Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Sieger des Münchener Businessplan Wettbewerbs 2011

27.07.2011
Die drei besten Gründerteams aus insgesamt 200 Einreichungen

Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil: „Hightech-Gründer von heute sind die Marktführer und Wachstumstreiber von morgen.“

Die Sieger des Münchener Businessplan Wettbewerbs 2011 wurden gestern Abend in München prämiert. Im 15. Wettbewerb zeigte sich die Münchener und südbayerische Gründerszene nach wie vor aktiv und kreativ: In der finalen Stufe 3 wurden 65 komplette Businesspläne eingereicht, insgesamt nahmen 200 Teilnehmer-Teams am dreistufigen Münchener Businessplan Wettbewerb 2011 teil.

In jeder Stufe erhalten die Teilnehmer ausführliches Feedback von den Experten-Juroren, so dass sie ihr Konzept schrittweise weiter entwickeln und optimal aufgestellt im Markt starten können. Die drei Sieger kommen aus den Branchen E-commerce, Anlagenbau und Nanotechnologie, sie erhalten insgesamt 30.000 Euro Preisgeld. Die Prämierungsfeier richtete die LfA Förderbank Bayern als Premium Sponsor des Wettbewerbs aus.

Der Bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil betont anläßlich der Prämierung: „Hightech-Gründer von heute sind die Marktführer und Wachstumstreiber von morgen. Innovative Unternehmen erhöhen Produktion und Beschäftigung überdurchschnittlich.“ Deshalb unterstütze das Bayerische Wirtschaftsministerium Hightech-Gründungen durch ein ganzes Bündel von Maßnahmen. Ein Kernelement seien die Businessplan Wettbewerbe und evobis als Ausrichter und zentrale Plattform für Gründung, Finanzierung und Wachstum im Raum München und Südbayern.

Dr. Otto Beierl, Mitglied des Vorstands der LfA Förderbank Bayern ergänzt: „Ein guter Businessplan ist das ideale Sprungbrett für eine erfolgreiche Selbständigkeit. Da 85 Prozent der bewerteten Businesspläne besonders innovative Vorhaben sind, bin ich sehr zuversichtlich, dass sich viele Teilnehmer im Unternehmensalltag durchsetzen können.“ Ein Knackpunkt sei für viele Gründer die Finanzierung ihrer Idee. Die LfA helfe deshalb Jahr für Jahr rund 1.600 Gründern mit günstigen Startkrediten und Risikoübernahmen.

Die Sieger
Auf Platz 1 prämiert wurde die Pictureplix GmbH: Das Münchener Start-up hat ein innovatives Design-Produktionssystem für Fotobücher entwickelt. Damit können auch Nicht-Profis schöne, kreative und dabei günstige Fotobücher am Computer erstellen. Der interaktive Gestaltungsservice wird über existierende Fotobuch-Anbieter angeboten, der Nutzer bekommt das fertige Produkt nach Hause geliefert. Das junge, interkulturelle Team stammt aus der Hochschule München und kombiniert eine eigene Software-Entwicklung mit einer effizienten Dienstleistung. Die Idee entstand nach persönlichen Erfahrungen, so Teamleiter Andreas Rother: „Durch die eigene Verzweiflung an der bisherigen Fotobuch-Software: der Unfähigkeit aus den eigene Hochzeitfotos ein einigermaßen schönes Fotobuch zu machen plus dem Zufall, ein paar Leute zu kennen, die sich genau in diesem Gebiet auskennen.“ Aktuell konzentriert sich Pictureplix auf die breite Markteinführung in Deutschland.

Zweitplatziert ist cyontek (vormals servapark GmbH): Die drei Gründer haben mit einem Entwicklungspartner (Fraunhofer Institut) ein neuartiges automatisches Parksystem konzipiert, einsetzbar in Parkanlagen, bei Spediteuren, Autovermietungen etc.. Bis zu 60% mehr Fahrzeuge lassen sich vollautomatisch auf einer Fläche abstellen, so die Jungunternehmer, die sich in Bayerisch Gmain (Oberbayern) niedergelassen haben.

