungen. So kann die Anwesenheitszeit am Uni-Campus anders genutzt werden, etwa für Diskussionen und gemeinsame Übungen.“

Kooperatives Arbeiten in digitalen Arbeits- und Lernumgebungen sowie die Informationsanalyse und -beschaffung fördern Kernkompetenzen bei den Studierenden. Sie gelten als Schlüsselqualifikation in der Industrie 4.0 und sind daher zunehmend unverzichtbar. Neueste Technik ermöglicht auch das zeitversetzte Abrufen aufgezeichneter Experimente, das Steuern von Versuchen außerhalb der Labore oder auch das Einbinden externer Experten in die Lehre.

„E-Learning hilft mir, theoretische Zusammenhänge besser zu verstehen. Mit den bereitgestellten Videos und Simulationen kann ich meine Lerneinheiten flexibel gestalten. Ich erhalte Einblicke in aktuelle Forschung und kann mich besser auf mein späteres Berufsleben vorbereiten“, meint Nina Kluge, Studentin im Masterstudiengang Kulturwirt. Bis zum Jahr 2020 sollen alle der über 200 (Teil-)Studiengänge der UDE über umfassende E-Learning-Elemente verfügen.

Die E-Learning-Strategie wird maßgeblich von den UDE-Lehrenden getragen, so wie von Frederik Ahlemann, Professor für Wirtschaftsinformatik: „Unsere Erfahrungen zeigen: Sinnvoll eingesetztes E-Learning motiviert Studierende und kann deren Studienerfolg nachweislich fördern.“ Dazu gibt es technische, konzeptionelle und didaktische Unterstützung durch zentrale Stellen im UDE-Servicebereich.

Der Deutsche Arbeitgeberpreis für Bildung wird seit über 15 Jahren vergeben. Er würdigt Arbeitgeber, die sich mit besonderen eigenen Konzepten für eine bessere Bildung in Deutschland einsetzen. Verliehen wird er in den Kategorien frühkindliche, schulische, berufliche und hochschulische Bildung. Jede ausgezeichnete Initiative erhält mit Unterstützung von Telekom und Deutscher Bahn ein Preisgeld von 10.000 Euro. Die Auswahl der Preisträger erfolgt durch eine Jury von Bildungsexperten aus Unternehmen, Wissenschaft, Stiftungswesen und Politik.

Redaktion: Beate Kostka, Tel. 0203/379-2430, 0172/2365-379, beate.kostka@uni-due.de

Ressort Presse
Universität Duisburg-Essen
Stabsstelle des Rektorats
http://www.uni-due.de/presse

Weitere Informationen:

http://www.arbeitgeberpreis-fuer-bildung.de sowie https://www.uni-due.de/e-learning/

Beate Kostka | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Millionen für die Virenforschung
13.01.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

nachricht International ausgezeichnet! Rittal gewinnt „Cooling Oscar“
20.10.2016 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Im Focus: Der Klang des Ozeans

Umfassende Langzeitstudie zur Geräuschkulisse im Südpolarmeer veröffentlicht

Fast drei Jahre lang haben AWI-Wissenschaftler mit Unterwasser-Mikrofonen in das Südpolarmeer hineingehorcht und einen „Chor“ aus Walen und Robben vernommen....

Im Focus: Wie man eine 80t schwere Betonschale aufbläst

An der TU Wien wurde eine Alternative zu teuren und aufwendigen Schalungen für Kuppelbauten entwickelt, die nun in einem Testbauwerk für die ÖBB-Infrastruktur umgesetzt wird.

Die Schalung für Kuppelbauten aus Beton ist normalerweise aufwändig und teuer. Eine mögliche kostengünstige und ressourcenschonende Alternative bietet die an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

Leipziger Biogas-Fachgespräch lädt zum "Branchengespräch Biogas2020+" nach Nossen

11.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Proteinforschung: Der Computer als Mikroskop

16.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Vermeintlich junger Stern entpuppt sich als galaktischer Greis

16.01.2017 | Physik Astronomie

Erste "Rote Liste" gefährdeter Lebensräume in Europa

16.01.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz