Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Robotik für die Klimaforschung. Designstudenten erhalten IF Awards

17.12.2008
Zwei IF Awards 2009 in der Kategorie "Advanced Studies" erhielt ein Studententeam der Kunsthochschule Berlin-Weißensee.

Die Auszeichnungen bekamen die drei Studenten für zukunftsträchtige Roboterentwicklungen, einsetzbar in der Klimaforschung und bei der Wartung von Trinkwasserleitungen.

Ganz aktuell nach dem Weltklimagipfel Anfang Dezember 2008 in Poznan/Polen war sie wieder in aller Munde: Die Klimaerwärmung und ihre Folgen. Die Klimaforschung hat nicht nur in Deutschland schon seit einigen Jahren hohe Priorität. Unter anderem wird das Schmelzen der Gletscher und Polarkappen beobachtet und wissenschaftlich ausgewertet.

Ein neuartiger Forschungsroboter, der sich auf dem unwegsamen Gelände der Gletscher oder Polarregionen problemlos fortbewegt und gleichzeitig Daten z.B. über Temperaturen oder Strömungsgeschwindigkeiten sammelt, könnte für Klimaforscher eine große Hilfe sein. Die Designstudenten Jonathan Herrle, Josef Niedermeier und Ralf Kittmann von der Kunsthochschule Berlin-Weißensee stellten eine Studie zu einem solchen Roboter vor, den sie "Tribot" nannten. Dank der Tetraeder-Geometrie kennt der Tribot kein Oben, Unten, Rechts und Links. Zur Fortbewegung werden die Seitenlängen des Tetraeders variiert, der Schwerpunkt verschiebt sich und der Tribot kippt auf die Seite. So bewältigt er jedes noch so zerklüftete Gelände, kann sogar klettern. Die Studie erbrachte dem von Professor Helmut Staubach betreuten Studententeam jetzt den wichtigsten deutschen Designpreis, einen IF Produkt Design Award 2009 in der Kategorie "Advanced Studies".

Einen zweiten IF Produkt Design Award 2009 in der Kategorie "Advanced Studies" erhielten die Studenten für ihre Studie "TubeBot": Einem Wartungsroboter für städtische Trinkwasserleitungen. Von London ist z.B. bekannt, dass rund 20 Prozent des Trinkwassers wegen der Lecks in den Leitungen verloren geht. "TubeBot" kommt dank seines intelligenten Funktionskonzepts, welches den stets vorhandenen Druck in den Leitungen zur Stromerzeugung nutzt, ohne zusätzliche Energieversorgung aus. Er ist so konstruiert, dass er bei vollem Betrieb arbeitet und den Ort von Lecks und Rissen präzise melden kann. Dadurch könnte ohne Unterbrechung der Wasserversorgung gezielt, kosten- und zeitsparend repariert werden.

Die beiden prämierten Roboterstudien werden auf der IF Exhibition in Hannover von März bis August 2009 präsentiert. Die Preisverleihung findet am 03. März 2009 in Hannover statt. Vom 14. Januar bis zum 27. März 2009 werden sie auch in der Kunsthochschule Berlin-Weißensee zusammen mit anderen Arbeiten aus dem Produkt-Design gezeigt.

Weitere Informationen / Bilder über:
Ralf Kittmann, E-Mail: mail@ralfkittmann.de, Mobil: 0179 51 99 234
Website: www.ralf-kittmann.de
Jonathan Herrle, E-Mail: jonathan@j-zwei.de, Mobil: 0162 153 5660
Josef Niedermeier, josef@j-zwei.de, Mobil: 0179 522 4666

Birgit Fleischmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.ralf-kittmann.de
http://www.j-zwei.de
http://www.kh-berlin.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht DFG fördert für weitere drei Jahre Forschungen zu Kieselalgen
22.03.2017 | Technische Universität Dresden

nachricht Effiziente Tools für bildgebende Studien
21.03.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Besser lernen dank Zink?

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen

23.03.2017 | Architektur Bauwesen