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RWTH Aachen wird im Wettbewerb "exzellente Lehre" ausgezeichnet

19.10.2009
Die RWTH Aachen wird mit ihrem Zukunftskonzept "Studierende im Fokus der Exzellenz" im Wettbewerb "exzellente Lehre" ausgezeichnet. Sie gehört damit zu den sechs Universitäten, deren Konzepte zur Verbesserung der grundständigen Lehre in der deutschen Hochschulentwicklung durch den Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und die Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) mit einem Preisgeld von einer Million Euro gefördert werden.

Die RWTH Aachen wird mit ihrem Zukunftskonzept "Studierende im Fokus der Exzellenz" im Wettbewerb "exzellente Lehre" ausgezeichnet. Sie gehört damit zu den sechs Universitäten, deren Konzepte zur Verbesserung der grundständigen Lehre in der deutschen Hochschulentwicklung durch den Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und die Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) mit einem Preisgeld von einer Million Euro gefördert werden.

Mit diesen Mitteln soll in erster Linie für die Optimierung der studienvorbereitenden Informationen, für eine bessere Betreuung in der Studienanfangsphase und für die Entwicklung innovativer Projekte in der Lehre gesorgt werden.

"Ein zukunftsweisender Erfolg für die RWTH, die Lehre und vor allem für unsere Studierenden", unterstreicht der RWTH-Prorektor für Lehre, Professor Aloys Krieg. Um den Stellenwert der Hochschullehre zu steigern und ihre Bedeutung für die zukünftige Entwicklung des Wissenschaftsstandortes zu unterstreichen, haben der Stifterverband und die KMK Anfang 2009 den zweistufigen Wettbewerb ausgeschrieben. Dieser würdigt vor allem solche Konzepte als exzellent, in denen die grundständige Lehre regelmäßig Gegenstand der Entwicklungsplanung, Qualitätssicherung und strategischen Steuerung einer Hochschule ist.

Die sechs Gewinner aus 108 Antragsskizzen und 24 Finalisten, die zur Abgabe eines Langantrages aufgefordert wurden, sind unter den Universitäten neben der RWTH Aachen, die Universität Bielefeld, die Universität Freiburg, die TU Kaiserslautern, die TU München und die Universität Potsdam.

"Neben den inhaltlichen Aspekten zeichnet sich das Lehrkonzept unserer Hochschule durch die besondere Vorgehensweise bei der Konzeptentwicklung aus", so Professor Krieg. Denn zu Beginn fanden zwei hochschulweite Workshops statt, an denen je über 100 Vertreterinnen und Vertreter der Studierenden, des wissenschaftlichen Personals und der Hochschulverwaltung teilnahmen. Auf diese Weise haben alle Gruppen ihre Erfahrungen eingebracht und einen tragfähigen wie nachhaltigen Entwurf entstehen lassen. Ein Redaktionsteam aus Vertretern aller Hochschulangehörigen erarbeitete auf dieser Basis das eingereichte Zukunftskonzept "Studierende im Fokus der Exzellenz".

"Wir haben erstmals ein Gesamtkonzept für die Lehre an der RWTH. Für den weiteren Erfolg ist wichtig, dass sich alle Gruppen der Hochschule so beteiligen wie es zuvor bei der Konzeptentwicklung der Fall war. Dies gilt insbesondere für die Studierenden", so Christine Blesinger, Mitglied des Redaktionsteams und Gruppensprecherin der Studierenden.

Exzellenzlabel auf mehren Ebenen
Das Maßnahmenbündel ist durch vier strategisch breit angelegte Kernbereiche und deren Fokussierung auf die Bedürfnisse der Studierenden gekennzeichnet. So werden die Studierenden bei ihrem Start in das anspruchsvolle Studium durch bessere studienvorbereitende Informationen, verpflichtende Self Assessments und ein individuelles Mentoringsystem unterstützt. Weiterhin steht die Qualifizierung aller Lehrenden im Vordergrund, wobei nicht nur die Professorinnen und Professoren, sondern auch die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die studentischen Tutorinnen und Tutoren bei der Weiterentwicklung ihrer Lehrkompetenz noch stärker gefördert werden. Im Kernbereich Lehr- und Lernkonzepte stehen neben den Vorkursen und Einführungsveranstaltungen Blended Learning Konzepte sowie verstärkte Gruppen- und Projektarbeit im Vordergrund. Die Einrichtung eines Exploratory Teaching Space (ETS) ist als Freiraum zur Entwicklung innovativer Lehrkonzepte vorgesehen. Das vierte Maßnamenpaket sichert die Struktur und die Organisation aller Qualitätsmaßnahmen in der Lehre. Dies umfasst ein weiterentwickeltes Anreizsystem, klar umrissene Zuständigkeiten des Prorektorats für Lehre beziehungsweise der Studiendekanate sowie Instrumente zur Erfassung von Lehrqualität.
Exzellente Vorzeichen
"Der 19. Oktober war schon einmal ein ganz besonders guter Tag an der RWTH", erinnert Rektor Schmachtenberg am heutigen Tag der Bekanntgabe der ausgezeichneten Hochschulen. Wurde doch am 19. Oktober 2007 die RWTH in ihrer Spitzenposition durch den Exzellenzwettbewerb Forschung bestätigt. Die Aachener Hochschule gehört damit neben Freiburg und TU München zu den drei Universitäten, die sowohl in der Forschung als auch in der Lehre über das Exzellenzlabel verfügen. Der Erfolg im Wettbewerb "exzellente Lehre" ist besonders wichtig für die RWTH, denn ihre selbst gesteckten Ziele in der Lehre sind hoch: Bis 2020 sollen 75 Prozent der Studierenden eines Anfängerjahrgangs, denen die Aufnahme des Studiums empfohlen wurde, die Hochschule mit einem Abschluss verlassen. "Unsere Absolventinnen und Absolventen sind hervorragend", bestätigt der Rektor der RWTH, Professor Ernst Schmachtenberg: "Es sind nur noch zu wenige. Das wollen wir mit dem Zukunftskonzept: Studierende im Fokus der Exzellenz ändern."

Thomas von Salzen | idw
Weitere Informationen:
http://www.rwth-aachen.de

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