Als dritter Sieger überzeugte die Neaspec GmbH: Das Münchener Start-up vertreibt sein neu entwickeltes und patentiertes NeaSNOM Nahfeldmikroskop, als nanoanalytisches Tool für Wissenschaftler aber auch mit weiteren Einsatzmöglichkeiten von der Industrie bis zur Forensik. Die technologische Innovation dahinter erlaubt z.B. eine bis zu 1.000 mal höhere Auflösung im Nanobereich. Die beiden Gründer stammen ursprünglich aus dem Max-Planck-Institut und konnten schon namhafte Universitäten und Institute aus der ganzen Welt als Referenz-Kunden gewinnen.

Mit der 15. Wettbewerbssaison zeigte sich Dr. Carsten Rudolph, Geschäftsführer evobis, sehr zufrieden: „Mit 200 Teilnehmer-Teams und einer Steigerung der Einreichungen in der dritten Stufe blicken wir auf ein sehr erfolgreiches Wettbewerbsjahr zurück.“ Schon während des Wettbewerbs gelang es vielen Teilnehmerteams, entscheidende Meilensteine beim Aufbau des Unternehmens zu erreichen. Carsten Rudolph verspricht: „In den nächsten Wochen werden von den Siegern und von vielen, die eine Platzierung knapp verpasst haben, noch viele gute Nachrichten zu hören sein.“

In der finalen Stufe 3 waren vor allem die Bereiche Software, Internet und Mobile, aber auch die Technologien (Maschinenbau, Cleantech, Elektronik) wieder stark vertreten:

- Informations- und Kommunikationstechnologie IKT: 56%
- Life Science (Biotech & Med-Tech): 6%
- Technologien (Maschinenbau, Cleantech, Elektronik): 23%
- Service und Sonstiges: 15%
Der Münchener Businessplan Wettbewerb wird seit 1996/97 jährlich ausgerichtet. Seitdem haben über 3.500 Gründer- und Start-up-Teams teilgenommen. Ausrichter des Münchener Businessplan Wettbewerbs ist die evobis GmbH, die im Mai 2011 aus der vorherigen MBPW GmbH hervorgegangen ist und mit einem verbreiterten Angebot die zentrale Institution für Gründung, Finanzierung und Wachstum in München und Südbayern ist. Der Münchener Businessplan Wettbewerb 2012, - die 16. Wettbewerbssaison- , startet am 26. Oktober 2011.

Alle Informationen für Teilnehmer unter www.evobis.de

Mehr über die Sieger der Stufe 3:

