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Die Schwaben können auch Werkzeugbau: Webo ist Werkzeugbau des Jahres 2013

17.10.2013
Die Webo Werkzeugbau Oberschwaben GmbH aus Amtzell im Allgäu trägt die neue Trophäe des diesjährigen Wettbewerbs »Excellence in Production« nach Hause und ist damit der »Werkzeugbau des Jahres 2013«.

Im Jahr 2011 der Deutsche Gründerpreis, 2012 der Innovationspreis der Region Regensburg und jetzt der Werkzeugbau des Jahres 2013 – die Webo Werkzeugbau Oberschwaben GmbH steht erneut im Rampenlicht: Während der feierlichen Abendveranstaltung des 13. Internationalen Kolloquiums »Werkzeugbau mit Zukunft« am 16. Oktober erhielt Geschäftsführer Axel Wittig den neu gestalteten Branchenpreis im Krönungssaal des Aachener Rathauses von Vorjahressieger Herbert Johann, Leiter des Werkzeugbaus bei der ZF Friedrichshafen AG.

Webo ist eine Tochtergesellschaft der FormTechnology GmbH und seit 2008 mit einem hochmodernen Werkzeugbau in Amtzell tätig. Das junge Unternehmen bietet Umformwerkzeuge und Prozesstechnologien für die Fertigung von Bauteilen für Automatik- und Hybridgetriebe sowie den gesamten Antriebsstrang. Das Angebot orientiert sich dabei stark am Kundenprozess und reicht von der Bauteileentwicklung, Prüfstands- und FEM-Berechnung über die Prototypenherstellung, Prozessentwicklung, Konstruktion und Präzisionsfertigung bis hin zu Montage und Try-Out.

Im Verbund mit der Muttergesellschaft und einem weiten Lieferantennetzwerk kann Webo Werkzeuge für nahezu 80 Prozent aller metallischen Bauteile eines Getriebes entwickeln und herstellen, die durch Umformverfahren gefertigt werden können. Die Jury lobte dabei vor allem die sehr gute Fokussierung auf die Kerntechnologien und die hohe Termintreue des Unternehmens. Mit seinem hochmodernen Maschinenpark und dem durchgängigen Einsatz von Lean-Methoden konnte Webo besonders punkten.

Webo: Auch bester externer Werkzeugbau unter 50 Mitarbeiter

Neben dem Gesamtsieg gewann Webo auch die Auszeichnung in der Kategorie »Externer Werkzeugbau unter 50 Mitarbeiter«. Als weitere Finalisten der Kategorie zeichnete die Jury die Formenbau Glittenberg GmbH aus Frankenberg, die Opus Formenbau GmbH aus Heiligkreuzsteinach und die Werkzeugbau Ruhla GmbH aus Seebach aus.

Sieger in der Kategorie »Externer Werkzeugbau über 50 Mitarbeiter« ist die Hoffmann Innovation Group

Gewinner in der Kategorie »Externer Werkzeugbau über 50 Mitarbeiter« ist die Hoffmann Innovation Group GmbH aus dem oberfränkischen Lichtenfels. Das Unternehmen erreichte seit dem Gesamtsieg im Jahr 2005 – damals noch als Werkzeugbau Siegfried Hofmann GmbH – bereits mehrfach das Finale des Wettbewerbs. Heute finden sich unter dem Dach der Hofmann Innovation Group acht Einzelunternehmen mit insgesamt rund 480 Mitarbeitern. Der Werkzeugbau, mit mehr als 50-jähriger Erfahrung in der Kunststoffindustrie, stellt komplexe Spritzgießwerkzeuge in einer Größe von 0,5 bis 40 Tonnen her. Seine Kunden stammen aus der Automobil-, Haushaltsgeräte-, Luftfahrt- und Elektronikindustrie. Besonders positiv fiel der Jury der Gesamtauftritt als Entwicklungspartner und Generalunternehmer auf. Das Unternehmen nutze seine weitreichenden Kooperationen hervorragend für die Entwicklung innovativer Produkte und Prozesse, und setze auf einen hohen Standardisierungsgrad bei Material, Prozess und Maschinen, so die Feststellung der Juroren. Als weiterer Finalist in der Kategorie »Externer Werkzeugbau über 50 Mitarbeiter« wurde die Haidlmair Werkzeugbau GmbH aus dem österreichischen Nussbach ausgezeichnet.

