Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Radarlösung für Hochautonomes Fahren Gewinnt Copernicus Masters 2013

06.11.2013
Autonome Fahrzeuge benötigen hochgenaue, redundante Positionierungs- und Navigationssysteme für spurgenaues Fahren.

Der innovative Lösungsansatz von Hartmut Runge vom Earth Observation Center (EOC) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) für eine Landmarken-basierte Navigation wurde zum diesjährigen Gewinner der BMW ConnectedDrive Challenge und zum Hauptgewinner - dem Copernicus Master 2013 - gewählt.



Das Navigationsverfahren des DLR nutzt Landmarken, wie z.B. Straßenlaternen, Pfosten von Leitplanken oder Brücken-Geländer, die sowohl vom Fahrzeug als auch vom Satelliten aus gut "gesehen" werden können. Mit heutigen Radarsatelliten lassen sich diese Landmarken flächendeckend und zentimetergenau erzeugen und anschließend auf digitale Straßenkarten übertragen. Die Fahrzeugoptik kann mittels Triangulation dieser markanten Punkte stetig die aktuelle Fahrzeugposition bestimmen.

Eingereicht wurde die Idee von Hartmut Runge vom Institut für Methodik der Fernerkundung (IMF) des EOC, DLR. Der Direktor der Erdbeobachtungsprogramme der ESA, Prof. Dr. Volker Liebig, überreichte ihm im Rahmen der feierlichen Preisverleihung in der Alten Kongresshalle München den mit EUR 20.000 dotierten Hauptpreis.

"Die interdisziplinäre Idee nutzt Erdbeobachtungsmethoden zur Lösung einer realen Herausforderung für die Automobilindustrie," so Benjamin Krebs, BMW Group Forschung und Technik. "Wir sind begeistert vom hohen Innovationsgrad dieser Vision und freuen uns hier bei der BWM Group gemeinsam mit Herrn Runge die nächsten Schritte vorzubereiten."

Seit 2011 zeichnet der europäische Erdbeobachtungswettbewerb jährlich Ideen und Anwendungen zur innovativen Nutzung von Erdbeobachtungsdaten für kommerzielle Zwecke und gesellschaftlich relevante Projekte aus. Anfang des Jahres wurde das europäische Erdbeobachtungsprogramm GMES in Copernicus umbenannt. Der Wettbewerb folgte diesem Beispiel und wurde mit dem neuen Namen - Copernicus Masters - noch erfolgreicher. In diesem Jahr erhielt er 144 Einreichungen von 239 Teilnehmern aus 23 europäischen Ländern, eine Steigerung von 30% gegenüber 2012.

"Diese Zahlen sind ein Indikator für die zunehmende Bedeutung des Copernicus Programms als Motor für die europäische Wirtschaft", so der Generaldirektor der ESA Prof. Jean-Jaques Dordain und weiter "die eingereichten Geschäftsideen haben enormes Potential mit der Unterstützung eines der acht ESA Business Incubation Centres zur Marktreife entwickelt zu werden."

Die Partner des Wettbewerbs - die Europäische Weltraumorganisation (ESA), das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), die T-Systems International GmbH, die European Space Imaging GmbH, Astrium Services und in diesem Jahr neu die BMW Group Forschung und Technik - verliehen Preise im Wert von rund EUR 350,000 in neun Kategorien.

"Durch die Unterstützung dieser engagierten Partner erweiterte sich in diesem Jahr nochmals die Bandbreite der adressierten Anwendungsfelder. Einreichungen wie auf Erdbeobachtung basierende Services zur Malariawarnung, für die Energiewende und für die Verbesserung der Nahrungsmittellogistik in Entwicklungsländern spiegeln das hohe Innovationspotential des Wettbewerbs wider," so Thorsten Rudolph, Geschäftsführer der Anwendungszentrum GmbH Oberpfaffenhofen, dem Organisator des Wettbewerbs.

