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Rohstoffsicherung für den Hightech-Standort Deutschland: r⁴-INTRA begleitet BMBF-Fördermaßnahme r⁴

04.04.2016

Mit dem Clausthaler Umwelttechnik-Institut (CUTEC), dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI, der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und der Hochschule Pforzheim (HSPF) begleitet gebündelte Kompetenz die mit rund 60 Millionen Euro ausgestattete BMBF-Fördermaßnahme „r⁴– Innovative Technologien für Ressourceneffizienz – Forschung zur Bereitstellung wirtschaftsstrategischer Rohstoffe“. Jetzt online, vernetzt das Integrations- und Transferprojekt „r⁴-INTRA“ rund 40 Verbundprojekte, in denen führende Rohstoffforscher innovative Lösungen zur Versorgung Deutschlands mit kritischen Rohstoffen entwickeln.

Gallium, Indium oder Seltene Erden – wirtschaftsstrategische Rohstoffe sind unverzichtbare Bausteine für innovative Schlüsseltechnologien, die Energiewende und die Spitzenstellung der deutschen Industrie im internationalen Wettbewerb. Kein Handy, kein Computer, keine Windkraftanlage funktioniert ohne diese Metalle. Die Liste der für die europäische Wirtschaft kritischen Rohstoffe ist lang.


Gallium-Kristalle, PPM Pure Metals GmbH, Langelsheim

Andre Bertram, CUTEC


Logo der BMBF-Fördermaßnahme r⁴

r⁴

Mit dem Ziel die Versorgungssicherheit hierzulande zu verbessern, hat die Bundesregierung im Rahmen ihrer Hightech-Strategie 2020 die BMBF-Fördermaßnahme „r⁴– Innovative Technologien für Ressourceneffizienz – Forschung zur Bereitstellung wirtschaftsstrategischer Rohstoffe“ aufgelegt.

Eingebettet in das Rahmenprogramm „Forschung für Nachhaltige Entwicklung“ (FONA) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) werden hierfür rund 60 Millionen Euro bereitgestellt. 26 Verbundprojekte wurden nach einer ersten Ausschreibung in r⁴ bewilligt.

Nach Abschluss der zweiten Ausschreibungsrunde werden es 2016 voraussichtlich rund 40 Verbundvorhaben sein. Führende Rohstoffforscher Deutschlands, Nachwuchswissenschaftler und die Industrie sind beteiligt.

Forschungsbegleitend wird das Integrations- und Transferprojekt „r⁴-INTRA“ die Innovationskraft der umsetzungsorientierten Verbundprojekte durch gezielte Vernetzung stärken. Dies geschieht über branchen-, technologie- und themenorientiertes Clustern der Einzelprojekte.

Forschungsschwerpunkte der Fördermaßnahme r⁴ sind die Exploration und Gewinnung primärer heimischer Rohstoffe – im Fokus stehen die klassischen Bergbaureviere im Erzgebirge, Harz, Siegerland und Schwarzwald – sowie die Rückgewinnung und die Kreislaufführung sekundärer Rohstoffe. Für eine spätere Umsetzung der Forschungsergebnisse ist es wichtig, frühzeitig potenzielle Anwender und die Öffentlichkeit mitzunehmen. Dazu dient unter anderem das ständig wachsende Informationsangebot auf der Internetseite www.r4-innovation.de, die ab heute verfügbar ist.

Federführend für das r⁴-INTRA-Projekt ist das Clausthaler Umwelttechnik-Institut (CUTEC) als Verbundkoordinator zusammen mit dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI sowie der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR).

Beteiligt sind weiterhin das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und die Hochschule Pforzheim (HSPF). Erfahren in der Begleitung solcher Forschungsmaßnahmen, unterstützen die fünf Partner den Transfer der Ergebnisse und analysieren Potenziale hinsichtlich einer nachhaltigen Bereitstellung wirtschaftsstrategischer Rohstoffe. r⁴-INTRA läuft bis zum 31. Dezember 2019 und wird vom BMBF mit 1,9 Millionen Euro gefördert.

Kontakt:
Verbundkoordination CUTEC: Prof. Dr.-Ing. Martin Faulstich, E-mail: martin.faulstich@cutec.de

Weitere Informationen:

http://www.cutec.de
http://www.r4-innovation.de

Dipl.-Ing. Andre Bertram | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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