Gewinner der Kategorie »Interner Werkzeugbau unter 50 Mitarbeiter«: Kirchhoff Automotive

Bester »Interner Werkzeugbau unter 50 Mitarbeiter« wurde die Kirchhoff Automotive Deutschland GmbH aus Attendorn im Sauerland, die bereits im vergangenen Jahr in dieser Kategorie unter den Finalisten war. Das Familienunternehmen aus Attendorn zählt zu den führenden Anbietern von Metallstrukturen für die Automobilindustrie und hat sich spezialisiert auf Bauteile aus hoch- und höchstfesten Werkstoffen sowie komplexe Umformgeometrien. Für die Produktion hochwertiger Einzelteile oder komplexer Module aus unterschiedlichen Stahlqualitäten liefert der Werkzeugbau Folgeverbund-, Einzel- und Transferwerkzeuge bis zu sechs Metern Länge. Die Jury zeigte sich besonders beeindruckt von den

Forschungs- und Entwicklungarbeiten zum Presshärten und der konsequenten Weiterentwicklung Kirchhoffs hin zu einem industriellen Werkzeugbau. Ein eigenes Werkzeugbau-Wiki für alle relevanten Daten sowie ein sehr gutes betriebliches Vorschlagwesen unterstützen die hohe Kundenzufriedenheit und Termintreue. Weiterer Finalist in dieser Kategorie war die Kunststoff Helmbrechts AG aus dem fränkischen Helmbrechts.

Bester »Interner Werkzeugbau über 50 Mitarbeiter« sind Gedia Gebrüder Dingerkus

Auch der Sieger in der Kategorie »Interner Werkzeugbau über 50 Mitarbeiter« ist aufmerksamen Beobachtern des Wettbewerbs schon lange nicht mehr fremd: Der Werkzeugbau der Gedia Automotive Group zeigt sich seit dem Jahr 2007 immer wieder auf dem Siegertreppchen. Gedia produziert als Entwicklungslieferant Karosseriepressteile und Schweißzusammenbauten für die internationale Automobilindustrie und beschäftigt heute insgesamt 1900 Mitarbeiter. Der Werkzeugbau in Attendorn fertigt die Betriebsmittel für die Gedia-Presswerke und verantwortet auch den Zukauf von Werkzeugkomponenten. Die Jury lobte hier besonders den hohen Anteil an Auszubildenden, die schon früh in das produktive Geschäft einbezogen werden und Verantwortung erhalten. Gleichzeitig achte Gedia auf eine hohe Maschinenauslastung und fokussiere sich hervorragend auf seine Kerntechnologien Fräsen und Drahterodieren. Die globale Ausrichtung und Vernetzungsstrategie sowie die hohe Eigenverantwortung der Mitarbeiter fielen bei der Juryentscheidung als zusätzliche Pluspunkte ins Gewicht. Weiterer Finalist in dieser Kategorie wurde die Gerresheimer Werkzeug- und Automatisierungstechnik GmbH aus Wackersdorf.

Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT und das Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen ermittelten die zehn Finalisten des Wettbewerbs anhand eines ausführlichen Vergleichs von mehr als 300 Werkzeug- und Formenbau-Betrieben. Zehn fachkundige Juroren aus Industrie, Politik und Wissenschaft bestimmten die Sieger in den vier Kategorien und den Gesamtsieger. Der Wettbewerb »Excellence in Production« fand in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal statt. Am Tag nach der Preisverleihung stellten ausgewählte Unternehmen ihre Erfolgsstrategien auf dem 13. Internationalen Kolloquium »Werkzeugbau mit Zukunft« im Aachener Quellenhof vor.

Neue Chance im nächsten Jahr

Auch im kommenden Jahr werden sich die besten Werkzugbau-Unternehmen wieder untereinander messen. Interessenten können sich schon jetzt unter www.excellence-in-production.de registrieren. Alle Teilnehmer erhalten eine individuelle Auswertung über Ihre Stärken und Verbesserungspotenziale.

Das Kolloquium »Werkzeugbau mit Zukunft« und der Wettbewerb »Excellence in Production« werden von den Unternehmen Uddeholm Tooling AB, HASCO Hasenclever GmbH + Co. KG und der DEMAT GmbH, Veranstalter der Branchenmesse EuroMold, unterstützt. Als Medienpartner des Wettbewerbs berichten die VDI nachrichten und die Fachzeitschrift werkzeug & formenbau.

Kontakt

Dipl.-Kfm. Martin Bock
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT
Steinbachstraße 17
52074 Aachen
Telefon +49 241 8904-159
Fax +49 241 8904-6159
martin.bock@ipt.fraunhofer.de
www.ipt.fraunhofer.de
Diese Pressemitteilung und druckfähiges Bildmaterial von den Siegern und Finalisten finden Sie auch im Internet unter www.ipt.fraunhofer.de/de/presse/Pressemitteilungen/20131016werkzeugbau

desjahres2013.html

Susanne Krause | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.ipt.fraunhofer.de
http://www.excellence-in-production.de

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