Kurzpräsentationen der prämierten Ideen können Sie auch live erleben, am 6. und 7. November im Rahmen der European Space Solutions Konferenz in der Alten Kongresshalle München. www.space-solutions.eu

Der Copernicus Masters
Der europäische Erdbeobachtungswettbewerb - Copernicus Masters - wurde 2011 von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), dem Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und T-Systems International GmbH initiiert. Zudem unterstützen European Space Imaging GmbH und Astrium Services den Wettbewerb mit eigenen Challenges. 2013 schlossen sich die die BMW Group Forschung und Technik und das GEO Magazin als weitere Partner an. Der Wettbewerb zeichnet jährlich Ideen und Anwendungen zur innovativen Nutzung von Erdbeobachtungsdaten für kommerzielle Zwecke und gesellschaftlich relevante Projekte aus. www.copernicus-masters.com

Eine Übersicht der Gewinner aller neun Kategorien finden Sie im Anhang oder unter www.copernicus-masters.com.

Bildmaterial kann heruntergeladen werden unter: http://www.copernicus-masters.com/downloads/pictures/awardsceremony2013.zip.

Best regards
Mit freundlichen Grüßen
Lena Klemm
Communication & Marketing
Anwendungszentrum GmbH Oberpfaffenhofen
Friedrichshafener Straße 1
D-82205 Gilching
Tel.: +49(0)8105-77277-17
Fax.: +49(0)8105-77277-55
lena.klemm@anwendungszentrum.de
www.anwendungszentrum.de
www.esa-bic.de
www.galileo-masters.eu
www.copernicus-masters.com

Lena Klemm | Anwendungszentrum GmbH Oberpfaff
Weitere Informationen:
http://www.anwendungszentrum.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht EU-Projekt: Bilder leistungsstark und energieeffizient verarbeiten
24.01.2017 | Ruhr-Universität Bochum

nachricht „Allen Unkenrufen zum Trotz“ Neues Projekt sorgt für Schutz der Gelbbauchunken in Bayern
24.01.2017 | Bundesamt für Naturschutz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Scientists spin artificial silk from whey protein

X-ray study throws light on key process for production

A Swedish-German team of researchers has cleared up a key process for the artificial production of silk. With the help of the intense X-rays from DESY's...

Im Focus: Forscher spinnen künstliche Seide aus Kuhmolke

Ein schwedisch-deutsches Forscherteam hat bei DESY einen zentralen Prozess für die künstliche Produktion von Seide entschlüsselt. Mit Hilfe von intensivem Röntgenlicht konnten die Wissenschaftler beobachten, wie sich kleine Proteinstückchen – sogenannte Fibrillen – zu einem Faden verhaken. Dabei zeigte sich, dass die längsten Proteinfibrillen überraschenderweise als Ausgangsmaterial schlechter geeignet sind als Proteinfibrillen minderer Qualität. Das Team um Dr. Christofer Lendel und Dr. Fredrik Lundell von der Königlich-Technischen Hochschule (KTH) Stockholm stellt seine Ergebnisse in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften vor.

Seide ist ein begehrtes Material mit vielen erstaunlichen Eigenschaften: Sie ist ultraleicht, belastbarer als manches Metall und kann extrem elastisch sein....

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Neuer Algorithmus in der Künstlichen Intelligenz

24.01.2017 | Veranstaltungen

Gehirn und Immunsystem beim Schlaganfall – Neueste Erkenntnisse zur Interaktion zweier Supersysteme

24.01.2017 | Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Im Interview mit Harald Holzer, Geschäftsführer der vitaliberty GmbH

24.01.2017 | Unternehmensmeldung

MAIUS-1 – erste Experimente mit ultrakalten Atomen im All

24.01.2017 | Physik Astronomie

European XFEL: Forscher können erste Vorschläge für Experimente einreichen

24.01.2017 | Physik Astronomie