Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Siemens erneut für Zukunftspreis nominiert

12.09.2012
Siemens-Forscher sind für den Deutschen Zukunftspreis 2012 nominiert. Ihre mit der Universität Oldenburg entwickelte Innovation ermöglicht Hörgeschädigten das räumliche Hören.

Die sogenannte binaurale Technologie basiert auf der Schallwahrnehmung beider Ohren. Damit können moderne Hörgeräte einen Großteil der Schwerhörigkeit ausgleichen. Der Zukunftspreis des Bundespräsidenten ist die höchste deutsche Auszeichnung für Technik und Innovation. Seit seiner Einführung 1997 war Siemens bisher acht Mal nominiert und bekam den Preis dreimal.



Die Grundlage der binauralen Technologie ist das natürliche Hören eines gesunden Menschen: Ähnlich wie beim Sehen, entsteht beim Hören nur dann ein räumlicher Eindruck, wenn das Zusammenspiel beider Ohren berücksichtigt wird. Dazu ist bei Hörgeschädigten eine Verbindung der Hörgeräte am rechten und am linken Ohr notwendig. Vor acht Jahren ist es Siemens-Forschern erstmals gelungen diese Verbindung herzustellen - mit dem damals kleinsten Funksystem der Welt. So können beide Hörgeräte große Datenmengen austauschen, neu berechnen und sich synchron auf die jeweilige Hörsituation einstellen.

Durch diese Interaktion entsteht ein authentischer Raumklang. Die einzelnen Hörsysteme des linken und des rechten Ohrs tauschen Informationen per Funk aus und stimmen sich sozusagen ab. Wird beispielsweise an einem Gerät die Lautstärke verändert, passt sich das andere automatisch an.

Die Herausforderungen bei der Entwicklung von neuen Hörgeräten liegen in der bestmöglichen Sprachübertragung bei gleichzeitiger Wiedergabe eines homogenen Raumklanges. Durch die Weiterentwicklung von binauralen Gehörsystemen mit integrierter Funktechnik soll das Klangbild weiter optimiert werden. Die intelligenten Geräte der Zukunft werden immer mehr Hörsituationen automatisch erkennen und automatisch reagieren.

Der Deutsche Zukunftspreis wurde 1997 vom damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog ins Leben gerufen und gilt seither als Symbol für die wissenschaftliche Leistungsfähigkeit und Innovationskraft Deutschlands. Zu den wichtigsten Auswahlkriterien der Jury gehören, neben der Forschungsleistung, auch die Patent- und Marktfähigkeit der Entwicklung.

Siemens-Forscher waren inzwischen acht Mal für den Preis nominiert; 2007, 2005 und 2004 gehörten sie zu den Gewinnern. Vor fünf Jahren erhielt Osram den Preis für die Entwicklung von neuen Herstellungsverfahren für hocheffiziente, langlebige Lichtquellen aus Leuchtdioden. 2005 wurde die Piezo-Einspritztechnik für Fahrzeuge ausgezeichnet, im Jahr 2004 ein Minilabor für medizinische Diagnosen. (IN 2012.09.1)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht »Die Oberfläche 2018« – Fünf Nominierungen gehen in die Endrunde
18.05.2018 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

nachricht DFG fördert Entwicklung innovativer Forschungssoftware an der Universität Bremen
17.05.2018 | Universität Bremen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vielseitige Nanokugeln: Forscher bauen künstliche Zellkompartimente als molekulare Werkstatt

Wie verleiht man Zellen neue Eigenschaften ohne ihren Stoffwechsel zu behindern? Ein Team der Technischen Universität München (TUM) und des Helmholtz Zentrums München veränderte Säugetierzellen so, dass sie künstliche Kompartimente bildeten, in denen räumlich abgesondert Reaktionen ablaufen konnten. Diese machten die Zellen tief im Gewebe sichtbar und mittels magnetischer Felder manipulierbar.

Prof. Gil Westmeyer, Professor für Molekulare Bildgebung an der TUM und Leiter einer Forschungsgruppe am Helmholtz Zentrum München, und sein Team haben dies...

Im Focus: LZH showcases laser material processing of tomorrow at the LASYS 2018

At the LASYS 2018, from June 5th to 7th, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) will be showcasing processes for the laser material processing of tomorrow in hall 4 at stand 4E75. With blown bomb shells the LZH will present first results of a research project on civil security.

At this year's LASYS, the LZH will exhibit light-based processes such as cutting, welding, ablation and structuring as well as additive manufacturing for...

Im Focus: Kosmische Ravioli und Spätzle

Die inneren Monde des Saturns sehen aus wie riesige Ravioli und Spätzle. Das enthüllten Bilder der Raumsonde Cassini. Nun konnten Forscher der Universität Bern erstmals zeigen, wie diese Monde entstanden sind. Die eigenartigen Formen sind eine natürliche Folge von Zusammenstössen zwischen kleinen Monden ähnlicher Grösse, wie Computersimulationen demonstrieren.

Als Martin Rubin, Astrophysiker an der Universität Bern, die Bilder der Saturnmonde Pan und Atlas im Internet sah, war er verblüfft. Die Nahaufnahmen der...

Im Focus: Self-illuminating pixels for a new display generation

There are videos on the internet that can make one marvel at technology. For example, a smartphone is casually bent around the arm or a thin-film display is rolled in all directions and with almost every diameter. From the user's point of view, this looks fantastic. From a professional point of view, however, the question arises: Is that already possible?

At Display Week 2018, scientists from the Fraunhofer Institute for Applied Polymer Research IAP will be demonstrating today’s technological possibilities and...

Im Focus: Raumschrott im Fokus

Das Astronomische Institut der Universität Bern (AIUB) hat sein Observatorium in Zimmerwald um zwei zusätzliche Kuppelbauten erweitert sowie eine Kuppel erneuert. Damit stehen nun sechs vollautomatisierte Teleskope zur Himmelsüberwachung zur Verfügung – insbesondere zur Detektion und Katalogisierung von Raumschrott. Unter dem Namen «Swiss Optical Ground Station and Geodynamics Observatory» erhält die Forschungsstation damit eine noch grössere internationale Bedeutung.

Am Nachmittag des 10. Februars 2009 stiess über Sibirien in einer Höhe von rund 800 Kilometern der aktive Telefoniesatellit Iridium 33 mit dem ausgedienten...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

22. Business Forum Qualität: Vom Smart Device bis zum Digital Twin

22.05.2018 | Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vielseitige Nanokugeln: Forscher bauen künstliche Zellkompartimente als molekulare Werkstatt

22.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Mikroskopie der Zukunft

22.05.2018 | Medizintechnik

Designerzellen: Künstliches Enzym kann Genschalter betätigen

22.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics