Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

"Neuroallianz" unter Bonner Führung erhält Millionenförderung

30.09.2008
Das Konsortium "Neuroallianz" unter Federführung der Universität Bonn hat gemeinsam mit zwei weiteren Initiativen den millionenschweren BioPharma-Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gewonnen.

In dem Konsortium werden Partner aus Unternehmen, Wissenschaft und Klinik mit einer gemeinsamen Strategie für eine effektive Medikamentenentwicklung zur Bekämpfung neurodegenerativer Erkrankungen zusammenarbeiten. Das BMBF stellt dem Konsortium dafür in den kommenden drei Jahren 20 Millionen Euro zur Verfügung.

Die Neuroallianz hat sich unter 37 Bewerbern in einem zweistufigen Auswahlverfahren durchgesetzt. Zehn Konsortien schafften es in Runde zwei. Daraus wurden nun die besten drei Konsortien ausgewählt. Für sie stellt das BMBF in den kommenden fünf Jahren insgesamt 100 Millionen Euro zur Verfügung. In einer ersten Runde erhalten die Teams jeweils 20 Millionen Euro. Nach drei Jahren erfolgt eine Evaluation, nach der über die möglichen weiteren 40 Millionen Euro entschieden wird.

Das Konsortium "Neuroallianz" verwirklicht ein neues strategisches Partnerschaftsmodell zwischen öffentlich geförderten Forschungseinrichtungen, Pharma-Industrie, Biotechnologie-Firmen und Behörden entworfen, das alle Glieder der Wertschöpfungskette abbildet. Die zwölf beteiligten Partner wollen sowohl therapeutische als auch diagnostische Ansätze zur Behandlung von neurodegenerativen Erkrankungen von der Forschung bis zum Markt bringen. Dabei sind die akademischen Partner "auf Augenhöhe" und an allen Stufen der Entwicklung beteiligt.

Doppelspitze aus der Medizin und der Pharmazie

Eine Besonderheit des Konsortiums ist, dass es von universitären Arzneimittelfachleuten, einer Doppelspitze aus der Medizin und der Pharmazie, geleitet wird. Sprecher sind Professor Dr. Christa E. Müller, Pharmazeutische/Medizinische Chemie, und Professor Dr. Alexander Pfeifer, Pharmakologie und Toxikologie.

Die Neuroallianz stellt eine wichtige Ergänzung zu dem kürzlich bewilligten Deutschen Demenzzentrum (DZNE) dar, das seinen Hauptsitz auf dem Campus des Universitätsklinikums Bonn haben wird. Neben Universität und Universitätsklinikum Bonn sind die Life&Brain GmbH, die Stiftung caesar, das Forschungszentrum Jülich, die Universität Duisburg-Essen mit den Rheinischen Kliniken Essen, das Fraunhofer-Institut SCAI in Sankt Augustin, das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sowie der Arzneimittelhersteller Schwarz Pharma und voraussichtlich auch die Firma Siemens Healthcare beteiligt.

Kontakt:

Professor Dr. Alexander Pfeifer
Institut für Pharmakologie und Toxikologie
Telefon: 0228/73-5411
E-Mail: alexander.pfeifer@uni-bonn.de
Prof. Dr. Christa E. Müller
Pharmazeutisches Institut
Telefon: 0228/73-2301
E-Mail: christa.mueller@uni-bonn.de

Dr. Andreas Archut | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-bonn.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Millionen für die Virenforschung
13.01.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

nachricht International ausgezeichnet! Rittal gewinnt „Cooling Oscar“
20.10.2016 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Im Focus: Der Klang des Ozeans

Umfassende Langzeitstudie zur Geräuschkulisse im Südpolarmeer veröffentlicht

Fast drei Jahre lang haben AWI-Wissenschaftler mit Unterwasser-Mikrofonen in das Südpolarmeer hineingehorcht und einen „Chor“ aus Walen und Robben vernommen....

Im Focus: Wie man eine 80t schwere Betonschale aufbläst

An der TU Wien wurde eine Alternative zu teuren und aufwendigen Schalungen für Kuppelbauten entwickelt, die nun in einem Testbauwerk für die ÖBB-Infrastruktur umgesetzt wird.

Die Schalung für Kuppelbauten aus Beton ist normalerweise aufwändig und teuer. Eine mögliche kostengünstige und ressourcenschonende Alternative bietet die an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

Leipziger Biogas-Fachgespräch lädt zum "Branchengespräch Biogas2020+" nach Nossen

11.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weltweit erste Solarstraße in Frankreich eingeweiht

16.01.2017 | Energie und Elektrotechnik

Proteinforschung: Der Computer als Mikroskop

16.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Vermeintlich junger Stern entpuppt sich als galaktischer Greis

16.01.2017 | Physik Astronomie