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Sechs neue "Helmholtz-Russia Joint Research Groups" ausgewählt

14.11.2011
Weitere sechs deutsch-russische Forschergruppen können nun durch das bilaterale Förderprogramm "Helmholtz-Russia Joint Research Groups" (HRJRG) gefördert werden. Die Helmholtz-Gemeinschaft betreibt das Programm gemeinsam mit der "Russian Foundation for Basic Research" (RFBR), um die Zusammenarbeit zwischen russischen Wissenschaftlern und Helmholtz-Zentren zu stärken.

Der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, Professor Dr. Jürgen Mlynek, und der Vorsitzende des Wissenschaftlichen Rats der Russischen Stiftung für Grundlagenforschung, Professor Dr. Vladislav Panchenko, leiteten die Auswahlsitzung. Insgesamt wurden 20 Anträge eingereicht und durch internationale Gutachter schriftlich beurteilt. "Mit den neu ausgewählten Gruppen werden wir weitere Schwerpunkte in der Kooperation mit Russland setzen und die Forschung in strategisch relevanten Bereichen konsequent ausbauen", so Mlynek.

Der Förderumfang beträgt circa 150.000 Euro pro Jahr und Gruppe, bei einem Förderzeitraum von maximal drei Jahren. Damit können Wissenschaftlerinnen Wissenschaftler in Russland mit Partnern in Helmholtz-Zentren zusammen arbeiten und Forschungsprojekte, Experimente und Expeditionen durchführen. Einen Schwerpunkt hierbei bildet die Nachwuchsförderung. Die Helmholtz-Gemeinschaft hat seit 2006 ein Abkommen mit der Russischen Stiftung für Grundlagenforschung, um deutsch-russische Forschergruppen zu unterstützen. Seither wurden in den ersten drei Ausschreibungen schon 20 gemeinsame Projekte gefördert. "Ich freue mich, dass wir uns darauf verständigt haben, dieses Förderprogramm auch in Zukunft gemeinsam zu finanzieren. Es steht bereits fest, dass es eine fünfte Ausschreibungsrunde geben wird", sagte Mlynek. Die Ausschreibung wird im Februar 2012 veröffentlicht werden und einen thematischen Schwerpunkt im Bereich "Photonen, Ionen, Neutronen" haben.

Folgende neue Vorhaben werden gefördert:
Measurements of Gamma Rays and Charged Cosmic Rays in the Tunka-Valley in Siberia by Innovative New Technologies Deutsches Elektronen Synchrotron (DESY), Dr. Ralf Wischnewski Institute for Nuclear Research of the Russian Academy of Science, Dr. Grigory Rubtsov

Communication Blackout Mitigation for Spacecrafts (COMBIT) Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Dr.-Ing. Ali Gülhan Ioffe Physical-Technical Institute of the Russian Academy of Science, Dr. Sergey Ponyaev

European and Russian Extreme events: Mechanisms, Variability and Future Climate Change (EUREX) IFM-GEOMAR, Prof. Dr. Douglas Maraun A.M. Obukhov Institute of Atmospheric Physics of the Russian Academy of Science, Dr. Vyacheslav Khon

The role of genetic interactions in the control of human metabolome Helmholtz Zentrum München, Dr. Christian Gieger Institute of Cytology & Genetics SB Russian Academy of Science, Dr. Y.S.Aulchenko
Defects in magnetic TiO2 (DETI.2)
Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR), Dr. Kay Potzger M.V.Lomonosov Moscow State University, Faculty of Physics, Dr. Alevtina Smekhova

Very high-density peptide arrays by laser-induced particle melting in liquid phase Karlsruhe Institute of Technology (KIT), Dr. habil. Alexander Nesterov-Müller The Institute on Laser and Information Technologies of the Russian Academy of Science, Dr. Olga Baum

Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie sowie Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit über 31.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 17 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 3,3 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der Tradition des großen Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894). ARö www.helmholtz.de www.helmholtz.de/twitter

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