Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

"Grüne" Elektronik - Gutenberg Research Award 2009 an US-Forscher

25.08.2009
Der Materialforscher und diesjährige Preisträger Prof. Ober ist maßgeblich an der Entwicklung von alternativen "grünen" Lösungsmitteln beteiligt

Prof. Christopher K. Ober von der Cornell University hat in einer feierlichen Zeremonie den mit 20.000 Euro dotierten Gutenberg Research Award 2009 der Graduiertenschule "Materials Science in Mainz" (MAINZ) erhalten.

In seinem Festvortrag an der Johannes Gutenberg-Universität berichtete er am Montag über bahnbrechende Forschungsergebnisse zu umweltfreundlichen Materialien in der Mikroelektronik. Der Preisträger nimmt derzeit an einer internationalen Tagung zur Optoelektronik in Mainz teil. Beteiligungen an Tagungen und Lehrveranstaltungen sind Aufgaben, die mit der Annahme des Gutenberg Research Awards verbunden sind. MAINZ verspricht sich dadurch, international renommierte Wissenschaftler zu einem dauerhaften Austausch mit der Universität anzuregen.

Die Berufung als Professor brachte Ober 1986 an die Cornell University, eine der US-Elite-Universitäten, wo er noch heute tätig ist. Darüber hinaus ist er Präsident der Polymer Division der International Union of Pure and Applied Chemistry (IUPAC), die internationale Tagungen zu aktuellen Forschungsthemen organisiert und verbindliche Empfehlungen zur Nomenklatur in der Chemie gibt. Seit 1993 hat der Materialforscher durch Forschungsaufenthalte Verbindungen zu Deutschland aufgebaut, zunächst als Stipendiat der Alexander von Humboldt-Stiftung und später als Preisträger des Humboldt-Forschungspreises. An der Cornell University setzt sich Ober besonders für die Internationalisierung der Forschungsbeziehungen ein.

Prof. Ober beschäftigt sich mit der Synthese polymerer Materialien in der Nanotechnologie. Polymere bestehen aus einer Aneinanderreihung gleicher Bausteine und finden beispielsweise als Fotolack zur Herstellung von Leiterstrukturen auf Computerplatinen Anwendung. Die dazu notwendigen Lösungsmittel stellen den Umweltschutz bislang vor eine große Herausforderung. Ober ist maßgeblich an der Entwicklung von alternativen "grünen" Lösungsmitteln für diesen Prozess beteiligt. Derzeit diskutiert Ober dies auf einer internationalen Tagung mit Teilnehmern des Internationalen Graduiertenkollegs zur Optoelektronik an der Universität Mainz.

"Christopher Ober ist Mainz seit seinem ersten Forschungsaufenthalt im Jahr 1993 verbunden und kommt seitdem regelmäßig zum fachlichen Austausch. Enge Beziehungen bestehen darüber hinaus durch unseren Studierendenaustausch, in dessen Rahmen jährlich zwei Studierende für sechs Monate an die Cornell University gehen", sagte Prof. Dr. Rudolf Zentel in seiner Laudatio. "Wir freuen uns, mit der Verleihung des Preises an Christopher Ober seine herausragenden Leistungen auf fachlichem Gebiet, als auch seine langjährige Zusammenarbeit mit Mainz zu würdigen."

Die Graduiertenschule MAINZ wurde in der Exzellenzinitiative 2007 bewilligt. MAINZ besteht aus Arbeitsgruppen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, der Technischen Universität Kaiserslautern und des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung. Exzellente Doktoranden der Naturwissenschaften aus dem In- und Ausland erhalten durch die Graduiertenschule eine herausragende Ausbildung auf dem Gebiet der Materialwissenschaften. Der Gutenberg Research Award wird von der Graduiertenschule jährlich an einen international herausragenden Wissenschaftler auf dem Gebiet der Materialwissenschaften vergeben.

Kontakt und Informationen:
Dr. Mark Bajohrs
Graduate School of Excellence "Materials Science in Mainz"
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Tel. +49 (0) 6131 39-26 982
Fax +49 (0) 6131 39-26 983
E-Mail: mainz@uni-mainz.de

Petra Giegerich | idw
Weitere Informationen:
http://www.mainz.uni-mainz.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Mikrophotonik – Optische Technologien auf dem Weg in die Hochintegration
21.07.2017 | VDI Technologiezentrum GmbH

nachricht 1,4 Millionen Euro für Forschungsprojekte im Industrie 4.0-Kontext
20.07.2017 | Hochschule RheinMain

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: 3-D scanning with water

3-D shape acquisition using water displacement as the shape sensor for the reconstruction of complex objects

A global team of computer scientists and engineers have developed an innovative technique that more completely reconstructs challenging 3D objects. An ancient...

Im Focus: Einblicke unter die Oberfläche des Mars

Die Region erstreckt sich über gut 1000 Kilometer entlang des Äquators des Mars. Sie heißt Medusae Fossae Formation und über ihren Ursprung ist bislang wenig bekannt. Der Geologe Prof. Dr. Angelo Pio Rossi von der Jacobs University hat gemeinsam mit Dr. Roberto Orosei vom Nationalen Italienischen Institut für Astrophysik in Bologna und weiteren Wissenschaftlern einen Teilbereich dieses Gebietes, genannt Lucus Planum, näher unter die Lupe genommen – mithilfe von Radarfernerkundung.

Wie bei einem Röntgenbild dringen die Strahlen einige Kilometer tief in die Oberfläche des Planeten ein und liefern Informationen über die Struktur, die...

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Gipfeltreffen der String-Mathematik: Internationale Konferenz StringMath 2017

24.07.2017 | Veranstaltungen

Von atmosphärischen Teilchen bis hin zu Polymeren aus nachwachsenden Rohstoffen

24.07.2017 | Veranstaltungen

Recherche-Reise zum European XFEL und DESY nach Hamburg

24.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Gipfeltreffen der String-Mathematik: Internationale Konferenz StringMath 2017

24.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Von atmosphärischen Teilchen bis hin zu Polymeren aus nachwachsenden Rohstoffen

24.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Lupinen beim Trinken zugeschaut – erstmals 3D-Aufnahmen vom Wassertransport zu Wurzeln

24.07.2017 | Biowissenschaften Chemie