Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Satellitennavigation sichert wertvolle und gefährliche Güter

27.10.2008
Afusoft siegt beim Ideenwettbewerb Satellitennavigation Baden-Württemberg 2008

Die Kombination macht’s: Die Afusoft Kommunikationstechnik GmbH aus Remchingen verknüpft die Signale von Satellitennavigation, Mobilfunk und Funketiketten zu einem dichten Überwachungsnetz für Lager und Transporte. Das System schützt wertvolle Frachtstücke und gefährliche Güter vor Diebstahl und vermeidet falsches Beladen. Für die bereits zum Patent angemeldete Idee erhielt das in Nordbaden ansässige Unternehmen den baden-württembergischen Regionalpreis im internationalen Satellitennavigationswettbewerb. Die bayerische Landesregierung überreichte die Auszeichnung heute im Rahmen der Münchner Messe SYSTEMS an Afusoft-Geschäftsführer Erich H. Franke.

Herkömmliche Sicherungs- und Warenwirtschaftssysteme auf RFID-Basis registrieren lediglich, dass die mit einem Funketikett versehene Ware ein Lesegerät passiert. Nutzen Diebe Schlupflöcher oder brechen ein, bleibt der Verlust erst einmal unbemerkt. Buchungsfehler durch das Personal lösen aufwändige Suchaktionen aus. Satellitennavigationssysteme bestimmen dagegen die jeweils aktuelle Position von Transportfahrzeugen oder Containern, an der sich aber nicht zwingend die gestohlene oder falsch zusammengestellte Ladung befinden muss. Einzelne Mobilfunknetze schließlich weisen immer noch Lücken auf: Der Handy-Alarm eines elektronischen Sicherungssystems an einem Lastwagen oder Zug verhallt im Funkloch. Im neuartigen System von Afusoft ergänzen sich Transponder mit kurzer Funkreichweite, Mobilfunk und Satellitennavigation, die Schwächen der einzelnen Komponenten heben sich so auf.

Das Prinzip fußt auf einem Sender, der in einem abgeschlossenen Lager- oder Laderaum in frei programmierbaren Abständen die Anwesenheit und Lage einzelner Posten abfragt. Dazu hat Afusoft neuartige Transponder entwickelt, die sich praktisch parallel auslesen lassen. Die Sendeeinheit verbucht selbständig, wenn entsprechend markierte Waren hinzukommen oder weggenommen werden und führt so eine zu jedem beliebigen Zeitpunkt aktuelle Bestandsliste. Änderungen im Bestand meldet das System gleichzeitig über verschiedene Mobilfunknetze sowie den geplanten Kommunikationskanal des Satellitennavigationssystems Galileo.

Durch mehrfache Verschlüsselung gesichert, lassen sich die Statusnachrichten bequem über das Internet abfragen oder auch auf ein Handy weiterleiten. Landet ein Paket beispielsweise im falschen Container, der aber ebenfalls mit dem System ausgestattet ist, meldet sich der Irrläufer von selbst und findet sich dank Satellitennavigation rechtzeitig, bevor der Lastwagen zum Überseehafen fährt.

Neben hoher Zuverlässigkeit und steter Aktualität sehen die Erfinder auch handfeste Kostenvorteile: Der bessere Schutz amortisiert sich mittelfristig über niedrigere Versicherungsprämien. Ein geringeres Risiko, hochwertige Unikate oder Prototypen zu verlieren oder dass Gefahrgut in die falschen Hände gerät, lohnt ohnehin die verhältnismäßig moderate Investition. Afusoft will das neue System bis zum Frühjahr 2009 zur Marktreife bringen. Das Unternehmen, das erst kürzlich in neue Geschäftsräume umgezogen ist, greift dabei auf eine Reihe bereits bestehender eigener Anwendungen auf der Basis von Satellitennavigation zurück. So stammt neuerdings das einheitliche Flottenmanagement der Winterdienste in Hessen von Afusoft.

Kontakt:
AFUSOFT Kommunikationstechnik GmbH
Königsbacher Str. 51 · 75196 Remchingen
Geschäftsführer: Dipl-Ing Erich H. Franke
Telefon (07232) 3172- 0 · Fax (7232)-3172-29
erich.franke@afusoft.com
Geschäftsstelle
European Satellite Navigation Competition in Baden-Württemberg
c/o IHK Reutlingen · Hindenburgstraße 54 · 72762 Reutlingen
Ansprechpartner: Dr. Stefan Engelhard
Telefon (07121) 2 01- 119 · Fax (07121) 201- 4119
engelhard@reutlingen.ihk.de

Dr. Stefan Engelhard | IHK Reutlingen
Weitere Informationen:
http://www.afusoft.com
http://www.galileo-masters-bw.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Neues Helmholtz-Institut in Würzburg erforscht Infektionen auf genetischer Ebene
24.05.2017 | Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren

nachricht CRTD erhält 1.56 Millionen Euro BMBF-Förderung für Forschung zu degenerativen Netzhauterkrankungen
24.05.2017 | DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien TU Dresden

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten