Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Routenplanung der nächsten Generation

02.02.2012
Googles höchster Forschungspreis für Freiburger Informatikerin

Prof. Dr. Hannah Bast, Inhaberin des Lehrstuhls Algorithmen und Datenstrukturen am Institut für Informatik der Universität Freiburg, erhält einen „Google Focused Research Award“. Mit knapp einer Millionen US- Dollar liegt dieser in der höchsten von Google ausgelobten Preiskategorie.

Bisher hat Google weltweit 42 dieser Awards vergeben, nur acht davon gingen nach Europa. Mit dieser Auszeichnung fördert der Suchmaschinenanbieter Forschungsgebiete, die für das Unternehmen selbst und für die weltweite Informatikszene von zentralem Interesse sind.

Das für drei Jahre geförderte Projekt "Next-Generation Route Planning" ist eine Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Dorothea Wagner und Prof. Dr. Peter Sanders vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT).
Gemeinsam wollen die Forscherinnen und Forscher die Routenplanung im Internet entlang der folgenden drei Achsen verbessern: Multi-Modalität, freie Kombinationsmöglichkeit von Auto, Bus, Bahn, Taxi, Flugzeug, Fahrrad; Echtzeit, unmittelbare Berücksichtigung von Staus, Fahrplanänderungen, und Personalisierung, Anbieten von Alternativen, die für den jeweiligen Benutzer attraktiv sind.

Eine typische Route zu einem Reiseziel kann gehen, fahren, fliegen oder öffentliche Verkehrsmittel beinhalten. Freiburg z.B. hat keinen eigenen internationalen Flugplatz, aber sechs in unmittelbarer Nähe. Diese sind innerhalb von zwei Stunden per Zug, Shuttle-Bus, Taxi oder durch eine Kombination von mehreren Elementen erreichbar. Diese vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten stellen eine große Herausforderung für eine Abfrage in Echtzeit dar und erfordern neue Formen der Suche.
„Darüber hinaus soll der Nutzer künftig noch mehr seine Route entsprechend seinen persönlichen Präferenzen auswählen können, zum Beispiel lieber eine längere, aber dafür landschaftlich schönere Route, oder statt dem Auto stressfrei den Zug nehmen“, nennt Bast Beispiele. „Außerdem soll das neue System schnell auf sich ändernde Daten wie Staus oder ausgefallene Flüge reagieren und ohne Verzögerung Ergebnisse liefern, die unter den neuen Bedingungen optimal sind.“

Prof. Bast ist Expertin, wenn es um Fragen geht, wie man Routenplanung optimiert. Während eines 1,5-jährigen Forschungsaufenthaltes bei Google entwickelte sie ein Verfahren, das die Routenplanung in Netzwerken öffentlicher Verkehrsmittel um ein Vielfaches beschleunigte und seit 2010 bei Google Maps eingesetzt wird. Seit 2009 lehrt und forscht sie am Institut für Informatik der Universität Freiburg.

Kontakt:
Prof. Dr. Hannah Bast
Lehrstuhl Algorithmen und Datenstrukturen
Institut für Informatik
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Tel.: 0761/203-8163
E-Mail: bast@informatik.uni-freiburg.de

Natascha Thoma-Widman
PR/Marketing-Referentin
Technische Fakultät
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Tel.: 0761/203-8056
E-Mail: thoma-widmann@tf.uni-freiburg.de

Rudolf-Werner Dreier | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-freiburg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus
23.02.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Eine Milliarde Euro für die Hochschulmedizin
17.02.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie