Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Saarbrücker Informatiker für Anti-Spionage-App ausgezeichnet

27.10.2014

Beim deutschen IT-Sicherheitspreis haben die Saarbrücker Informatiker Sven Obser, Philipp von Styp-Rekowsky und Professor Michael Backes den mit 40.000 Euro dotierten dritten Platz belegt. Sie wurden für die App „SRT Appguard“ ausgezeichnet. Das Mini-Programm erkennt und kontrolliert bösartige Programme auf Android-Smartphones. Nutzer können mit seiner Hilfe außerdem selber entscheiden, welche Daten sie preisgeben möchten.

Zahlreiche Programme auf Smartphones oder Tablet-Rechnern tun oft mehr, als sie vorgeben. Unbemerkt vom jeweiligen Besitzer verraten diese Apps beispielsweise dessen aktuellen Aufenthaltsort oder spähen seine Kontaktdaten aus.


Saarbrücker Informatiker haben mit ihrer Anti-Spionage-App "AppGuard" den dritten Platz beim deutschen IT-Sicherheitspreis belegt. Grafik: Backes SRT GmbH

Informatiker um Professor Michael Backes vom Center for IT-Security, Privacy and Accountability (CISPA) an der Universität des Saarlandes haben dies genauer erforscht und die Anti-Spionage-App „SRT Appguard“ entwickelt. Mit ihr können Anwender installierte Apps überwachen und deren Berechtigungen für den Zugriff auf Kontaktdaten und Internet jederzeit zurücknehmen.

Die App, die von dem Unternehmen Backes SRT vermarktet wird, gibt es als kostenlose und kostenpflichtige Version. Letztere zeigt alle überwachten Apps auf einen Blick an. Ein „Risk Score“ gibt grafisch für jedes Mini-Programm an, wie gefährlich deren aktuelle Rechte-Konfiguration ist. Auf diese Weise ist es für Nutzer einfacher, die potenzielle Bedrohung auf ihrem Smartphone oder Tablet-PC einzuschätzen.

Der IT-Sicherheitspreis wird alle zwei Jahre von der Horst Görtz Stiftung vergeben. Damit werden Innovationen zur IT-Sicherheit, Kryptografie, System- und Netzsicherheit sowie zur Abwehr von Cyberangriffen ausgezeichnet.

Der Preis zielt unter anderem darauf ab, Entwicklungen in der IT-Sicherheit aus Deutschland zu fördern. Die Verleihung fand am 23. Oktober im Zentrum für IT-Sicherheit an der Ruhr-Universität Bochum statt.

Die Backes SRT GmbH wurde von Professor Michael Backes gegründet. Das Unternehmen hat sich auf die Vermarktung von Software spezialisiert, mit der die Sicherheit im Internet und bei mobilen Anwendungen im Bereich des Android- Betriebssystems verbessert wird.

Fragen beantworten:
Philipp von Styp-Rekowksy
Geschäftsführer SRT Backes
Telefon: 0681 96777-400
E-Mail: styp-rekowsky@backes-srt.de

Prof. Dr. Michael Backes
Direktor des CISPA
Tel. +49 681 302-3259
E-Mail: backes@cispa.uni-saarland.de

Hinweis für Hörfunk-Journalisten: Sie können Telefoninterviews in Studioqualität mit Wissenschaftlern der Universität des Saarlandes führen, über Rundfunk-ISDN-Codec. Interviewwünsche bitte an die Pressestelle (0681/302-2601) richten.

Melanie Löw | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.uni-saarland.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht „Digital Mobility“– 48 Mio. Euro für die Entwicklung des digitalen Fahrzeuges
26.06.2017 | Kompetenzzentrum - Das virtuelle Fahrzeug Forschungsgesellschaft mbH

nachricht Hochschule Karlsruhe: mit speichenlosem Fahrrad Kreativwettbewerb gewonnen
26.06.2017 | Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zu aktuellen Fragen der Stammzellforschung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Fraunhofer FKIE ist Gastgeber für internationale Experten Digitaler Mensch-Modelle

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Warnsystem KATWARN startet international vernetzten Betrieb

27.06.2017 | Informationstechnologie

Digitalanzeige mit Touchscreen WAY-AX & WAY-DX von WayCon

27.06.2017 | Energie und Elektrotechnik

Der Krümmung einen Schritt voraus

27.06.2017 | Informationstechnologie