Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Selbsterneuerung leukämischer Stammzellen soll gehemmt werden

08.10.2008
Carreras Leukämie-Stiftung fördert die Forschung am Universitätsklinikum Münster mit über einer viertel Million Euro

Im Oktober startet die Arbeitsgruppe „Molekulare Hämatologie und Onkologie“ am Universitätsklinikum Münster (UKM) ein Forschungsprojekt, bei dem die Wissenschaftler nach Wegen suchen, um die Selbsterneuerung leukämischer Stammzellen zu blockieren.

Die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung fördert das auf die Dauer von zwei Jahren angelegte Forschungsprojekt mit 263.600 Euro.

„Durch diesen Ansatz wollen wir neue Therapiemöglichkeiten für die akute myeloische Leukämie (AML) entwickeln. Ohne die Hilfe der Carreras Leukämie-Stiftung wäre unsere Forschung nicht möglich“, erklärt Prof. Dr. Carsten Müller-Tidow, der zusammen mit Dr. Lara Tickenbrock die UKM-Arbeitsgruppe leitet. „Gerade die Selbsterneuerung leukämischer Stammzellen ist ein zentrales Problem der AML. Diesen Mechanismus wollen wir stoppen“, so Müller-Tidow. Angesiedelt ist die Arbeitsgruppe in der Medizinischen Klinik A (Hämatologie und Onkologie, Direktor Prof. Dr. Wolfgang Berdel).

Dabei werden die Münsteraner Krebsforscher in zwei Etappen vorgehen: „Zunächst wollen wir systematisch die Gene identifizieren, die die Selbsterneuerung leukämischer Stammzellen steuern. In einem zweiten Schritt suchen wir nach Wegen, wie genau diese Gene gezielt blockiert werden können, und ob sich daraus geeignete therapeutische Ansatzpunkte entwickeln lassen“, beschreibt Dr. Lara Tickenbrock die Arbeit der kommenden zwei Jahre. Dabei werden die Münsteraner Wissenschaftler unter anderem auf ein neu entwickeltes Verfahren zurückgreifen, das sogenannte Gen-Chip-Verfahren.

Die akute myeloische Leukämie ist die häufigste Leukämieform bei Erwachsenen. In Deutschland erkranken jährlich rund 2.500 Menschen. Momentan ist die Grundlage der Behandlung eine intensive Chemotherapie. Die Hemmung der Gene, die nachweislich verantwortlich für die Selbsterneuerung der leukämischen Stammzellen sind, könnte hier in der Zukunft als begleitende und unterstützende Behandlung eingesetzt werden, skizzieren die beiden UKM-Krebsforscher ein mögliches Einsatzfeld. Dabei handele es sich zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch um reine Grundlagenforschung.

Zur Stiftung:

Der spanische Tenor gründete 1995 die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung e.V. - aus Dankbarkeit dafür, dass er selbst seine Leukämie-Erkrankung nach einer Stammzelltransplantation überwunden hat. Die Stiftung förderte bislang über 600 Projekte. Dazu gehören die Förderung von Wissenschaft und Forschung, die Finanzierung von Strukturmaßnahmen, wie zum Beispiel der Bau von Transplantationseinheiten, Tageskliniken oder Rehabilitationszentren, und die Unterstützung von Selbsthilfegruppen und Elterninitiativen. Weitere Informationen und Einblicke in die Projekte gibt es unter www.carreras-stiftung.de.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung e. V.
Anne Rein
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Elisabethstraße 23
80796 München
Tel: 089 / 27 29 04 – 40
E-Mail: presse@carreras-stiftung.de
Universitätsklinikum Münster
Stefan Dreising
Pressestelle
Domagkstraße 5
48149 Münster
Tel: 0251 / 83 – 5 74 47
E-Mail: Stefan.Dreising@ukmuenster.de

Stefan Dreising | Universitätsklinikum Münster
Weitere Informationen:
http://www.carreras-stiftung.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht „Digital Mobility“– 48 Mio. Euro für die Entwicklung des digitalen Fahrzeuges
26.06.2017 | Kompetenzzentrum - Das virtuelle Fahrzeug Forschungsgesellschaft mbH

nachricht Hochschule Karlsruhe: mit speichenlosem Fahrrad Kreativwettbewerb gewonnen
26.06.2017 | Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Future Security Conference 2017 in Nürnberg - Call for Papers bis 31. Juli

26.06.2017 | Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

„Digital Mobility“– 48 Mio. Euro für die Entwicklung des digitalen Fahrzeuges

26.06.2017 | Förderungen Preise

Fahrerlose Transportfahrzeuge reagieren bald automatisch auf Störungen

26.06.2017 | Verkehr Logistik

Forscher sorgen mit ungewöhnlicher Studie über Edelgase international für Aufmerksamkeit

26.06.2017 | Physik Astronomie