Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Röntgen-Preis für Andre Steinert

12.05.2010
Der mit 5.000 Euro dotierte Röntgenpreis der Universität Würzburg geht in diesem Jahr an den Mediziner Dr. Andre Steinert (36). Der Orthopäde befasst sich mit Erkrankungen des Kniegelenks und erforscht neuartige Therapiemethoden und Prothesen.

„Kaum einer von uns bleibt im Laufe seines Lebens von Gelenkproblemen verschont. Dr. Andre Steinert hat hier sein Spezialgebiet gefunden und in seiner noch jungen Karriere Außerordentliches erreicht“, so David Brandstätter in der Laudatio.

Der Vorsitzende des Universitätsbundes Würzburg überreichte Steinert den Röntgenpreis am 11. Mai beim Stiftungsfest der Universität in der Neubaukirche. Die Auszeichnung ist für junge Wissenschaftler der Universität Würzburg vorgesehen, die herausragende Leistungen vorzuweisen haben.

Andre Steinert forscht am Lehrstuhl für Orthopädie im Bezirkskrankenhaus König-Ludwig-Haus. Sein operativer Schwerpunkt als Arzt liegt auf der arthroskopischen Chirurgie des Knies und den Prothesen für dieses Gelenk.

„Als Wissenschaftler erforscht er die Therapiemöglichkeiten von morgen“, so Brandstätter. Steinert beschäftigt sich unter anderem mit der Regeneration des Gewebes in den Gelenken, mit den Möglichkeiten der Gentherapie bei der Behandlung von Sehnen, Bändern und Knorpeln und mit dem Einsatz orthopädischer Biomaterialien.

Auszeichnungen für Andre Steinert

„In seiner noch jungen Laufbahn hat Dr. Steinert bereits eine Vielzahl von Auszeichnungen eingeheimst“, lobte Brandstätter. Dazu gehören der Publikationspreis 2004 und der Greti-Delfauro-Preis 2009, jeweils von der Deutschen Akademie der osteologisch-rheumatologischen Wissenschaften. Den zuletzt genannten Preis erhielt der Mediziner für sein bisheriges wissenschaftliches Gesamtwerk – „und das sagt über das Arbeitspensum eines gerade einmal 36-jährigen Mannes eine Menge aus“, so Brandstätter.

Etliche Seiten umfasse die bloße Auflistung der wissenschaftlichen Veröffentlichungen von Dr. Steinert. Darüber hinaus sei der Röntgen-Preisträger selbst in mehreren wissenschaftlichen Gesellschaften sowie als Gutachter für Fachzeitschriften tätig. Zudem betreut er ein halbes Dutzend Doktoranden – darunter nicht nur Mediziner, sondern auch Biochemiker und Biologen.

Werdegang des Röntgen-Preisträgers

Andre Steinert wurde in Müllheim im Breisgau geboren und wuchs im unterfränkischen Ebern auf. Nach dem Medizinstudium an der Universität Würzburg kam er als Arzt im Praktikum und Assistenzarzt zunächst für zwei Jahre an die Orthopädische Klinik König-Ludwig-Haus. Weitere zwei Jahre forschte er dann an der renommierten Harvard Medical School in den USA.

Aus den USA kehrte er zurück ins König-Ludwig-Haus, übernahm dort die Leitung der Sektion Gentherapie. Ab Sommer 2006 arbeitete Dr. Steinert an der Chirurgischen Klinik II für Unfall-, Hand-, Plastische und Wiederherstellungs-Chirurgie am Klinikum Aschaffenburg. 2008 schließlich kam er wieder ins König-Ludwig-Haus; seine Anerkennung als Facharzt für Orthopädie erhielt er im Herbst 2009.

Kontakt

Dr. Andre Steinert, Lehrstuhl für Orthopädie der Universität Würzburg, Bezirkskrankenhaus König-Ludwig-Haus, T (0931) 803-1140,

a-steinert.klh@mail.uni-wuerzburg.de

Robert Emmerich | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-wuerzburg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Forschungspreis „Transformative Wissenschaft 2018“ ausgelobt
16.02.2018 | Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH

nachricht Preis der DPG für superpräzisen 3-D-Laserdruck aus Karlsruhe
14.02.2018 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Im Focus: In best circles: First integrated circuit from self-assembled polymer

For the first time, a team of researchers at the Max-Planck Institute (MPI) for Polymer Research in Mainz, Germany, has succeeded in making an integrated circuit (IC) from just a monolayer of a semiconducting polymer via a bottom-up, self-assembly approach.

In the self-assembly process, the semiconducting polymer arranges itself into an ordered monolayer in a transistor. The transistors are binary switches used...

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Im Focus: Quantenbits per Licht übertragen

Physiker aus Princeton, Konstanz und Maryland koppeln Quantenbits und Licht

Der Quantencomputer rückt näher: Neue Forschungsergebnisse zeigen das Potenzial von Licht als Medium, um Informationen zwischen sogenannten Quantenbits...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

Aachener Optiktage: Expertenwissen in zwei Konferenzen für die Glas- und Kunststoffoptikfertigung

19.02.2018 | Veranstaltungen

Konferenz "Die Mobilität von morgen gestalten"

19.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Highlight der Halbleiter-Forschung

20.02.2018 | Physik Astronomie

Wie verbessert man die Nahtqualität lasergeschweißter Textilien?

20.02.2018 | Materialwissenschaften

Der Bluthochdruckschalter in der Nebenniere

20.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics