Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Siemens-Dampfturbosatz für Biomasse-Verbrennungssystem in Großbritannien

01.12.2011
Auszeichnung für Reduktion der CO2-Ausscheidungen

Im Zuge einer Modernisierung ersetzte UPM, ein international führender Produzent von Zeitschriftenpapier, einen mit fossilen Brennstoffen betriebenen Kessel der Papiermühle durch ein modernes voll integriertes Biomasse-Heizkraftwerk.


Das Bild zeigt eine Industriedampfturbine des Typs SST-300 wie sie auch im Biomasse-Kraftwerk in Irvine verbaut wurde.
Siemens und UPM Caledonian Paper (UPM) haben für die erfolgreiche Errichtung des Blockheizkraftwerks im schottischen Irvine den Industrial and Commercial Award erhalten. Die Auszeichnung wird jährlich von der britischen Combined Heat and Power Association (CHPA) für Innovationen im Bereich der Energiewirtschaft vergeben. Die Preisverleihung fand Mitte November im Royal Courts of Justice in London statt.

Als Primärbrennstoff werden 350.000 Tonnen einer Kombination aus Biomasse und im Werk in Irvine anfallenden Produktionsrückständen eingesetzt. Der durch die Turbine des Typs SST-300 im Kraftwerk entstehende Dampf fungiert als Prozessdampf. Er dient vor allem der Produktion des von UPM Caledonian beschichtetem Papiers und der Trocknung des Faserstoffs.

Neben der erfolgreichen Zusammenarbeit war die speziell angepasste, eingehäusige Industriedampfturbine des Typs SST-300 von Siemens ausschlaggebend für die Preisverleihung. Die Dampfturbine mit einer Leistung von 50-Megawatt zeichnet sich durch ihr modulares Designkonzept aus. Dies ermöglicht eine kostengünstige Anpassung an die individuellen Anforderungen des Betreibers. Durch den Einsatz der Siemens-Turbinentechnologie wurden die zuvor in der Bilanz von UPM veröffentlichten Erwartungen der CO2-Reduktion im Kraftwerk UMP Irvine noch übertroffen: Die jährlichen CO2-Ausscheidungen können um 75.000 Tonnen gesenkt werden: Dies entspricht etwa 35.000 Haushalte, die auf regenerative Stromerzeugung umsteigen. Nach einer Bauzeit von nur zwei Jahren wurde die Anlage bereits im Frühjahr 2009 und somit früher als geplant fertig gestellt. Das Projekt in Ayrshire liegt etwa 50 km südwestlich von Glasgow und gilt als bedeutender Meilenstein der umweltverträglichen Stromerzeugung durch Biomasse-Kraftwerke.

"Dieser Preis unterstreicht unsere führende Rolle bei der Entwicklung klimafreundlicher Lösungen zur Strom- und Wärmeerzeugung, insbesondere mit unserer bewährten hocheffizienten Turbinentechnologie. Durch die hervorragende Zusammenarbeit mit UPM Caledonian konnten wir die beste Lösung für alle Beteiligten entwickeln. Darüber hinaus unterstützen wir mit diesem Projekt die ambitionierten Ziele der Energiepolitik Großbritanniens", sagt Steve Wildman, Leiter der Oil & Gas Division bei Siemens Energy, UK.

Bis zum Jahr 2020 sollen 80% des schottischen Energiebedarfs durch erneuerbare Energien gedeckt werden. Die Nutzung von Biomasse nimmt dabei eine Schlüsselrolle ein, da in dieser Art von Kraftwerken bei der Verbrennung nur soviel CO2 wieder freigesetzt wird, wie die Pflanzen vorher während des Wachstums der Luft entzogen haben.

Ansprechpartner
Eva-Maria Baumann
Tel: +49 (9131) 18-3700
eva-maria.baumann@siemens.com

Eva-Maria Baumann | Siemens Energy
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/press/de/feature/2011/energy/2011-11-biomasse.php

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus
23.02.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Eine Milliarde Euro für die Hochschulmedizin
17.02.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie