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Sieger des Physik-Preises bei "Jugend forscht" ist ein Forscherpaar aus Hessen

28.05.2009
Rotes Gold, leuchtende DNA und Tunnelblicke: Deutsche Physikalische Gesellschaft prämiert Projekte von Jungforschern

Beim Bundesfinale von "Jugend forscht", das am vergangenen Wochenende in Osnabrück stattfand, hat die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) fünf Arbeiten im Fachgebiet Physik ausgezeichnet. Bundessieger wurde ein Forscherpaar aus Hessen.

Der von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft mit 1.500 Euro dotierte erste Preis im Fachgebiet Physik ging an Karen Wintersperger (19) und Lucas Rott (18). Ziel ihres Projekts ist die Herstellung und Manipulation von Nano-Gold-Teilchen in wässrigen Lösungen. Die winzigen zeppelinförmigen Teilchen absorbieren das Licht einer bestimmten Frequenz und können so als Basis für kostengünstige, doppelbrechende Materialien für optische Anwendungen dienen.

Mit ihrer Arbeit konnten die beiden Nachwuchsforscher vom PhysikClub Kassel einen wichtigen Beitrag zur Forschung auf diesem Gebiet leisten.

Neuartige Verfahren zur schnellen und präzisen Bestimmung von Molekülen arbeiten mit Fluoreszenzfarbstoffen, die zum Beispiel kleinste Unterschiede in der Zusammensetzung von DNA-Sequenzen sichtbar machen können. Für eine breite Anwendung ist diese Methode bislang aber nicht geeignet. Die zweitplatzierten Julia Münzner (17) und Patrick Wohlfahrt (18) aus Thüringen erforschten, ob durch Zugabe von Gold- und Silbernanopartikeln dieses Verfahren beeinflusst werden kann.

Der dritte Physik-Preis ging an Britta und Ilka Vinçon (18 und 16). Die beiden Jungforscherinnen untersuchten das Muster von konzentrischen Kreisen, das am Rand einer Rohröffnung zu sehen ist, wenn man hindurchschaut. Durch die Analyse des Phänomens in Abhängigkeit von verschiedenen Parametern entwickelten die Schülerinnen ein theoretisches Erklärungsmodell.

Sebastian Mensch (19) erhielt den vierten Preis für seine "Suche nach dem homogenen elektrischen Feld" zwischen den Platten eines Kondensators. Fünfte im Fachgebiet Physik wurden Sven Krummen (18) und Christian Wassermann (18). Die Schüler aus Niedersachsen untersuchten, ob die besondere Form der Brustflossen von Buckelwalen als Vorbild für die Verbesserung von Flugzeug-Tragflächen dienen könnte.

Dr. Marcus Neitzert | idw
Weitere Informationen:
http://www.jugend-forscht.de

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