1. Platz, 15.000 Euro: Pictureplix GmbH
Fotobuch-Gestaltung mit innovativem Design-Produktionssystem: Pictureplix bietet über existierende Fotobuch-Anbieter einen hochwertigen Fotobuch-Gestaltungsservice an, bei dem der Endkunde ohne Zeitaufwand und Software-Ärger ein perfektes Fotobuchdesign bekommt – ab 0,99€ / Seite. Das Fotobuch wird dann vom Fotobuch-Anbieter (wie bisher) gedruckt und geliefert. Möglich ist dies dank des revolutionären Design-Produktionssystems, das einen Faktor 20 an Kostenvorteil ermöglicht. Kunden sind Fotobuch-Anbieter (Albumdruck.de), Fotobuch-Druckereien (z.B. Orwonet), Online Galerien (z.B. Picasa, Flickr), sowie Druck-Terminal-Hersteller (z.B. Kodak, Fujifilm).
Team: Andreas Rother, Tingting Guan, Michael Hofmann, Kamil Hurec, Annya Schön, Sebastian Göttschkes
Branche: IKT – E-Commerce
Herkunft: Hochschule München
www.pictureplix.de
2. Platz, 10.000 Euro: cyontek (vormals Cyontek GmbH)
cyontek ist ein Komplettanbieter für ein neues automatisches Parksystem. Der Fahrer gibt sein Fahrzeug in einem Übergabebereich ab - der Rest wird für den Kunden automatisch erledigt. Fahrerlose Transportsysteme übernehmen den Ein- und Ausparkvorgang. Dadurch können mehr Autos auf die gleiche Fläche geparkt werden. Die innovative cyontek-Lösung lässt sich in den verschiedensten Bereichen flexibel einsetzen: Von einfachen Parkanlagen bis hin zu Autoumschlagplätzen von Spediteuren lassen sich alle Kundenanforderungen mit dem standardisierten Produktbaukasten realisieren. Kunden sind auch Parkhausbetreiber, Automobilhersteller und Autovermietungen.
Team: Leopold Meirer, Carry Bellaflor und Rupert Koch
Branche: Technologie - Maschinen-/Anlagenbau
Herkunft: Bayerisch Gmain
www.cyontek.de
3. Platz, 5.000 Euro: Neaspec GmbH
Neaspec vertreibt das neu entwickelte und patentierte NeaSNOM Nahfeldmikroskop primär an Forscher aus der Wissenschaft als nanoanalytisches Forschungs-Tool. NeaSNOM ermöglicht erstmals bisher unerreichbare wichtige Materialeigenschaften (chemische Zusammensetzung, mechanische Spannungsfelder, elektrische Feldverteilung, etc.) auf der Nanometerskala in beliebigen Nanomaterialien zu gewinnen. Diese Erkenntnisse führen in der Wissenschaft in der Regel zu höherwertigen wissenschaftlichen Publikationen. Bei Industriekunden hilft NeaSNOM neue nanotechnologische Produkte schneller zu entwickeln, sowie Materialfehler zu finden. Weiterhin kann NeaSNOM zum Reverse Engineering benutzt werden, um Patentverletzungen festzustellen. In der Forensik kann NeaSNOM zur Identifikation von kleinsten Spuren verwendet werden. Die entscheidenden technischen Innovationen: Es kann Infrarot und THz Licht verwenden. Die Auflösung ist je nach Anwendung 5-1000 mal höher. Es kann abgesehen von der Auflösung detaillierte Messdaten erfassen.
Team: Nenad Ocelic, Stefan Schiefer
Branche: Technologie - Nahfeldmikroskopie / Nanotechnologie
Herkunft: Martinsried b. München
www.neaspec.com
Über evobis:
evobis ist die Institution für Gründung, Finanzierung und Wachstum in München und Südbayern, mit den zentralen Angeboten Wettbewerb, Finanzierungsnetzwerk und Coaching. Evobis richtet den Münchener Businessplan Wettbewerb aus und bietet zielgerichtet Unterstützung für innovative Gründer und junge Unternehmen bei allen Entwicklungsschritten. Hinter evobis stehen Politik, Wirtschaft, Hochschulen und wirtschaftsfördernde Einrichtungen in Südbayern. www.evobis.de
Presse-Kontakt:
Min Hae Larissa Kiesel
minhae.kiesel@evobis.de
Tel. 089 388 38 38 14
Von wem kommt die Einladung...? Sie haben richtig gelesen, aus MBPW ist am 17.5.2011 evobis geworden. Dies unterstreicht, dass wir weit mehr sind als ein Businessplan Wettbewerb. Mit Angeboten für Start-ups bei Finanzierung und Coaching. Erfahren Sie mehr auf unserer neuen Website unter www.evobis.de.
evobis GmbH
Agnes-Pockels-Bogen 1
80992 München
Tel.: +49 (0) 89 - 388 38 38 - 0
Fax: +49 (0) 89 - 388 38 38 - 88
info@evobis.de

Min Hae Larissa Kiesel | evobis GmbH
Weitere Informationen:
http://www.evobis.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)
26.05.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Neues Helmholtz-Institut in Würzburg erforscht Infektionen auf genetischer Ebene
24.05.2017 | Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften