Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

SFB/Transregio künftig fest im DFG-Förderprogramm

12.10.2009
Standortübergreifende Forschungsprojekte werden fortgeführt und etabliert

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) setzt die Förderung von SFB/Transregio-Projekten fort und nimmt diese Variante der klassischen Sonderforschungsbereiche (SFB) nach einer erfolgreichen zehnjährigen Pilotphase fest in ihr Förderprogramm auf.

Dies beschloss der Hauptausschuss der DFG jetzt auf seiner Herbstsitzung in Bonn. Damit können Hochschulen in Deutschland auch künftig eng vernetzt und standortübergreifend Forschungsprojekte zu grundlegenden Fragestellungen beantragen und durchführen.

Der Entscheidung des Hauptausschusses lag eine umfangreiche Evaluation der seit 1999 geförderten SFB/Transregio zugrunde, deren Ergebnisse in den vergangenen Monaten in den Gremien der DFG diskutiert worden und in die nun beschlossenen Empfehlungen zur Fortführung und Etablierung dieser Programmvariante eingeflossen waren. Der Evaluation der österreichischen Forschungs- und Beratungsgesellschaft Technopolis zufolge haben die SFB/Transregio in hohem Maße die in sie gesetzten Erwartungen erfüllt, zu einem Forschungsthema die besten Arbeitsgruppen aus ganz Deutschland zusammenzubringen und durch die enge Kooperation herausragende Forschungsergebnisse zu ermöglichen.

"Die Programmvariante SFB/Transregio leistet einen Beitrag zur Profilbildung an den antragstellenden Hochschulen, fördert wissenschaftliche Exzellenz und schafft Synergien durch die standortübergreifende Zusammenarbeit der beteiligten Gruppen", heißt es in dem Abschlussbericht der Evaluation.

Diesen mehrfachen Nutzen hob nun auch DFG-Präsident Professor Matthias Kleiner anlässlich der Entscheidung des Hauptausschusses hervor: "Insbesondere die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler möchten nicht mehr auf die Möglichkeit verzichten, vernetzt mit Kolleginnen und Kollegen von zwei oder drei Hochschulstandorten bis zu zwölf Jahre lang bestens ausgestattet forschen zu können. Die Universitätsleitungen wiederum schätzen das Förderinstrument, um hiermit wissenschaftliche Schwerpunkte setzen und ausbauen zu können." Kleiner betonte: "Deshalb ist es sinnvoll und konsequent, die SFB-Transregio fest im Förderprogramm der DFG zu verankern."

Die wichtigsten Eckpunkte der SFB/Transregio sollen dabei auch nach ihrer Etablierung unverändert bleiben. Wie bisher sollen in der Regel bis zu drei Universitäten gemeinsam einen Antrag auf Forschungsförderung stellen können. An jedem beteiligten Standort sollen bis zu 30 Prozent auch außeruniversitäre Institutionen mitarbeiten können. Weiterhin wichtigste Kriterien für eine Förderung sind die wissenschaftliche Qualität des geplanten Forschungsprojekts und die beabsichtigte Schwerpunktsetzung an den antragstellenden Universitäten.

Im Einzelfall sollen die Förderbedingungen situations- und themengerecht ausgelegt werden können. Dies betrifft etwa die Frage, ob SFB/Transregio statt an drei auch an vier Standorten durchgeführt oder ob an einem Standort auch mehr als 30 Prozent außeruniversitäre Institutionen beteiligt werden können.

Als neue Module können Gastprofessuren und Gastprojekte für eine Dauer von bis zu zwei Jahren beantragt und gefördert werden. Diese Möglichkeit besteht ab sofort auch für die klassischen Sonderforschungsbereiche. "Damit kann künftig verstärkt auch externe Expertise in die Verbünde integriert werden", unterstrich DFG-Präsident Kleiner.

Die DFG fördert derzeit unter ihren 243 Sonderforschungsbereichen 47 SFB/Transregio. In den vergangenen Jahren lag dabei der Anteil der SFB/Transregio an den neu eingerichteten SFB bei etwa 30 Prozent. Die nächsten Entscheidungen über die Förderung weiterer SFB/Transregio und SFB werden im November dieses Jahres getroffen.

Weiterführende Informationen

Ausführliche Informationen zu den derzeit geförderten SFB/Transregio finden sich unter:
www.dfg.de/forschungsfoerderung/koordinierte_programme/
sonderforschungsbereiche/liste/tr_gesamt.html
Der Evaluationsbericht der Forschungs- und Beratungsgesellschaft Technopolis zu den SFB/Transregio findet sich unter:
www.dfg.de/aktuelles_presse/publikationen/verzeichnis/download/evaluation
_sfb_transregio_081029.pdf
Ansprechpartnerin in der DFG-Geschäftsstelle:
Dr. Regina Nickel, Gruppe Sonderforschungsbereiche, Forschungszentren, Exzellenzcluster, Tel. +49 228 885-2556, Regina.Nickel@dfg.de

Marco Finetti | idw
Weitere Informationen:
http://www.dfg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht „Digital Mobility“– 48 Mio. Euro für die Entwicklung des digitalen Fahrzeuges
26.06.2017 | Kompetenzzentrum - Das virtuelle Fahrzeug Forschungsgesellschaft mbH

nachricht Hochschule Karlsruhe: mit speichenlosem Fahrrad Kreativwettbewerb gewonnen
26.06.2017 | Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zu aktuellen Fragen der Stammzellforschung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Fraunhofer FKIE ist Gastgeber für internationale Experten Digitaler Mensch-Modelle

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mainzer Physiker gewinnen neue Erkenntnisse über Nanosysteme mit kugelförmigen Einschränkungen

27.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wave Trophy 2017: Doppelsieg für die beiden Teams von Phoenix Contact

27.06.2017 | Unternehmensmeldung

Warnsystem KATWARN startet international vernetzten Betrieb

27.06.2017 | Informationstechnologie