Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schweiz: Nationale Förderung für Computational Sciences an der Universität Basel

23.03.2010
Erfolgreiches Kompetenzzentrum für Computational Sciences an der Universität Basel: Im Rahmen des schweizweiten Projekts HP2C ("High Performance und High Productivity Computing") werden drei Projekte mit einer Gesamtsumme von 2,5 Mio. Franken gefördert.

Die HP2C-Initiative am Swiss Center for Scientific Computing (CSCS) in Lugano, einer Institution des ETH-Bereichs, will Projekte zu wissenschaftlichen Fragestellungen fördern, die mit der momentan existierenden Rechnerleistung nur sehr schwer oder kaum zu bearbeiten sind. Dabei handelt es sich um Probleme, die zu ihrer Lösung sogenannte Petascale Computing Platforms benötigen: Computercluster mit einer Leistung von mehr als einem Petaflop pro Sekunde - das sind 10^15 sogenannte Floating Point Operations - zum Beispiel Multiplikationen - pro Sekunde.

Nun wurden gesamtschweizerisch neun wissenschaftliche Projekte ausgewählt, die diese Rechnerkapazitäten zur Lösung benötigen, in der Absicht, dass die beteiligten Forschungsgruppen auch die entsprechenden Programmierstrukturen entwickeln. Von den neun geförderten Projekte stammen drei von der Universität Basel, die damit äusserst erfolgreich abgeschnitten hat, was ihr Kompetenzzentrum für Computational Sciences entsprechend auszeichnet. Je zwei weitere Projekte sind an der Universität Zürich und an der ETH Lausanne angesiedelt und je eines an den Universitäten Genf und Lausanne.

Die drei ausgewählten Projekte der Universität Basel stammen aus den Bereichen Informatik/Mathematik und Physik:

* PETAQUAKE - Large-Scale Parallel Nonlinear Optimization for High Resolution 3D-Seismic Imaging; PD Dr. Olaf Schenk, Prof. Helmar Burkhart (Informatik) / Prof. Marcus Grote (Mathematik). Die Universität Basel ist Leading House, Co-Investigator Prof. Domenico Giardini (ETH Zürich).

* Stellar Explosions - Productive 3D Models of Stellar Explosions; SNF-Prof. Matthias Liebendörfer (Theoretische Astrophysik). Die Universität Basel ist Leading House, Co-Investigator Prof. Martin J. Gander (Universität Genf).

* Large scale density functional electronic structure calculations in a systematic wavelet basis set; Prof. Stefan Goedecker (Computational Physics).

Mit dieser Förderung geht das CSCS erstmals über seine ursprüngliche Aufgabe hinaus, Forschungsgruppen an schweizerischen Hochschulen Rechenzeit auf seinen Hochleistungsrechnern zur Verfügung zu stellen. Mit der HP2C-Initiative wird auch die Finanzierung für herausragende Projekte bereitgestellt, welche die Forschungslandschaft in der Schweiz auf die Nutzung der nächsten Computergeneration (erwartet für 2012/2013) vorbereiten, welche die Petaflop-Grenze erreichen werden.

Weitere Auskünfte
Christoph Dieffenbacher, Öffentlichkeitsarbeit der Universität Basel, Tel. 061 267 30 15, E-Mail: ch.dieffenbacher@unibas.ch

Christoph Dieffenbacher | idw
Weitere Informationen:
http://www.computational.unibas.ch
http://www.hp2c.ch

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Innovationspreis 2017 der Deutschen Hochschulmedizin e.V.
24.04.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

nachricht EU-Förderung in Millionenhöhe für Regensburger Wissenschaftler
21.04.2017 | Universität Regensburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

200 Weltneuheiten beim Innovationstag Mittelstand in Berlin

26.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Wie digitale Technik die Patientenversorgung verändert

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Akute Myeloische Leukämie: Ulmer erforschen bisher unbekannten Mechanismus der Blutkrebsentstehung

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Naturkatastrophen kosten Winzer jährlich Milliarden

26.04.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Zusammenhang zwischen Immunsystem, Hirnstruktur und Gedächtnis entdeckt

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie