Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

„Space Lions“ bauen Roboter zur Planeten-Erkundung

15.03.2013
Ein Team der TU Braunschweig qualifiziert sich als eine von zehn Gruppen für die Teilnahme am SpaceBot Cup des Raumfahrtmanagements im DLR. Der Wettbewerb startet heute.

Im Weltraum herrschen bekanntlich für den Menschen unwirtliche Bedingungen. Daher werden in der Zukunft Roboter im All vielfältige Aufgaben übernehmen. Sie müssen den besonderen Bedingungen von Vakuum, extremen Temperaturen oder Weltraumstrahlung gewachsen sein. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat jetzt kreative Expertenteams gesucht, die sich mit außergewöhnlichen Ideen am "SpaceBot Cup" beteiligen. Das „Space Lions Team“ der Technischen Universität Braunschweig hat sich für diesen Wettbewerb qualifiziert, zu dem insgesamt nur zehn Teams namhafter Universitäten und Forschungseinrichtungen zugelassen wurden.

Das Team besteht aus Spezialisten des Instituts für Datentechnik und Kommunikationsnetze und der Abteilung Entwurf integrierter Systeme. Beide sind bereits seit langem in nationalen Raumfahrtprojekten und denen der ESA tätig. Studierende verschiedener raumfahrtorientierter Studiengänge, die studentische Interessengemeinschaft ERIG und das Raumfahrt-UnternehmenDSI GmbH Daten Service Informationssysteme, Dresden, unterstützen das Team. Die „Space Lions“ unter Leitung von Prof. Dr. Harald Michalik und Prof. Dr. Mladen Berekovic sind Experten auf dem Gebiet der Sensorik, Bildverarbeitung, Chip-Technologie und Rechnerarchitektur für die Raumfahrt.

Roboter-Schwarm soll Objekte aufspüren

Die Aufgaben für die Roboter leiten sich aus einem sind ein typischen planetaren Erkundungsszenario ab. So sollen die Roboter selbständig navigieren und Karten ihrer Umgebung erstellen. Sie müssen Objekte finden, unterschiedliche Untergründe mit verschiedenen Steigungen überwinden und die Objekte an einer Zielplattform anbringen. Das gesamte System darf nicht mehr als 100 Kilogramm Masse haben und soll sehr energieeffizient arbeiten. Dabei kann es nur auf die Energie- und Materialressourcen zurückgreifen, die in der Raumfahrt vorhanden sind. Das „Space Lions Team“ wird dazu einen „Space Terrain Explorer“ entwickeln, der aus einem ganzen Schwarm von mobilen Robotern besteht. Jeder Roboter verfügt über ein eigens entwickeltes Stereo-Bildverarbeitungssystem, um Objekte in Echtzeit aufzuspüren. Durch die Verwendung von speziellen fehlertoleranten Hardwarebausteinen kommt das System mit der Strahlenbelastung im Weltraum zurecht.
Heute, am 15 März, geben der Vorstand des DLR und Vertreter des Bundeswirtschaftsministeriums in Berlin den „Startschuss“ für den Wettbewerb. Alle Teams präsentieren dort ihre Ideen und erhalten für den Wettbewerb die weiteren Details der Aufgabenstellung . Danach wird es ernst für jedes Team: Im November 2013 müssen die „Space Lions“ beim Wettkampffinale zeigen, was ihr Robotersystem kann. Jedes Team erhält für die Entwicklungskosten einen Beitrag von bis zu 50.000 Euro. Ziel des Wettebewerbs ist es, bisher nicht entdecktes Know-how für die Raumfahrt, aber auch für die Nutzung auf der Erde zu erschließen.

Kontakt:
Institut für Datentechnik und Kommunikationsnetze
Hans-Sommer-Straße 66
38106 Braunschweig
Dr.-Ing. Torsten Fichna
Tel.: 0531-391-3744
fichna@ida.ing.tu-bs.de
Prof. Dr.-Ing. Harald Michalik
Tel.: 0531-391-3733
michalik@ida.ing.tu-bs.de

Dr. Elisabeth Hoffmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.ida.ing.tu-bs.de/home/
http://www.dlr.de/rd/spacebotcup

Weitere Berichte zu: DLR Datentechnik Lions Planeten-Erkundung Raumfahrt Roboter SpaceBot

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope
20.10.2017 | Freie Universität Berlin

nachricht Gitterdynamiken in ionischen Leitern
18.10.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise